Blumen im Winter?! – Das passiert mit den Blühwiesen im Winter

Blumen im Winter?! – Das passiert mit den Blühwiesen im Winter

Blumen im Winter?! – Das passiert mit den Blühwiesen im Winter

Ein farbenfroher Teppich aus Wildblumen schmückt im Sommer die Landschaft. In ihm tummeln sich Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten. Jetzt, wo der Herbst sich dem Ende neigt und der Winter immer näher rückt, färben sich nicht nur die Laubbäume wundervoll bunt und verlieren ihre Blätter. Auch die Blumen auf den Blühwiesen bereiten sich auf den langen Winter vor.

In diesem Blogartikel werfen wir einen näheren Blick darauf, was mit den Wildblumen auf den Blühwiesen im Winter passiert und wie die verschiedenen Tiere und Insekten sich auf den bevorstehenden Winter vorbereiten. Dieser Prozess ist faszinierend und gibt uns einen Einblick in die erstaunliche Anpassungsfähigkeit der Pflanzen- und Tierwelt.

Geheimnisse der Wildblumen im Herbst: Vorbereitung auf den Winter

Der Herbst ist eine faszinierende Jahreszeit, in der sich die Natur auf den Winter vorbereitet. Während die Blätter der Bäume in leuchtenden Farben erstrahlen und langsam beginnen ihre Blätter zu verlieren, beginnen viele Wildblumen mit ihrem ganz eigenen Prozess, um sich auf die kalten Monate vorzubereiten. 

Eine bemerkenswerte Anpassung, die Wildblumen im Herbst vornehmen, ist das Zurückziehen von Nährstoffen in ihre Wurzeln. Dieser Prozess, auch als Seneszenz bezeichnet, ermöglicht es den Pflanzen, ihre wertvollen Ressourcen über den Winter hinweg zu konservieren. Während die Blätter welken und abfallen, werden die Nährstoffe in den Wurzeln gespeichert, um im Frühling erneut genutzt zu werden.

Einige Pflanzen bilden im Herbst Samenkapseln oder Früchte aus. Diese dienen nicht nur der Vermehrung der Pflanzen, sondern sind ebenfalls eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und andere Tiere. Während die Tiere sich von den Früchten ernähren, tragen sie unwissentlich zur Verbreitung der Pflanzen bei. 

Einige Wildblumen haben im Gegensatz zu anderen Pflanzenarten einen zweijährigen Wachstumszyklus. Ein Beispiel dafür ist die Königskerze.

Kornblume in Blühwiese

Im ersten Jahr bildet sie eine Blattrosette und investiert all ihre Energie in die Entwicklung ihrer Wurzeln. Im folgenden Jahr wächst aus dieser Blattrosette dann eine Blüte heran, welche ebenfalls Samen enthält. Dieser Lebenszyklus ermöglicht es den Pflanzen, sich optimal an ihre Umgebung anzupassen und erlaubt es ihnen, sich erfolgreich zu verbreiten.

Während die Wildblumen im Herbst ihre Nährstoffe zentrieren (Verlagerung der Nährstoffe aus den Blättern in die Wurzeln oder andere Speicherorgane wie Zwiebeln) und damit ihre Blätter welken, behalten Gräser ihre Struktur häufig bei und betreiben so lange wie möglich Fotosynthese.  Verschiedene Tier- und Pflanzenarten können in den dichten Grasbüscheln Schutz vor den winterlichen Witterungen finden.

Warum wir unsere Blühwiesen auch im Winter stehen lassen 

Blühwiesen sind ein wichtiger Bestandteil des Naturschutzes und tragen zur Förderung der Biodiversität und zur Erhaltung von Lebensräumen für Insekten und andere Tiere bei. 

Eine Frage, welche uns häufig gestellt wird, ist, weshalb wir unsere Blühwiesen mehrjährig anlegen und warum wir diese nicht einfach vor dem Winter abmähen und im Frühjahr neu aussäen.

Die Antwort darauf ist, dass die Pflanzen der Blühwiese im Winter zwar kein Angebot mehr an Pollen und Nektar als Futterquelle für die Insekten bieten. Dennoch haben sie weiterhin eine wichtige Funktion: Zum einen speichern die Pflanzenreste CO₂. Zum anderen dienen Blühwiesen auch im Winter als Lebensraum für zahlreiche Insekten, welche in den Stängeln überwintern. Mehr dazu, wie Insekten in den Blühwiesen überwintern, findest du im nächsten Abschnitt.

Neben dem Schutz vor den winterlichen Witterungen tragen mehrjährige Blühwiesen zur Bodengesundheit bei. Jährliche Bodenbearbeitung, um jedes Frühjahr neue Blühwiesen anzulegen, könnte die Bodengesundheit beeinträchtigen und die Lebensräume von Bodenorganismen wie z.B. den Regenwürmern beeinträchtigen. Regenwürmer sind von entscheidender Bedeutung, um die Bodenstruktur zu verbessern und Nährstoffe im Boden zu zirkulieren. Durch das Anlegen von mehrjährigen Blühwiesen bleibt der Boden intakt. Dies trägt langfristig zu einer gesünderen Umwelt bei.

Wildbienen im Winter: Ihre erstaunliche Überlebensstrategie

Wildbienen sind faszinierende Tiere, welche häufig im Schatten ihrer berühmten Verwandten, den Honigbienen stehen. Sobald der Herbst kommt und die Natur sich langsam aber sicher auf den Winter vorbereitet, zeigen Wildbienen erstaunliche Fähigkeiten, um sich an die veränderte Umgebung anzupassen und um den Winter zu überleben. 

Viele Wildbienenarten leben, im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Honigbienen solitär. Dies bedeutet, dass sie alleine leben und Nester anlegen. Im Sommer legen sie ihre Eier in diese Nester und versorgen ihre Larven mit Pollen und Nektar. 

Im Herbst haben die Larven ihre Entwicklung größtenteils abgeschlossen und verpuppen sich. Die verpuppten Larven der Wildbienen überwintern in ihren Nestern, die sich oft in totem Holz, in der Erde oder in hohlen Stängeln befinden. Diese Nester dienen als Schutz vor den niedrigen Temperaturen und anderen widrigen Bedingungen des Winters. Die Winterruhe erlaubt es den Wildbienen, die Wintermonate geschützt zu überstehen. Sobald es Frühling wird, schlüpfen die jungen Bienen aus ihren Zellen.

Im Gegensatz zu Wildbienen leben die Honigbienen innerhalb ihrer Gemeinschaft und halten in ihrem Bienenstock Winterruhe. Sie ernähren sich von den Vorräten, die sie im Sommer gesammelt haben. Dazu zählen Honig und Pollen.

Wie überleben Schmetterlinge den Winter?

Schmetterlinge überwintern in einer Vielzahl von Entwicklungsstadien. Abhängig, je nach Art, überwintern sie als Ei, Larve, Puppe oder sogar als erwachsener Falter. Die Schmetterlingsarten Admiral oder Tagpfauenauge überwintern beispielsweise als ausgewachsener Falter in Hohlräumen.

Kornblume in Blühwiese

Bei diesen Hohlräumen kann es sich auch um deinen Schuppen handeln. Aber auch Dachböden oder Baumhöhlen nutzten die Tiere als Rückzugsort. In dieser Phase verlangsamen sie ihren Stoffwechsel stark. Dies erlaubt ihnen ausreichend Energie zu sparen, um den niedrigen Temperaturen zu trotzen.

Andere Schmetterlingsarten, wie die des kleine Wiesenvögelchen überwintern als Larve in der Vegetation. Diese Larven finden Schutz unter Blättern oder in Grashalmen der Blühwiesen und verbringen die Wintermonate in einem Zustand der Diapause, einer Art Winterruhe.

Exkurs – Zecken im Herbst

Während der Gedanke an Zecken im Sommer bei den meisten Menschen noch recht präsent ist, denken vermutlich die wenigsten im Herbst und Winter über diese kleinen Tiere nach. Kein Wunder, wo Mücken, Wespen und andere Insekten in diesen kalten Jahreszeiten auch weniger präsent sind.

Jedoch, anders als viele Insekten, die im Winter in die Winterstarre gehen, um Energie zu sparen, bleiben Zecken aktiv und suchen nach Wirten, um sich zu ernähren. Dies sind meistens Tiere mit Fell, wie z.B.  Mäuse und Rehe. Sie dienen als Schutz und die Zecken ernähren sich von ihnen. 

Überwintern Zecken nicht an einem Wirt, suchen sich Zecken einen geschützten Ort, um den Winter zu überdauern. Dies können Spalten in einer Baumrinde, unter Laub oder in Totholz sein. Diese Orte bieten der Zecke eine hohe Luftfeuchtigkeit und Schutz vor kalten Temperaturen. Zudem nutzen sie Nester von Mäusen oder Fuchshöhlen als Verstecke. Eine dicke Schneedecke gefällt Zecken übrigens auch. Denn unter ihr ist es wärmer als der Gefrierpunkt.

Ein weiterer Überlebensmechanismus von Zecken im Winter ist die Eiablage. Weibliche Zecken legen im Herbst ihre Eier an geschützten Orten ab und sterben dann. Die Eier überwintern und im Frühjahr schlüpfen die Larven, um sich auf die Suche nach Wirten zu machen.

Sobald die Temperatur jedoch unter 4 °C fällt, sind Zecken weniger aktiv. In dieser Phase gehen auch Zecken in eine Art Winterstarre, um ihren Stoffwechselprozess zu reduzieren. In diesem Zustand können sie Wochen bis Monate ohne Nahrung auskommen. Zecken werden aktiv, sobald es mehrere Tage lang sieben Grad Celsius oder wärmer ist. In Deutschland erstreckt sich die Zeckensaison normalerweise von Februar bis Oktober, kann aber je nach Wetter variieren. Bei milden Wintern erwachen Zecken frühzeitig, oder sie verfallen gar nicht in die Starre. Dies zeigt, dass Zecken zunehmend das ganze Jahr über aktiv sind.

Unabhängig von der Jahreszeit ist Vorsicht vor Zecken geboten, da sie gefährliche Krankheitserreger übertragen können. Schutzmaßnahmen wie lange Kleidung, festes Schuhwerk und regelmäßige Kontrollen des Körpers sind sinnvoll. Bei einem Zeckenstich sollte die Zecke vorsichtig mit einer Pinzette oder Zeckenzange entfernt werden. Insgesamt erfordert die Anwesenheit von Zecken, auch im Winter, Aufmerksamkeit und Vorsicht während Outdoor-Aktivitäten, unabhängig von der Temperatur.

Insekten im Winter

Hast du dich auch schon mal gefragt, wo die vielen kleinen Tierchen, welche im Sommer so zahlreich durch die Luft schwirren oder eifrig durchs Gras rascheln, im Winter sind?Kaum neigt sich der Herbst dem Ende zu, scheinen die Insekten wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Und tatsächlich sind sie das in gewisser Weise auch. Ebenso wie Wildbienen oder Schmetterlinge haben Käfer und andere Insekten ihre ganz eigene Überlebensstrategie, um durch den Winter zu kommen. 

Um sich vor den winterlichen Bedingungen zu schützen, graben sich viele Käfer bereits im Herbst in den Boden ein. Dieses unterirdische Versteck bietet den kleinen Tierchen nicht nur Schutz vor den eisigen Temperaturen, auch schützt es sie vor Fressfeinden. Andere Insekten suchen Unterschlupf unter Laub oder Steinen. Insekten wie zum Beispiel Wanzen, Heuschrecken und Zikaden überwintern in der Diapause. Dieser Zustand fährt den Stoffwechsel auf ein Minimales herunter und ermöglicht den Insekten ausreichend Energie zu sparen, um durch den Winter zu kommen. Andere Insektenarten, welche im Normalfall den Winter nicht überleben, nutzen eine andere Strategie, um ihre Nachkommen durch den Winter zu bringen. Zu diesen Insekten zählt beispielsweise der Marienkäfer. Während die erwachsenen Tiere im Herbst sterben, überstehen ihre Nachkommen den Winter als Ei oder als Larven. Bevor die Weibchen sterben, legen sie ungefähr 1800 bis 3500 Eier. Um die Eier vor winterlichen Wettereinflüssen und Fressfeinden zu schützen, legen die Weibchen ihre Eier unter Blätter, in Rinden oder im lockeren Erdboden ab. In diesen Verstecken sind die Eier etwas isoliert. Im Laufe der Zeit entwickeln sich aus diesen Eiern Larven, welche im Frühling als adulte Marienkäfer hervorkommen. Trotz der Bemühungen des Weibchens wachsen aus den bis zu 3500 Eiern nur wenige Marienkäfer heran.

Ganzjährige Bedeutung der Wildblumen

Egal ob Schmetterling, Marienkäfer oder Wildbienen. Jede Art hat ihre ganz eigene faszinierende Überlebensstrategie, um der kalten Jahreszeit zu trotzen und im Frühjahr unsere Wiesen, Felder und Gärten erneut zu beleben. 

Kornblume in Blühwiese

Nicht nur im Sommer spielen die Wildblumenwiesen eine wichtige Rolle als Lebensraum für diese Tierchen. Auch im Winter, selbst wenn die Blüten und Pflanzen verblüht und verwelkt sind, bieten Blühwiesen einen Lebensraum und einen Rückzugsort. Auch bieten die Samen vieler Wildblumen im Herbst und Winter eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Kleintiere. Damit unterstreicht die Blühwiese, mit ihren vielfältigen Funktionen ihre ganzjährige Bedeutung für die Biodiversität.

FAZIT

Blühwiesen haben auch im Winter eine wichtige Funktion, indem sie Lebensräume für Insekten schaffen und diese dort auch ihre Larven für die Vermehrung sicher ablegen können. 

Auch wenn Blühwiesen im Winter vielleicht gräulich-bräunlich aussehen, sind sie voller Leben! 

Unterstütze du jetzt auch das Leben in den Blühwiesen mit einer Patenschaft in deiner Region – das ist du auch ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk für deine Liebsten. 

ARTENPOST

DU WILLST WISSEN, WAS AUF DEINER BLÜHWIESE & CO. GERADE LOS IST?

Der beste Zeitpunkt für die Aussaat Deiner Blühwiese

Der beste Zeitpunkt für die Aussaat Deiner Blühwiese

Frühjahresaussaat vs. Spätsommeraussaat – Der perfekte Zeitpunkt für die Aussaat deiner Blühwiese

Blühwiesen sehen nicht nur gut aus, sondern leisten vor allem einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Biodiversität. Mit ihren bunten Blüten bieten sie einen Lebensraum und eine Nahrungsquelle für eine Vielzahl von Insekten, Vögeln und anderen Kleintieren. Doch wann ist der ideale Zeitpunkt für die Aussaat einer Blühwiese? Wenn du dir privat eine mehrjährige Blühwiese im Garten anlegen möchtest oder direkt ein ganzes Feld in eine blühende Oase verwandeln willst, gibt es zwei Möglichkeiten für den Zeitpunkt der Aussaat. Der erste ist direkt im Frühjahr von April bis Mai, der zweite Aussaatzeitpunkt ist im Spätsommer von Ende August bis Ende September. Aber nicht nur der Zeitpunkt ist für den Erfolg deiner Blühwiese entscheidend, auch das ausgewählte Saatgut ist ein wichtiger Faktor für den Erhalt der Artenvielfalt in deiner Region. 

Welche Vorteile die jeweiligen Zeitpunkte bieten und was es jeweils zu beachten gilt, wollen wir dir heute erklären.

Artenglück und Caritas Sitzbank

Blühwiese von Artenglück in Bad Fallingbostel

Welche Unterschiede gibt es beim Saatgut im Frühling oder im Spätsommer?

Wer denkt, dass wir im Frühling oder im Spätsommer das gleiche Saatgut benutzen, hat weit gefehlt: Folgende Unterschiede kann man in der Zusammensetzung des Saatguts finden. 

In beiden Mischungen kommen Wildblumen- und Kulturarten vor. Die Wildblumenarten sind in beiden Mischungen nahezu identisch, Unterschiede gibt es vor allem in den Kulturarten. 

In der Mischung im Frühjahr sind im ersten Jahr vor allem die Kulturarten prägend und geben der Blühwiese ihre bunte Farbenpracht. Dazu gehören zum Beispiel die Sonnenblume, die Ringelblume oder der Buchweizen. Im darauffolgenden Jahr wirst du dann hauptsächlich die robusten Wildarten, wie den Spitzwegerich, den Klatschmohn oder die Wilde Möhre sehen können, die frostfest sind.

In der Spätsommermischung sind nur Pflanzen enthalten, die den Frost vertragen. Hier wirst du zum Beispiel keine Sonnenblume sehen, dafür aber Fenchel, Wilde Rauke, Erbse, Ackerbohne, usw.. Einige davon laufen noch im Herbst auf und haben Eigenschaften, die sie gut durch den Winter bringen, andere brauchen den Frost, damit sich die Keimsperre der Samenschale löst. Das führt dann dazu, dass im nächsten Frühjahr direkt die Wild- und Kulturpflanzen zusammen blühen.

Artenglück und Caritas Sitzbank

Tipps zur Auswahl des richtigen Saatguts

Natürlich ist es wichtig, das richtige Saatgut für den jeweiligen Zeitpunkt auszuwählen, jedoch gibt es auch noch einige andere Faktoren, die unbedingt beachtet werden müssen. Einen wahren Mehrwert für die Pflanzen- und Tierwelt schaffst du mit deiner Blühwiese nur, wenn du sie mehrjährig stehen lässt. Dazu solltest du auch spezielles, mehrjähriges Saatgut nutzen. Hier sind Pflanzen enthalten, die über mehrere Jahre blühen und die Insekten können sich so in der Blühwiese richtig heimisch fühlen. 

Denn auch im Winter, wenn keine Pflanze blüht, nutzen die Insekten die Stängel der verblühten Blumen als Unterschlupf vor der Kälte oder Feinden. Im nächsten Jahr erfreuen sie sich dann wieder an den bunten, nahrhaften Blüten. 

Die besonderen Bedingungen in deiner Region machen auch einen Unterschied: Gute Blühmischungen unterscheiden sich je nach Region – ob Nord, Ost, West oder Süd – in ihrer Zusammensetzung. Also kaufe nicht irgendein Saatgut, sondern achte auf den regionalen Ursprung des Saatguts.

Worauf du noch achten solltest, ist die Zusammensetzung: Deine Blühwiese ist umso besser für die Artenvielfalt, je mehr verschiedene Pflanzenarten enthalten sind. Oftmals gibt es Blühmischungen mit nur wenigen Arten. Diese sollen dann besonders schön aussehen und enthalten beispielsweise viele Sonnenblumen oder viel Phacelia, liefern aber kein breites Nahrungsangebot für die Insekten und wenn die Blüte der wenigen Pflanzenarten vorbei ist, gibt es für die Insekten nicht mehr viel zu holen: Also besorge dir eine Blühmischung mit vielen verschiedenen Arten und erfreue dich von April bis Dezember an den vielen Blüten und Insekten. Gutes mehrjähriges Blühsaatgut sollte mindestens 30 verschiedene Pflanzensamen enthalten.

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Blühwiese von Artenglück mit Infotafel in Bückeburg

Vorteile der Frühjahrsaussaat: Neubeginn mit dem Frühling

Im Frühling beginnt das Erwachen nach dem Winter und die Welt um uns herum wird wieder grün und bunt. Ein optimaler Zeitpunkt für die Aussaat deiner Blühwiese? Tatsächlich ist die Aussaat von April bis Mai ein guter Termin für die Aussaat. Der Boden sollte noch feucht vom Winter sein und die Temperaturen steigen langsam. Durch diese Wetterbedingungen wird der Keimprozess der Samen gefördert. Im Frühling haben wir zumeist auch etwas Regen, der den Boden festigt und dafür sorgt, dass die Samen in der ursprünglichen Position gehalten werden. Ein weiterer großer Vorteil von der Aussaat im Frühjahr ist die natürliche Schädlingsbekämpfung. Viele nützliche Insekten werden im Frühjahr aktiv und helfen dann, Schädlinge auf den Blühwiesen in Schach zu halten. Zu den Schädlingen gehören zum Beispiel Läuse, Schnecken oder Milben. 

Die Frühjahrsaussaat ist auch besonders gut für die Spontanen unter euch geeignet. Wollt ihr noch im selben Jahr Blüten sehen? Dann sät im Frühjahr aus und erfreut euch nur wenige Wochen später an den ersten Blüten. Von der Aussaat bis zur ersten Blüte vergehen bei optimalen Bedingungen lediglich sechs bis acht Wochen. Und falls die Samen doch mal nicht keimen sollten, hast du mit der Aussaat im Frühjahr eine höhere Flexibilität. Denn: Eine Nachsaat im Sommer ist immer möglich und kann deiner Blühwiese bei einem Fehlstart doch noch auf die richtige Bahn verhelfen. 

Falls du dich nun für die Aussaat im Frühjahr entscheidest, wäre es gut, in einem Gebiet mit genügend Niederschlag im Frühjahr zu leben und wenig Spätfröste zu haben. Wenn es im Frühjahr bereits zu trocken ist, haben die Pflanzen deiner Blühwiese Probleme, sich gegen das meist trockentolerante Unkraut durchzusetzen. Dieses benötigt weniger Wasser und es besteht die Gefahr, dass einige deiner Blühpflanzen verdrängt werden. Hier könntest du bei deiner eigenen Blühwiese im Garten mit etwas Gießen nachhelfen, falls das Frühjahr in deiner Region zu trocken ist. 

Falls du noch auf der Suche nach geeignetem Blühsaatgut für das Frühjahr bist, dann schau auch mal hier vorbei

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Blühwiese von Artenglück mit Infotafel in Isernhagen

Vorteile der Spätsommeraussaat: Vorsprung für das nächste Jahr 

Im Spätsommer, wenn die Blütezeit vieler Pflanzen schon vorbei ist, ist auch eine Blühwiesenaussaat möglich. Viele wissen das gar nicht und fragen uns häufig nach den Vorteilen. Wenn du schon gedacht hast, dass das Frühjahr der perfekte Aussaatzeitpunkt für dich ist, dann solltest du jetzt besser aufpassen. Die Samen, die im Spätsommer ausgesät werden, haben über Herbst und Winter genügend Zeit zu keimen und Wurzeln zu schlagen. Durch die kühleren Temperaturen wird die Wurzelbildung gefördert und die Pflanzen können kräftiger in das neue Jahr starten. Außerdem können sie sich besser etablieren, da es im Herbst meistens deutlich häufiger regnet und während wir dann lieber im Wohnzimmer mit einer kuscheligen Decke sitzen, zieht die Blühwiese wertvolle Kräfte aus diesem Regen. Die Blühmischung hat im Herbst auch etwas mehr Luft zum Atmen: im Spätsommer und Herbst wachsen Unkräuter nicht so gut wie im Frühjahr und die Blühwiese wird dadurch kaum durch das Unkraut verdrängt. 

Bei der Frühjahrsaussaat haben wir ja den Vorteil, dass die vielen Insekten die Schädlinge in Schach halten. Dieses Problem fällt im Spätsommer etwas weg: Wir haben zwar auch weniger Insekten, aber auch deutlich weniger Schädlinge. Durch den Aussaatzeitpunkt im Spätsommer und den kräftigen Start ins Frühjahr, fangen diese Pflanzen auch schon deutlich früher an zu blühen. Du kannst die ersten Blüten bereits Anfang April erwarten. Dadurch bieten sie den Insekten schon sehr früh Nahrung und einen Lebensraum. Viele Insekten, wie zum Beispiel die Wildbienen, fliegen schon ab März und haben es nicht so leicht, Nahrung zu finden, aber das ist kein Problem, denn die im Spätsommer ausgesäten Blühwiesen stehen dann bereit. 

Ein Unterschied, der euch bei genauem Hinschauen auffallen könnte: Im ersten Frühjahr nach der Aussaat im Spätsommer blühen bereits etwas mehr Pflanzen als bei einer Aussaat im Frühjahr. Das liegt daran, dass einige Wildblumen und Kräuter die Frostperiode für das Aufweichen der Keimschale benötigen. Diesen Vorgang nennt man auch natürliche Stratifikation. Diese Wildkräuter und -blumen gibt es meist auch in der Frühjahrsaussaat. Hier wirst du sie dann im zweiten Jahr der Blüte finden, wenn auch diese Blühwiesen einmal Frost hatten. 

Wenn du in einer Region mit eher höheren Temperaturen im Frühjahr lebst, dann ist die Spätsommeraussaat womöglich die bessere Wahl für dich. Unabhängig von den vielen Vorteilen, erwarten wir fast in jedem Herbst Niederschläge, welche die Keimung fördern. Wenn die Pflanzen sich dann bereits etabliert haben, hat es nicht so große Auswirkungen, wenn das Frühjahr besonders trocken ist. 

Falls du noch auf der Suche nach geeignetem Blühsaatgut für den Spätsommer bist, dann schau auch mal hier vorbei.

Fazit

Wie du siehst, hat jeder Aussaatzeitpunkt seine Vorteile und jeder muss für sich selbst entscheiden, welcher Zeitpunkt einem besser passt. Wir von Artenglück nutzen sehr gerne beide Aussaatzeitpunkt und pflanzen unsere Blühwiesen im Frühjahr und im Spätsommer an. So haben wir über das gesamte Jahr die verschiedensten Blüten in allen Regionen Deutschlands. Dabei können wir auch prima die Unterschiede sehen und haben so bereits viele Erfahrungen gesammelt. 

 

Falls du auch eine Blühwiese haben möchtest und den Insekten und vielen anderen Tieren einer Blühwiese einen Lebensraum und Nahrungsquellen geben möchtest, aber keinen eigenen Platz für eine Blühwiese hast, dann kannst du bei uns auch eine Blühpatenschaft abschließen. Bei dieser kannst du dir eine Größe und die Region deiner Blühwiese aussuchen und wir säen sie beim nächstmöglichen Aussaatzeitpunkt mit aus. Lass die Welt um dich herum in bunten Farben erblühen und erfreue dich an dem Summen und Brummen der Insekten!

Aber auch eine Blühwiese im eigenen Garten ist eine prima Idee! Wenn du gerne eine Blühwiese auf einer Fläche haben möchtest, auf der momentan noch Rasen ist, dann haben wir hier bereits eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für dich geschrieben. Dort erfährst du auch, worauf du bei der Bodenvorbereitung achten solltest und welche weiteren Maßnahmen unseren Insekten an der Blühwiese helfen.

Auch die Aussaat einer Blühwiese für dein Unternehmen ist sowohl im Frühjahr als auch im Spätsommer möglich. Hierbei achten wir darauf, dass die Fläche maximal 30 Kilometer um deinen Wunschstandort herum entsteht. Und falls dein Unternehmen selbst mit anpacken möchte, ist die Aussaat natürlich auch als Teamevent möglich! Dabei könnt ihr einiges über die Pflanzen auf der Blühwiese und das Saatgut lernen und eure eigene, mit der Hand ausgesäte Blühwiese entstehen lassen.

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Blühwiese von Artenglück in Bremen

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How to: Wie man seinen Rasen in eine bunte Blühwiese verwandelt

How to: Wie man seinen Rasen in eine bunte Blühwiese verwandelt

In 6 einfachen Schritten vom Rasen zur Blühwiese:

Hast du genug von deinem langweiligen, eintönigen Rasen im Garten? Möchtest du etwas Farbe und Leben in deine grüne Oase bringen? Dann ist eine Blumenwiese in deinem Garten genau das Richtige für dich! In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deinen Rasen in eine wunderschöne, blühende Landschaft verwandelst.

Was benötige ich für eine Blühwiese im Garten?
Spaten, Harke, Blühsaatgut, ggf. gelber Sand, ggf. Walze 

Schritt 1: Welcher Standort im Garten ist der Richtige für eine Blühwiese?

Bevor du dir die Hände schmutzig machst, solltest du zuerst überlegen, welches Rasenstück in deinem Garten zur Blühwiese werden soll. Optimal wäre ein Bereich mit viel Sonne und gut durchlässigem Boden. Diese Bedingungen gefallen den Wildblumen und -kräutern meist sehr gut. Wenn dies in deinem Garten nicht möglich sein sollte, dann ist es aber auch kein Problem. Auch unter schattigen Bedingungen können bestimmte schattenfreundliche Blühpflanzen wachsen. Falls der Boden nicht durchlässig genug sein sollte, erklären wir dir unten, was du tun kannst, um ihn zu einem optimalen Beet für deine Blühwiese zu verwandeln. 

Schritt 2: Wie bereite ich den Boden für die Blühwiese im Garten vor?

Bevor du deine Blühwiese anlegen kannst, solltest du dir erst noch deinen Boden etwas genauer anschauen. Mähe dazu zuerst einmal deinen Rasen.
Überlege dir vorher, wie groß deine Blühwiese sein soll. Dazu kannst du dein Rasenstück mit einem Zollstock oder Ähnlichem ausmessen oder du legst einfach drauf los und schaust, wie groß die Blühwiese werden soll.
Zur weiteren Vorbereitung solltest du den Boden bearbeiten. Grabe ihn dazu am besten mit einem Spaten um. Aber achte darauf, nicht zu tief zu graben, um das Bodenleben und die Mikroorganismen nicht zu sehr zu stören. Eine gute Tiefe, die dafür vollkommen ausreicht, ist 15 cm. Ein gesunder Boden ist die Grundlage für eine erfolgreiche Blumenwiese. Diese wächst vor allem auf nährstoffarmen und durchlässigen Böden langfristig und gut. Wenn dein Boden sehr nährstoff- und humusreich ist, solltet ihr ihn abmagern. Eine Möglichkeit dies zu tun, besteht darin, Sand einzuarbeiten und den Boden mit dem Sand zu vermischen. Abschließend kannst du den Boden noch mit einer Harke bearbeiten, damit er feinkrümelig wird. Hierdurch wird die Oberfläche geglättet und der Bodenschluss verbessert. 

Schritt 3: Welches Saatgut soll ich für eine Blühwiese im Garten verwenden?

Nun geht es darum, das richtige Saatgut für deine Blumenwiese im Garten auszuwählen. In der Regel eignen sich einheimische Wildblumen und -gräser am besten, da sie an das Klima und die Gegebenheiten angepasst sind und für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten eine wichtige Nahrungsquelle darstellen. Indem du die Vielfalt der Pflanzen in deiner Blühwiese erhöhst, trägst du zum Schutz der Biodiversität bei. Tipp: Am besten direkt hier unser regionales Saatgut bestellen. Eine Saatgutmischung aus verschiedenen ein- und mehrjährigen Blumen und Kräutern sorgt für eine natürliche Optik und bietet den Insekten eine ansprechende Auswahl. Die Pflanzen, die in unserer Blühmischung enthalten sind, sind so abgestimmt, dass von Frühjahr bis Winter immer etwas blüht. Unter anderem finden sich dort Schafgarbe, Margeriten, Ringelblumen, Lichtnelken, Malven, Klee und viele weitere an die Region angepasste Blühpflanzen.

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Schritt 4: Wann ist der optimale Aussaatzeitpunkt für eine Blühwiese?

Der Zeitpunkt der Aussaat spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg deiner Blühwiese. Du hast im Jahr zwei Möglichkeiten, deine Blumenwiese zu säen. Der erste Zeitpunkt ist im Frühjahr, idealerweise zwischen April und Ende Mai. Dadurch kannst du bereits im Frühsommer die ersten Blütenpracht bewundern und das Summen und Brummen der Insekten genießen. Der zweite mögliche Aussaatzeitpunkt liegt im Spätsommer, zwischen August und Oktober. Wenn du zu diesem Zeitpunkt säst, kannst du bereits relativ früh im nächsten Frühjahr, im Mai, die bunten Blüten bestaunen. Überlege also, welcher Zeitpunkt für dich besser passt und besorge das entsprechende Saatgut für die jeweilige Jahreszeit. Beachte, dass unsere Saatgutmischungen auch Wildkräuter enthalten, die erst nach dem Frost durch einen Kältereiz zum Keimen angeregt werden und gedeihen können. Dadurch erblühen unsere mehrjährigen Saatgutmischungen jedes Jahr in verschiedenen Farben.

Schritt 5: Wie säe ich eine Blühwiese aus?

Nachdem die Schritte erledigt sind und du die Entscheidungen getroffen hast, kannst du mit der Aussaat der Blühwiese beginnen. Vermische die Samen mit etwas Sand oder Erde, um sie gleichmäßiger verteilen zu können. Dadurch wird verhindert, dass die Samen zu dicht liegen und sich gegenseitig beim Wachsen stören. Achte darauf, dass du die empfohlene Aussaatstärke der jeweiligen Mischung einhältst, um ein gesundes Wachstum der Pflanzen zu gewährleisten. Nimm dir eine Handvoll Samen-Sand-Gemisch und verteile es mit etwas Schwung auf der aufgelockerten Erde um dich herum. Merke dir dabei, an welchen Stellen du bereits Saatgut verteilst hast, um keine Stellen doppelt auszusäen oder orientiere dich an dem hellen Sand, den du mit deinem Saatgut vermischt hast. Im Anschluss kannst du die Samen, zum Beispiel mit einer Walze, in den Boden andrücken. Dadurch entsteht ein direkter Kontakt zum Boden und die Samen können besser im feuchten Boden keimen. Falls du keine Walze hast, kannst du das Saatgut auch einfach mit deinen Füßen festtreten. Falls zur Aussaat trockene Bedingungen vorherrschen, solltest du die Fläche anschließend gießen, sodass die Samen genügend Feuchtigkeit zum Auflaufen haben.

Lara pflanzt eine Blühwiese im Garten

Schritt 6: Wie pflege ich eine Blühwiese insektenfreundlich?

Das Gute vorweg: Eine Blühwiese im Garten benötigt weniger Pflege als eine Rasenfläche. Um das Wachstum der Pflanzen, besonders am Anfang, zu fördern, kannst du die eingesäte Fläche je nach vorhandener Feuchtigkeit im Boden bewässern. Allerdings ist das nicht unbedingt nötig. Viele Blühpflanzen kommen auch mit recht trockenen Standorten zurecht – zu trocken sollte es aber natürlich auch nicht sein.
Im weiteren Wachstumsverlauf heißt es: Abwarten. Hier sind keine Pflegeschritte notwendig und du kannst ganz entspannt der Natur ihren Lauf überlassen.
Im Spätsommer wirst du feststellen, dass die Blühwiese ihre Schönheit und Masse an Blüten langsam verlieren wird – das ist allerdings kein Grund zur Sorge. Unsere Blühmischung ist z.B. so abgestimmt, dass bis in den Winter hinein immer etwas blüht. Sollte es dir aber irgendwann zu wild aussehen, dann könntest du die Blühwiese bereits im Spätsommer / Herbst mähen. Durch diesen Pflegeschnitt bringst du wieder Licht an die Erde, sodass die ausgefallenen Samen und die Wildkräuter in der Erde wieder keimen können.
Tipp: Um den Boden mager zu halten und um mehr Licht an die Erdoberfläche gelangen zu lassen, solltest du das Mahdgut abtragen.
Wichtig: Mähe am besten niemals die gesamte Blühwiese auf einmal. Lass dabei immer einige Pflanzen stehen, damit die Insekten in deiner Blühwiese einen Unterschlupf finden können. Dazu gibt es die Möglichkeit, die Blühwiese in deinem Garten streifenweise zu mähen. So können die Insekten in den benachbarten Streifen ziehen und die Pflanzen im gemähten Streifen können prächtig wachsen. Sobald die gemähten Streifen wieder ordentlich gewachsen sind, kannst du den Rest mähen (je nach Vegetation: ca. 4-6 Wochen).
Um insektenschonend zu mähen, solltest du einen Balkenmäher oder Ähnliches verwenden. So fallen die Pflanzen nur sanft um und die Insekten werden nicht großartig gestört.

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Was sollte ich bei meiner Blühwiese im Garten noch alles beachten?

Einen besonderen Mehrwert für die heimischen Arten und deinen Garten erreichst du, wenn deine Blühwiese mehrjährig ist. Manche wertvollen Blühpflanzen, wie zum Beispiel die Wilde Möhre, bilden erst im 2. Jahr Samen und zeigen ihre Blüten. Andere von Insekten geliebte Blühpflanzen benötigen ein Jahr Keimruhe in der Erde und wachsen überhaupt erst im zweiten Jahr.
Und besonders für die Insekten ist es gewinnbringend, wenn die Blühwiese mehrjährig ist. Eine einjährige Blühwiese, die im Sommer blüht, dient als Futterquelle für die Insekten. Eine Blühwiese, die für mehrere Jahre bestehen bleibt, dient über den Sommer als Futterquelle und ab dem zweiten Jahr auch als Lebensraum. Über den Winter legen die Insekten ihre Eier in der Erdoberfläche und in den Pflanzenstängeln ab, sodass sie im nächsten Frühjahr hier schlüpfen können.
Mähe deine Blühwiese also nicht nach einem Sommer komplett ab und säe dann wieder neu aus, sondern investiere ruhig etwas mehr in eine mehrjährige Saatgutmischung und gib den Insekten einen lang bestehenden Lebensraum mit einer von Jahr zu Jahr wechselnden Blütenpracht.

Was kann man sonst noch gutes für Insekten im Garten tun?

Falls es möglich ist, kannst du in der Nähe deiner Blühwiese ein Insektenhotel hinstellen. Dieses dient den Insekten als Lebensraum und bietet den Insekten Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten. Dabei solltest du darauf achten, dass das Holz nicht bearbeitet ist und die Schilfröhrchen groß genug sind, um ein Hineinkriechen der kleinen Tiere ermöglichen zu können. Wenn du diese Dinge beachtest, kannst du schon bald eine Vielzahl von Insekten in deinem Insektenhotel bestaunen.

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Fazit:

Eine Blumenwiese ist nicht nur eine schöne Alternative zum Rasen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Schutz von Biodiversität und Umwelt. Durch die richtige Auswahl und Pflege der Pflanzen kannst du eine einzigartige, blühende Landschaft schaffen, welche nicht nur dich, sondern auch zahlreiche Insekten und Tiere begeistern wird. Also los, probiere es aus und lass deine grüne Oase erblühen!

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Eine Blumenuhr im Garten selber anlegen

Eine Blumenuhr im Garten selber anlegen

Eine Blumenuhr im Garten selber anlegen

Die Zeit durch die Sprache der Natur ablesen? Diese Idee hatte Carl von Linné im 18. Jahrhundert. Ihm fiel auf, dass bestimmte Blüten sich zu bestimmten Zeiten öffnen und schließen und hielt diese Beobachtungen fest. Noch heute werden in Gärten Blumenuhren nach der Idee Linnés angelegt und ermöglichen das Ablesen der Uhrzeit.

Kornblume in Blühwiese

Warum öffnen und schließen die Blüten zu unterschiedlichen Zeiten? 

Um nicht um bestäubende Insekten zu konkurrieren, haben die Pflanzen ihre Blüten an die verschiedenen Bestäuber angepasst und öffnen sich nur dann, wenn die Insekten unterwegs sind, von denen sie bestäubt werden können. Auch durch die Wetterbedingungen und das Klima variiert die Blütezeit der einzelnen Pflanzen stark. So öffnen sich z.B. einige Blüten bei starkem Regen den ganzen Tag über nicht.

 

Möchtest auch Du eine eigene Blumenuhr selber im Garten anlegen? Dann haben wir hier ein paar Tipps und Vorschläge für Dich:

 

1. Richte Deine Blumenuhr nach Süden aus und lege das Beet für die Uhr am besten in Hanglage an. Auch ein Aussäen im Hochbeet ist möglich. 

2. Passe Deine Blumen an die jeweiligen Bedingungen an. Erfinder Linné lebte damals in Schweden. Dort sind die Sommertage länger als in Deutschland. Aus diesem Grund musste die ursprüngliche Blumenuhr immer wieder angepasst werden, um auch in anderen Regionen bestehen zu können.

3. Probiere es am besten einfach mal in Deiner Region aus: Pflanze verschiedene Blumenarten in Deinem Garten, beobachte sie eine Weile und schreibe Dir am besten auf, zu welcher Tageszeit sie blühen. Jeder Garten ist anders und so kommen teilweise sehr verschiedene Blütezeiten zustande.

Biene auf einer Lavendelblüte

Hier ein Beispiel für Nordeuropa: Welche Blüten öffnen zu welcher Uhrzeit?

Wenn Du Deine Uhr in 12 Bereiche unterteilen willst, dann kannst Du folgende Blumen für Deine Blumenuhr ausprobieren:
Bedenke: Für jeden Garten ist es unterschiedlich – deswegen musst Du es immer für Deinen Garten anpassen.

Öffnungszeiten:

3-5 Uhr: Wiesen-Bocksbart

4-5 Uhr: Kürbis

5 Uhr: Mohnblume, Wegwarte

6 Uhr: Distel

7 Uhr: Seerose

8 Uhr: Echte Schlüsselblume, Acker-Gauchheil

9 Uhr: Gänseblume, Pfingstnelke

10 Uhr: Stockrose, Sauerampfer

11 Uhr: Rote Mittagsblume, Gemüse-Gänsedistel

12 Uhr: Gazanie

13 Uhr: Tigerlilie

14 Uhr: Löwenzahn

16 Uhr: Wunderblume, Nachtkerze

20 Uhr: Primel

 

Wenn Du Dich nach dem Schließen der Blüten richten willst, dann stehen Dir folgende Blüten zur Auswahl:

14 Uhr: Endivien

15 Uhr: Kürbis

16 Uhr: Huflattich

17 Uhr: Seerose

18 Uhr: Mohnblume

21 Uhr: Echte Schlüsselblume

Biene auf einer Lavendelblüte

Geht das ganze auch etwas einfacher?

Wenn Dir das alles jetzt zu kompliziert erscheint und Du nicht lange ausprobieren möchtest, welche Pflanzen bei den Bedingungen in Deinem Garten wann blühen, dann kannst Du Deine Blumenuhr auch in vier Teile aufteilen. So hast Du die Möglichkeit, in jedem Viertel Blumen zu kombinieren, die ungefähr zur gleichen Tageszeit blühen. Dazwischen passen dann noch gut ein paar saisonale Blumen, Stauden oder Bodendecker.

 

Hat Dich der Ehrgeiz gepackt und Du möchtest nun eine Blumenuhr anlegen? Dann sende uns sehr gerne Fotos von Deiner Blumenuhr per E-Mail an kontakt@artenglueck.de oder per Instagram Nachricht zu. 

Wir freuen uns!

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Soziales Engagement und Naturschutz vereint

Soziales Engagement und Naturschutz vereint

“Schicke Bank!” “Danke, finden wir auch.😎” – An einigen unserer Blühwiesen findet ihr jetzt Sitzbänke, die nicht nur schick aussehen, sondern auch einen guten Zweck verfolgen! Gemeinsam mit dem Caritasverband Coesfeld e.V.  und Continental haben wir Naturschutz und Soziales vereint. 

 In Zusammenarbeit ist eine Sitzbank für unsere Blühwiesen entstanden, die zum Seele baumeln und verweilen einlädt. Die Sitzbank wurde über den Caritasverband von Menschen mit Beeinträchtigungen gefertigt und ist ein tolles Beispiel dafür, wie wir gemeinsam Hand in Hand Umwelt und soziales Engagement verbinden können.

Artenglück und Caritas Sitzbank

Unser letzter Besuch an den Continental Blühwiesen: Strahlender Sonnenschein und strahlende Gesichter – auf der Sitzbank vom Caritasverband lässt es sich aushalten. ©Frank W. Koch / studio koch

Mit der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Organisationen und der Bündelung von Ressourcen möchten wir dazu beitragen, nachhaltige Lösungen für soziale und ökologische Herausforderungen zu schaffen. 

 

Der Caritasverband 

“Der Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V. hat die Aufgabe, Menschen in ihren jeweiligen Lebensumständen und Notlagen zu helfen, ihre Würde zu schützen, das solidarische Zusammenleben zu fördern und sich für ein Leben in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen.” (Quelle:  https://www.caritas-coesfeld.de/verband/wir-ueber-uns

Vereinigung von sozialem und ökologischem Engagement 

Die Sitzbänke dienen nicht nur als Rastplatz für Wanderer, Radfahrer und Blühwiesenbesucher und Bersucherinnen, sondern auch als ein Ort der Begegnung, an dem sich Menschen über die Bedeutung von Naturschutz und sozialer Inklusion  informieren und austauschen können.

Also, auf geht’s zur Blühwiese. 

 Einfach mal die Sonne genießen und dem Summen und Brummen der Bienen, Hummeln und Co. auf der Blühwiese lauschen – was gibt es Schöneres?! 

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