Blumen im Winter?! – Das passiert mit den Blühwiesen im Winter

Blumen im Winter?! – Das passiert mit den Blühwiesen im Winter

Blumen im Winter?! – Das passiert mit den Blühwiesen im Winter

Ein farbenfroher Teppich aus Wildblumen schmückt im Sommer die Landschaft. In ihm tummeln sich Wildbienen, Schmetterlinge, Käfer und andere Insekten. Jetzt, wo der Herbst sich dem Ende neigt und der Winter immer näher rückt, färben sich nicht nur die Laubbäume wundervoll bunt und verlieren ihre Blätter. Auch die Blumen auf den Blühwiesen bereiten sich auf den langen Winter vor.

In diesem Blogartikel werfen wir einen näheren Blick darauf, was mit den Wildblumen auf den Blühwiesen im Winter passiert und wie die verschiedenen Tiere und Insekten sich auf den bevorstehenden Winter vorbereiten. Dieser Prozess ist faszinierend und gibt uns einen Einblick in die erstaunliche Anpassungsfähigkeit der Pflanzen- und Tierwelt.

Geheimnisse der Wildblumen im Herbst: Vorbereitung auf den Winter

Der Herbst ist eine faszinierende Jahreszeit, in der sich die Natur auf den Winter vorbereitet. Während die Blätter der Bäume in leuchtenden Farben erstrahlen und langsam beginnen ihre Blätter zu verlieren, beginnen viele Wildblumen mit ihrem ganz eigenen Prozess, um sich auf die kalten Monate vorzubereiten. 

Eine bemerkenswerte Anpassung, die Wildblumen im Herbst vornehmen, ist das Zurückziehen von Nährstoffen in ihre Wurzeln. Dieser Prozess, auch als Seneszenz bezeichnet, ermöglicht es den Pflanzen, ihre wertvollen Ressourcen über den Winter hinweg zu konservieren. Während die Blätter welken und abfallen, werden die Nährstoffe in den Wurzeln gespeichert, um im Frühling erneut genutzt zu werden.

Einige Pflanzen bilden im Herbst Samenkapseln oder Früchte aus. Diese dienen nicht nur der Vermehrung der Pflanzen, sondern sind ebenfalls eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und andere Tiere. Während die Tiere sich von den Früchten ernähren, tragen sie unwissentlich zur Verbreitung der Pflanzen bei. 

Einige Wildblumen haben im Gegensatz zu anderen Pflanzenarten einen zweijährigen Wachstumszyklus. Ein Beispiel dafür ist die Königskerze.

Kornblume in Blühwiese

Im ersten Jahr bildet sie eine Blattrosette und investiert all ihre Energie in die Entwicklung ihrer Wurzeln. Im folgenden Jahr wächst aus dieser Blattrosette dann eine Blüte heran, welche ebenfalls Samen enthält. Dieser Lebenszyklus ermöglicht es den Pflanzen, sich optimal an ihre Umgebung anzupassen und erlaubt es ihnen, sich erfolgreich zu verbreiten.

Während die Wildblumen im Herbst ihre Nährstoffe zentrieren (Verlagerung der Nährstoffe aus den Blättern in die Wurzeln oder andere Speicherorgane wie Zwiebeln) und damit ihre Blätter welken, behalten Gräser ihre Struktur häufig bei und betreiben so lange wie möglich Fotosynthese.  Verschiedene Tier- und Pflanzenarten können in den dichten Grasbüscheln Schutz vor den winterlichen Witterungen finden.

Warum wir unsere Blühwiesen auch im Winter stehen lassen 

Blühwiesen sind ein wichtiger Bestandteil des Naturschutzes und tragen zur Förderung der Biodiversität und zur Erhaltung von Lebensräumen für Insekten und andere Tiere bei. 

Eine Frage, welche uns häufig gestellt wird, ist, weshalb wir unsere Blühwiesen mehrjährig anlegen und warum wir diese nicht einfach vor dem Winter abmähen und im Frühjahr neu aussäen.

Die Antwort darauf ist, dass die Pflanzen der Blühwiese im Winter zwar kein Angebot mehr an Pollen und Nektar als Futterquelle für die Insekten bieten. Dennoch haben sie weiterhin eine wichtige Funktion: Zum einen speichern die Pflanzenreste CO₂. Zum anderen dienen Blühwiesen auch im Winter als Lebensraum für zahlreiche Insekten, welche in den Stängeln überwintern. Mehr dazu, wie Insekten in den Blühwiesen überwintern, findest du im nächsten Abschnitt.

Neben dem Schutz vor den winterlichen Witterungen tragen mehrjährige Blühwiesen zur Bodengesundheit bei. Jährliche Bodenbearbeitung, um jedes Frühjahr neue Blühwiesen anzulegen, könnte die Bodengesundheit beeinträchtigen und die Lebensräume von Bodenorganismen wie z.B. den Regenwürmern beeinträchtigen. Regenwürmer sind von entscheidender Bedeutung, um die Bodenstruktur zu verbessern und Nährstoffe im Boden zu zirkulieren. Durch das Anlegen von mehrjährigen Blühwiesen bleibt der Boden intakt. Dies trägt langfristig zu einer gesünderen Umwelt bei.

Wildbienen im Winter: Ihre erstaunliche Überlebensstrategie

Wildbienen sind faszinierende Tiere, welche häufig im Schatten ihrer berühmten Verwandten, den Honigbienen stehen. Sobald der Herbst kommt und die Natur sich langsam aber sicher auf den Winter vorbereitet, zeigen Wildbienen erstaunliche Fähigkeiten, um sich an die veränderte Umgebung anzupassen und um den Winter zu überleben. 

Viele Wildbienenarten leben, im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Honigbienen solitär. Dies bedeutet, dass sie alleine leben und Nester anlegen. Im Sommer legen sie ihre Eier in diese Nester und versorgen ihre Larven mit Pollen und Nektar. 

Im Herbst haben die Larven ihre Entwicklung größtenteils abgeschlossen und verpuppen sich. Die verpuppten Larven der Wildbienen überwintern in ihren Nestern, die sich oft in totem Holz, in der Erde oder in hohlen Stängeln befinden. Diese Nester dienen als Schutz vor den niedrigen Temperaturen und anderen widrigen Bedingungen des Winters. Die Winterruhe erlaubt es den Wildbienen, die Wintermonate geschützt zu überstehen. Sobald es Frühling wird, schlüpfen die jungen Bienen aus ihren Zellen.

Im Gegensatz zu Wildbienen leben die Honigbienen innerhalb ihrer Gemeinschaft und halten in ihrem Bienenstock Winterruhe. Sie ernähren sich von den Vorräten, die sie im Sommer gesammelt haben. Dazu zählen Honig und Pollen.

Wie überleben Schmetterlinge den Winter?

Schmetterlinge überwintern in einer Vielzahl von Entwicklungsstadien. Abhängig, je nach Art, überwintern sie als Ei, Larve, Puppe oder sogar als erwachsener Falter. Die Schmetterlingsarten Admiral oder Tagpfauenauge überwintern beispielsweise als ausgewachsener Falter in Hohlräumen.

Kornblume in Blühwiese

Bei diesen Hohlräumen kann es sich auch um deinen Schuppen handeln. Aber auch Dachböden oder Baumhöhlen nutzten die Tiere als Rückzugsort. In dieser Phase verlangsamen sie ihren Stoffwechsel stark. Dies erlaubt ihnen ausreichend Energie zu sparen, um den niedrigen Temperaturen zu trotzen.

Andere Schmetterlingsarten, wie die des kleine Wiesenvögelchen überwintern als Larve in der Vegetation. Diese Larven finden Schutz unter Blättern oder in Grashalmen der Blühwiesen und verbringen die Wintermonate in einem Zustand der Diapause, einer Art Winterruhe.

Exkurs – Zecken im Herbst

Während der Gedanke an Zecken im Sommer bei den meisten Menschen noch recht präsent ist, denken vermutlich die wenigsten im Herbst und Winter über diese kleinen Tiere nach. Kein Wunder, wo Mücken, Wespen und andere Insekten in diesen kalten Jahreszeiten auch weniger präsent sind.

Jedoch, anders als viele Insekten, die im Winter in die Winterstarre gehen, um Energie zu sparen, bleiben Zecken aktiv und suchen nach Wirten, um sich zu ernähren. Dies sind meistens Tiere mit Fell, wie z.B.  Mäuse und Rehe. Sie dienen als Schutz und die Zecken ernähren sich von ihnen. 

Überwintern Zecken nicht an einem Wirt, suchen sich Zecken einen geschützten Ort, um den Winter zu überdauern. Dies können Spalten in einer Baumrinde, unter Laub oder in Totholz sein. Diese Orte bieten der Zecke eine hohe Luftfeuchtigkeit und Schutz vor kalten Temperaturen. Zudem nutzen sie Nester von Mäusen oder Fuchshöhlen als Verstecke. Eine dicke Schneedecke gefällt Zecken übrigens auch. Denn unter ihr ist es wärmer als der Gefrierpunkt.

Ein weiterer Überlebensmechanismus von Zecken im Winter ist die Eiablage. Weibliche Zecken legen im Herbst ihre Eier an geschützten Orten ab und sterben dann. Die Eier überwintern und im Frühjahr schlüpfen die Larven, um sich auf die Suche nach Wirten zu machen.

Sobald die Temperatur jedoch unter 4 °C fällt, sind Zecken weniger aktiv. In dieser Phase gehen auch Zecken in eine Art Winterstarre, um ihren Stoffwechselprozess zu reduzieren. In diesem Zustand können sie Wochen bis Monate ohne Nahrung auskommen. Zecken werden aktiv, sobald es mehrere Tage lang sieben Grad Celsius oder wärmer ist. In Deutschland erstreckt sich die Zeckensaison normalerweise von Februar bis Oktober, kann aber je nach Wetter variieren. Bei milden Wintern erwachen Zecken frühzeitig, oder sie verfallen gar nicht in die Starre. Dies zeigt, dass Zecken zunehmend das ganze Jahr über aktiv sind.

Unabhängig von der Jahreszeit ist Vorsicht vor Zecken geboten, da sie gefährliche Krankheitserreger übertragen können. Schutzmaßnahmen wie lange Kleidung, festes Schuhwerk und regelmäßige Kontrollen des Körpers sind sinnvoll. Bei einem Zeckenstich sollte die Zecke vorsichtig mit einer Pinzette oder Zeckenzange entfernt werden. Insgesamt erfordert die Anwesenheit von Zecken, auch im Winter, Aufmerksamkeit und Vorsicht während Outdoor-Aktivitäten, unabhängig von der Temperatur.

Insekten im Winter

Hast du dich auch schon mal gefragt, wo die vielen kleinen Tierchen, welche im Sommer so zahlreich durch die Luft schwirren oder eifrig durchs Gras rascheln, im Winter sind?Kaum neigt sich der Herbst dem Ende zu, scheinen die Insekten wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Und tatsächlich sind sie das in gewisser Weise auch. Ebenso wie Wildbienen oder Schmetterlinge haben Käfer und andere Insekten ihre ganz eigene Überlebensstrategie, um durch den Winter zu kommen. 

Um sich vor den winterlichen Bedingungen zu schützen, graben sich viele Käfer bereits im Herbst in den Boden ein. Dieses unterirdische Versteck bietet den kleinen Tierchen nicht nur Schutz vor den eisigen Temperaturen, auch schützt es sie vor Fressfeinden. Andere Insekten suchen Unterschlupf unter Laub oder Steinen. Insekten wie zum Beispiel Wanzen, Heuschrecken und Zikaden überwintern in der Diapause. Dieser Zustand fährt den Stoffwechsel auf ein Minimales herunter und ermöglicht den Insekten ausreichend Energie zu sparen, um durch den Winter zu kommen. Andere Insektenarten, welche im Normalfall den Winter nicht überleben, nutzen eine andere Strategie, um ihre Nachkommen durch den Winter zu bringen. Zu diesen Insekten zählt beispielsweise der Marienkäfer. Während die erwachsenen Tiere im Herbst sterben, überstehen ihre Nachkommen den Winter als Ei oder als Larven. Bevor die Weibchen sterben, legen sie ungefähr 1800 bis 3500 Eier. Um die Eier vor winterlichen Wettereinflüssen und Fressfeinden zu schützen, legen die Weibchen ihre Eier unter Blätter, in Rinden oder im lockeren Erdboden ab. In diesen Verstecken sind die Eier etwas isoliert. Im Laufe der Zeit entwickeln sich aus diesen Eiern Larven, welche im Frühling als adulte Marienkäfer hervorkommen. Trotz der Bemühungen des Weibchens wachsen aus den bis zu 3500 Eiern nur wenige Marienkäfer heran.

Ganzjährige Bedeutung der Wildblumen

Egal ob Schmetterling, Marienkäfer oder Wildbienen. Jede Art hat ihre ganz eigene faszinierende Überlebensstrategie, um der kalten Jahreszeit zu trotzen und im Frühjahr unsere Wiesen, Felder und Gärten erneut zu beleben. 

Kornblume in Blühwiese

Nicht nur im Sommer spielen die Wildblumenwiesen eine wichtige Rolle als Lebensraum für diese Tierchen. Auch im Winter, selbst wenn die Blüten und Pflanzen verblüht und verwelkt sind, bieten Blühwiesen einen Lebensraum und einen Rückzugsort. Auch bieten die Samen vieler Wildblumen im Herbst und Winter eine wichtige Nahrungsquelle für Vögel und Kleintiere. Damit unterstreicht die Blühwiese, mit ihren vielfältigen Funktionen ihre ganzjährige Bedeutung für die Biodiversität.

FAZIT

Blühwiesen haben auch im Winter eine wichtige Funktion, indem sie Lebensräume für Insekten schaffen und diese dort auch ihre Larven für die Vermehrung sicher ablegen können. 

Auch wenn Blühwiesen im Winter vielleicht gräulich-bräunlich aussehen, sind sie voller Leben! 

Unterstütze du jetzt auch das Leben in den Blühwiesen mit einer Patenschaft in deiner Region – das ist du auch ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk für deine Liebsten. 

ARTENPOST

DU WILLST WISSEN, WAS AUF DEINER BLÜHWIESE & CO. GERADE LOS IST?

Klimaresistente Mischwälder: Eine Antwort auf den Klimawandel

Klimaresistente Mischwälder: Eine Antwort auf den Klimawandel

Klimaresistente Mischwälder: Eine Antwort auf den Klimawandel

Der Klimawandel ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Die steigenden Temperaturen und häufiger auftretende Extremwetterereignisse bedrohen die Gesundheit und die Zukunft unserer Wälder. Eine mögliche Lösung, um den Auswirkungen des Klimawandels entgegenzuwirken, sind klimaresistente Mischwälder. 

In diesem Blogartikel klären wir, was klimaresistente Wälder sind, welchen ökologischen Mehrwert sie bieten, worauf es bei einer Wiederaufforstung ankommt und wie Du dabei helfen kannst unsere Wälder in Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder aufzuforsten. 

Darüber hinaus geben wir Dir einen kleinen Einblick in unser erst kürzlich durchgeführtes Wiederaufforstungsevent in der Lüneburger Heide gemeinsam mit den Mitarbeitenden unseres Unternehmenspaten Mondelez.

Was sind klimaresistente Mischwälder?

Diese Wälder bestehen aus einer Vielzahl verschiedener Baumarten statt Monokultur. Mischwälder können besser auf Veränderungen im Klima reagieren. In Anbetracht der Klimaveränderungen und der steigenden Temperaturen sowie der Zunahme von Dürreperioden und Extremwetterereignissen ist es wichtig, widerstandsfähigere Mischwälder anzupflanzen. Durch die Kombination von verschiedenen Baumarten bilden sie ein stabiles Ökosystem.

In Deutschland gibt es viele verschiedene Baumarten, die als klimaresistent gelten und in Mischwäldern eingesetzt werden können. Beispiele sind die Traubeneiche, die Hainbuche, die Winterlinde und der Feldahorn. Sie sind allesamt trockenheitstolerant und sehr widerstandsfähig. Welche Baumarten jedoch wirklich gepflanzt werden sollten, damit ein klimaresistenter Mischwald entsteht, variiert von Standort zu Standort, da örtliche Bedingungen eine zentrale Rolle bei der Auswahl der geeigneten Baumarten spielen.

Kornblume in Blühwiese

Warum Trockenheit und Borkenkäferbefall unsere Wälder bedrohen

Der Klimawandel hat in den letzten Jahren zu immer längeren und intensiveren Dürreperioden geführt.  Durch den ausbleibenden Regen und den damit sinkenden Grundwasserspiegel können sich vor allem Flachwurzler wie beispielsweise die Fichte und andere Nadelbäume nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgen. Die Trockenheit schwächt die Bäume, indem sie ihren Wasserhaushalt stört und sie so anfälliger für Schädlinge macht. Der Borkenkäfer ist eine der Hauptbedrohungen für geschwächte Wälder. Die gestiegene Anfälligkeit der Bäume aufgrund von Trockenheit bietet den Borkenkäfern ideale Bedingungen, um sich zu verbreiten. Durch die Unterversorgung von Wasser sind die Bäume nicht mehr in der Lage, die klebrige Masse unter der Baumrinde, das Baumharz zu bilden. Eben dieser Baumharz schützt die Bäume jedoch vor Schädlichen, wie dem Borkenkäfer. Durch die nur noch dünne Schicht des Baumharzes können sich die Borkenkäfer einfach durchbohren und so ihre Larven im Inneren der Baumstämme ablegen. Nachdem die Larven geschlüpft sind, beginnen sie, den Baum von innen aus aufzufressen und sich zu vermehren. Wird ein Baum erst einmal von innen zu stark beschädigt, wird er instabil und es besteht die Gefahr, dass er im unteren Drittel abbricht, was den Tod für diesen Baum bedeutet.

In der Vergangenheit wurden häufig aus ganz verschiedenen Gründen Monokulturen geschaffen. In diesen Monokulturen wurde überwiegend nur eine Baumart angebaut. Dies hat Vorteile, beispielsweise eine effizientere Forstwirtschaft. Allerdings bringen diese Monokulturen auch viele Nachteile mit sich. Die Biodiversität sinkt. Zusätzlich sind Monokulturwälder anfälliger für Schädlinge, wie beispielsweise den Borkenkäfer. Mischwälder, welche auch Tiefwurzler wie die Hainbuche und die Eiche beinhalten, sorgen für eine stärkere Resilienz des Waldes. Tiefwurzler sind in der Lage, trotz starker Trockenheit, sich besser mit Wasser zu versorgen, da ihre Wurzeln tiefer in den Boden reichen und so den gesunkenen Grundwasserspiegel noch erreichen können. So sind sie in der Lage, ihre schützende Harzschicht aufrechtzuerhalten und sind so resistenter gegenüber dem Borkenkäfer.

Der ökologische Mehrwert klimaresistenter Mischwälder

Durch die Vielfalt der Baumarten siedeln sich auch zahlreiche andere Pflanzen- und Tierarten an. Es wird also die Biodiversität gefördert und Lebensräume geschaffen. Etwa zwei Drittel der 1,6 Millionen bekannten Tier-, Pflanzen- und Pilzarten der Erde beheimaten Wälder. Klimaresistente Mischwälder fördern die Ökosystemstabilität, indem sie Schädlinge und Krankheiten kontrollieren und das Risiko von abrupten Populationseinbrüchen reduzieren. Des Weiteren wird die Bodenqualität verbessert, da unterschiedliche Baumarten unterschiedliche Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen und somit eine ausgeglichene Nährstoffbilanz gewährleisten. Dies ermöglicht eine nachhaltige Waldwirtschaft, da keine zusätzlichen Düngemittel eingesetzt werden müssen. Durch die Mischung von Baumarten werden die Risiken von Schädlingen, Krankheiten und Trockenheit reduziert. Während einige Baumarten beispielsweise Trockenperioden besser überstehen können, sind andere widerstandsfähiger gegen Schädlinge. In einem klimaresistenten Mischwald haben negative Auswirkungen des Klimawandels daher wie oben erwähnt weniger Einfluss auf den Gesamtbestand der Bäume. Ein weiterer ökologischer Mehrwert liegt in der Verbesserung der Luftqualität. Die Bäume nehmen unterschiedlich viel CO₂ je nach Art auf. Im Vergleich zur Monokultur nehmen Mischwälder besser CO₂ auf und wandeln es in Sauerstoff um. Dies wirkt sich positiv auf das Klima und die Luftqualität in der Region aus.

Die richtige Vorgehensweise bei der Wiederaufforstung

Bei der Wiederaufforstung klimaresistenter Mischwälder gibt es mehrere wichtige Aspekte, die es zu beachten gilt. Eine genaue Planung sowie die Berücksichtigung von ökologischen Faktoren sind dabei von großer Bedeutung.

1. Auswahl der Baumarten: Es ist entscheidend, geeignete Baumarten auszuwählen, die nicht nur widerstandsfähig gegenüber den aktuellen und zukünftigen klimatischen Bedingungen sind, sondern auch den Bedingungen vor Ort (z.B. Boden). Die Auswahl der Baumarten anhand der individuellen Standortbedingungen erfolgt durch Förster und Försterinnen, welche sich in ihrem Forstgebiet bestens auskennen.

2. Vielfalt und Mischkultur: Klimaresistente Mischwälder zeichnen sich durch eine hohe Artenvielfalt aus. Durch die Kombination verschiedener Baumarten entsteht eine größere genetische Vielfalt, die den Wald widerstandsfähiger gegenüber Umweltveränderungen macht. So werden bei Mischwäldern verschiedene Nadelhölzer als auch unterschiedliche Laubbaumarten in einem Waldareal gepflanzt. Zudem können Mischkulturen das Risiko von Schädlingsbefall reduzieren und die Produktivität des Waldes erhöhen.

3. Förderung der natürlichen Regeneration: Es ist wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um die natürliche Regeneration des Waldes zu unterstützen. Dies beinhaltet die Schaffung optimaler Bedingungen für die Keimung und das Wachstum von Bäumen, wie beispielsweise die Verringerung von Konkurrenzpflanzen und den Schutz vor Wildverbiss. Dazu müssen Brombeersträucher, welche die kleinen Baumsetzlinge leicht überwuchern, per Hand zurückgeschnitten werden und Umzäunungen zum Schutz vor Rehen und anderen Tierarten gesetzt werden.

4. Bodenvorbereitung und Bodenqualität: Des Weiteren ist eine fachgerechte Bodenvorbereitung von essentieller Bedeutung. Der Boden sollte auf seine Beschaffenheit und Nährstoffgehalt überprüft werden, um die besten Wachstumsbedingungen für die Bäume zu schaffen. Bei der Pflanzung ist darauf zu achten, dass die Bäume ausreichend Platz haben, um zu wachsen.

5. Monitoring und Anpassung: Es ist wichtig, den Fortschritt der Wiederaufforstung zu überwachen und Anpassungsstrategien zu entwickeln. Durch regelmäßige Überwachung können Probleme frühzeitig erkannt und geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um den Erfolg der Wiederaufforstung zu gewährleisten. Auch die Pflege und ggf. regelmäßiges Gießen (bei starker Trockenheit) der jungen Bäume ist entscheidend für eine erfolgreiche Wiederaufforstung.

Damit die Wiederaufforstung gelingt, ist Fachwissen in den verschiedensten Bereichen notwendig, wie z.B. der Botanik, der Forstwirtschaft und Biodiversität. Wenn Du selbst bei Wiederaufforstungsprojekten unterstützen möchtest, ist es deshalb wichtig, auf erfahrene Organisationen zurückzugreifen.

Kornblume in Blühwiese

Teamevents im Wald

Bei Artenglück forsten wir dank der Unterstützung unserer Paten Wälder in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz wieder auf. Dabei können wir auch Dich auch im Rahmen eines Teamevents mit in den Wald nehmen. Dabei begehen wir die Aufforstungsgebiete, sprechen mit Förstern und Försterinnen, lernen verschiedene Baumarten und den Wald als Ökosystem besser kennen und besprechen, wie bedeutend die Rolle der Artenvielfalt ist. 

Wenn Du auch ein Waldaufforstungsprojekt unterstützen und in Form eines Teamevents dabei sein möchtest, kontaktiere uns unter [email protected].

Beispiel: Wiederaufforstung in der Lüneburger Heide mit Mondelez

Du kannst dir das noch nicht so ganz vorstellen? Kein Problem, wir nehmen dich mit und zusammen werden wir den 35 fleißigen Mitarbeitern von Mondelez, den regionalen Forstwirten und dem Förster bei diesem Event über die Schulter schauen.

Neben viel Spaß, der Stärkung des Teams und des Umweltbewusstsein ist das Hauptziel des Events eine Fläche von etwa einem Hektar mit Mischwald aufzuforsten. Um 9 Uhr morgens bei Morgentau und schwachem Sonnenschein Mitte Oktober startet das Teamevent von Mondelez auf dem Hof Meningen. Nach dem Eintreffen der Mitarbeitenden von Mondelez geht es direkt in den Wald hinein. Nach einem kurzen Fußmarsch von zehn Minuten erreichen wir die Stelle, welche die Forstwirte und der Förster für die Wiederaufforstung bereits vorbereitet haben. Nach einer kurzen Begrüßung und Einweisung werden drei Gruppen unter der Leitung der Forstwirte bzw. des Försters gebildet. Zwei Gruppen starten daraufhin direkt damit, die Baumkeimlinge mit einem Sparten im Abstand von 1,5 Metern in bereits aufgelockerten Boden zu pflanzen. Bei diesem Event in der Lüneburger Heide werden zwei Baumarten gepflanzt. Zum einen die Stieleiche sowie die Winterlinde. Durch das Pflanzen weiterer Baumarten, z.B. Kastanien, seitens der Forstwirte sowie durch die Naturverjüngung, soll in Zukunft auf der Fläche ein Mischwald entstehen. Je nach Region werden andere Baumarten verwendet. 

Kornblume in Blühwiese

Während zwei Gruppen bereits fleißig mit der Wiederaufforstung beschäftigt sind, startet die dritte Gruppe, angeführt durch den Förster Matthias Pantelmann, einen Waldspaziergang. Während des einstündigen Spazierganges erklärt Herr Pantelmann welche Baumarten im Wald ansässig sind, wie die Arbeit eines Försters aussieht, wann welche Bäume zum Fällen ausgewählt werden, welche aktuellen und zukünftigen Bedrohungen der Wald, besonders im Hinblick auf den Klimawandel ausgesetzt ist und welcher Baum sein Lieblingsbaum ist. Im Laufe des Tages bekommen alle Gruppen die Möglichkeit, am Waldspaziergang teilzunehmen.

Kornblume in Blühwiese

Gegen 13 Uhr gibt es eine Mittagspause. Hierfür wurde bereits ein kleines Zelt mit Buffet durch eine regionale Catering Firma aufgebaut. Zu essen gibt es neben vegetarischen Eintopf und Nachtisch Buchweizenspätzle sowie Rindergulasch aus der Region. Nach der Stärkung geht es direkt weiter. Gegen 15:30 Uhr neigt sich das Event dem Ende. Nach einer gemeinsamen Verabschiedung und kollektiven Aufräumen im Wald geht es für die Mitarbeitenden von Mondelez wieder Richtung Bus und nach Hause. 

Dank der  Arbeit vieler fleißiger Hände, der tollen und herzlichen Atmosphäre sowie der fachlichen Unterstützung der Forstwirte wurden so auf der ein Hektar großen Fläche rund 1650 Baumkeimlinge gepflanzt. Die Mitarbeitenden des Forstbetriebes werden noch weitere Keimlinge pflanzen, so dass am Ende 2000 Baumkeimlinge auf dieser Fläche gepflanzt wurden. Aus diesen 2000 Keimlingen sollen etwa 200 Jungbäume wachsen. Durch das enge aneinander Pflanzen soll der Konkurrenzkampf zwischen den Bäumen gefördert werden. Dies sorgt dafür, dass die Bäume im Wettkampf um die Sonne schneller gerade nach oben Richtung Licht wachsen.

Kornblume in Blühwiese

Wie Du und Dein Unternehmen helfen könnt

Du hast Lust Dich an der Wiederaufforstung zu beteiligen oder diese zu unterstützen?!

Bei Artenglück führen wir verschiedene regionale Naturschutzmaßnahmen durch. Darunter die Wiederaufforstung von Mischwäldern in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Dazu arbeiten wir mit Försterinnen und Förstern in der jeweiligen Region zusammen, da diese sich optimal mit den Standortbedingungen auskennen und die nachwachsenden Jungbäume bei Bedarf pflegen.

Indem Du sogenannte Patenschaften abschließt, setzt Du Dich für die Entstehung neuer Waldgebiete ein. Und das in Deiner Region und nicht im entfernten Regenwald. Gerne kannst Du uns auch Deinem Unternehmen oder Deinen Bekannten vorstellen. Jeder Quadratmeter zählt! 

Falls Du Interesse daran hast, zusammen mit Deinem Kollegium oder mit Deinem Team an solch einem Wiederaufforstungsevent teilzunehmen, kontaktiert uns gerne. Dies ist eine tolle Möglichkeit, das Teambuilding und das Umweltbewusstsein innerhalb Deines Teams zu stärken.

FAZIT

Zusammenfassend kann die Wiederaufforstung von klimaresistenten Mischwäldern einen bedeutenden Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel leisten. Sie bieten nicht nur ökologische Vorteile wie die Verbesserung der Biodiversität und Luftqualität, sondern können auch dem Artensterben entgegenwirken. Bei der Wiederaufforstung ist es wichtig, die richtigen Baumarten auszuwählen und eine sorgfältige Bodenvorbereitung sowie Pflege der jungen Bäume vorzunehmen. Nur durch eine ganzheitliche und nachhaltige Herangehensweise kann der Erfolg der Wiederaufforstungsmaßnahmen gewährleistet werden.

ARTENPOST

DU WILLST WISSEN, WAS AUF DEINER BLÜHWIESE & CO. GERADE LOS IST?

Die ESG-Checkliste: Nachhaltigkeit in Eurem Unternehmen

Die ESG-Checkliste: Nachhaltigkeit in Eurem Unternehmen

ESG – Environmental, Social and Governance: Wie Ihr Nachhaltigkeit in Eurem Unternehmen erfolgreich umsetzt! 

In einer Welt, die sich in hohem Tempo verändert, ist Nachhaltigkeit nicht mehr nur ein Trend, sondern ein elementarer Bestandteil für jedes zukunftsorientierte Unternehmen. ESG – Environmental (Umwelt), Social (Soziales) und Governance (Unternehmensführung) – sind die wichtigen Schlüsselsäulen, welche im modernen Unternehmertum den Rahmen für nachhaltiges Wirtschaften bilden. Sie zeigen, dass die moderne Geschäftswelt ganzheitlich und verantwortungsbewusst arbeitet und es nicht nur um die Profitmaximierung geht. Grob gesagt geht es darum, eine ethische und transparente Unternehmensführung zu gewährleisten, einen positiven Einfluss auf die Natur zu haben und soziale Verantwortung zu übernehmen. Aber wie kann ein Unternehmen all dies unter einen Hut bringen und trotzdem wettbewerbsfähig bleiben? In unserem Artikel erklären wir die Bedeutung von ESG und führen praktische Schritte auf, um Nachhaltigkeit im Unternehmen nicht nur zu implementieren, sondern zu einem zentralen Bestandteil der Unternehmenskultur werden zu lassen.

Was ist ESG eigentlich? – Ein kurzer Überblick

ESG steht, wie oben beschrieben, für Environmental, Social and Governance, also Umwelt, Soziales und Unternehmensführung. Hierbei gibt es Kriterien, die ein Unternehmen berücksichtigen muss. Diese sollten in der Unternehmensstrategie inkludiert sein und die Bedürfnisse aller Stakeholder integrieren. Unter dem Begriff “Umwelt” fallen Themen wie Energieeffizienz und Klimawandel, aber auch Abfallmanagement und der Verbrauch von Ressourcen. Zu der Schlüsselrolle “Soziales” werden die Aspekte Inklusion, Sicherheit am Arbeitsplatz sowie die Arbeitsbedingungen gezählt. Und zu guter Letzt geht es bei der “Unternehmensführung” um eine transparente und ethische Führung des Unternehmens sowie um die Einhaltung von Regeln und Gesetzen. 

Je besser das Unternehmen in den einzelnen Bereichen aufgestellt ist, desto besser ist die ESG-Bewertung. Diese ESG-Bewertungen werden vor allem von Investoren gerne für ihre Anlagestrategie genutzt. Durch eine sorgfältige ESG-Strategie haben Unternehmen nicht nur einen besseren Zugang zu Kapital, sondern steigern ihre Wettbewerbsfähigkeit und binden ihre Stakeholder stärker. 

 

Aber wie können Unternehmen ESG sinnvoll umsetzen? Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Checkliste, die Euch dabei helfen kann:

Schritt 1: Definition von Zielen und Werten

Bevor Ihr  ESG-Maßnahmen in Eurem Unternehmen einführen könnt, ist es wichtig, klare Ziele und Werte zu definieren. Überlege, welche Rolle Nachhaltigkeit in Eurem Unternehmen spielen soll und wie du diese Werte in Eure Geschäftsstrategie integrieren kannst. Möchtet Ihr beispielsweise den ökologischen Fußabdruck reduzieren, die Arbeitsbedingungen verbessern oder die Transparenz in der Unternehmensführung erhöhen? Dieser Schritt ist die Grundlage für alle weiteren Schritte und sollte im Einklang mit deinem Unternehmen stehen. Die Ziele und Werte sollten nicht nur für einzelne Maßnahmen angewendet werden können, sondern in der Unternehmenskultur verankert sein und von den Mitarbeitenden geteilt werden. Eine klare Zielsetzung und die regelmäßige Überprüfung dieser, wird Eurem Unternehmen langfristig in der Leitung der ESG-Maßnahmen helfen und schafft zudem Vertrauen von Kunden, Investoren und Mitarbeitern.

Kornblume in Blühwiese

Schritt 2: Einbeziehung der Stakeholder

Die Einbeziehung der Stakeholder ist ein wesentlicher Bestandteil der ESG-Strategie. Stakeholder sind alle, die direkt oder indirekt von Euren unternehmerischen Aktivitäten betroffen sind. Identifiziert und analysiert die Interessen und Erwartungen Eurer Mitarbeiter, Investoren, Kunden, Lieferanten und der Gemeinschaft, in der Ihr tätig seid. Um den Dialog zu pflegen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten. Führt Umfragen oder Gespräche durch, um herauszufinden, welche Themen für sie wichtig sind und welche Maßnahmen sie unterstützen würden. Dies ermöglicht es Euch, die ESG-Maßnahmen gezielt auf die Bedürfnisse und Erwartungen Eurer Stakeholder auszurichten und kann schließlich in einer echten Zusammenarbeit enden. Dabei sollten die Gespräche offen und transparent sein und genügend Platz zum Äußern von Bedenken und konstruktiver Kritik sein. Mit Beratungsgremien oder gemeinsame Projekte ihr Eure Stakeholder noch tiefer in die Entscheidungsprozesse einbeziehen. Durch Eure Stakeholder können also bessere Entscheidungen getroffen werden und mit ihrer Einbeziehung schafft Ihr gegenseitiges Vertrauen. Die ESG-Maßnahmen haben dadurch nicht nur in Eurem Unternehmen einen positiven Einfluss, sondern auch nach außen hin.

Biene auf einer Lavendelblüte

Schritt 3: Risikoanalyse

Eine gründliche Risikoanalyse ist unerlässlich, um die Auswirkungen deiner Geschäftstätigkeit auf die Umwelt und die Gesellschaft zu verstehen. Bewerte dabei interne und externe Faktoren, welche Eure Nachhaltigkeitsziele beeinflussen könnten. Identifiziere potenzielle Risiken und Herausforderungen im Zusammenhang mit Umweltbelangen, sozialer Verantwortung und Unternehmensführung. Dazu solltest du dir vor allem die aktuellen Unternehmensaktivitäten anschauen: Was ist bisher eher nicht nachhaltig in Eurem Unternehmen? Welche Fragen sind in Eurer Branche besonders relevant? Welche Ressourcen verbraucht das Unternehmen bei bestimmten Arbeitsschritten? Aber auch die externen Risiken sollten analysiert werden: Gibt es neue Markttrends oder wissenschaftliche Ergebnisse? Gibt es neue Regularien, welche einzuhalten sind? All dies ermöglicht es Euch, proaktiv Maßnahmen zu ergreifen, um mögliche Probleme zu vermeiden oder zu minimieren. Durch eine Risikominimierung können gleichzeitig die Chancen erhöht werden. Auch hier gilt natürlich, dass die Risikoanalyse regelmäßig reevaluiert werden sollte, um sie immer wieder an neue Bedingungen anzupassen.

Schritt 4: Festlegung von Maßnahmen und Zielen

Basierend auf den Ergebnissen der vorherigen Schritte könnt Ihr konkrete Maßnahmen und Ziele festlegen, die zu Euren definierten Werten und Zielen passen. Entwickle einen Aktionsplan, der verschiedene Bereiche abdeckt, wie zum Beispiel den Einsatz erneuerbarer Energien, die Förderung der Vielfalt und Inklusion in der Belegschaft oder die Einführung von ethischen Geschäftspraktiken. Hierfür könnt Ihr das SMART-Prinzip nutzen. Dieses Akronym steht für: Spezifisch, Messbar, Erreichbar, Relevant und Zeitgebunden. Hierdurch sind Eure Ziele realistisch und überprüfbar. Dabei ist es unter anderem auch wichtig, Prioritäten zu setzen. Ihr könnt nicht von heute auf morgen das ganze Unternehmen ändern, sondern es ist ein Prozess, der über eine lange Zeit ablaufen wird. Bestimmt auch, wer für die Umsetzung der Maßnahmen verantwortlich ist und wie Ihr den Fortschritt überwachen und bewerten werdet.. Denn nur so könnt Ihr eine flexible Reaktion des Unternehmens auf Veränderungen gewährleisten.

Biene auf einer Lavendelblüte

Schritt 5: Implementierung von ESG-Strategien

Nun ist es an der Zeit, die gemachten Pläne in die Tat umzusetzen. Jetzt geht es darum, Veränderungen im Unternehmen zu schaffen. Im letzten Schritt haben wir bereits gesagt, dass es sinnvoll ist, eine verantwortliche Person für die ESG-Maßnahmen zu haben. Am besten ist es natürlich, wenn es um diese Person herum ein ganzes Team gibt, welches die Strategie effektiv umsetzen kann. Zudem ist es wichtig, mit all Euren Mitarbeitenden zu kommunizieren. Sie sollten informiert und über ihre Rolle im Prozess aufgeklärt werden. Dazu könnt Ihr Workshops durchführen oder regelmäßig den internen Newsletter mit Informationen zu den ESG-Maßnahmen bestücken. Je nachdem, wie groß Euer Unternehmen ist, kann es auch sinnvoll sein, Softwarelösungen zur ESG-Überwachung zu nutzen.

Schritt 6: Überwachung und Berichterstattung

Es ist wichtig, den Fortschritt Eurer ESG-Maßnahmen zu überwachen und regelmäßig darüber zu berichten. Implementiert ein transparentes Berichtssystem, um Eure Leistungen und Fortschritte in Bezug auf ESG zu dokumentieren. Dies zeigt, dass Euer Unternehmen ernsthaft bestrebt ist, nachhaltig zu handeln und kontinuierlich Verbesserungen anzustreben.

Integriert ESG auch in Eure interne und externe Kommunikation, wie beispielsweise Mitarbeiter-Newsletter, Firmenveranstaltungen und Unternehmenswebsite. Schreibt in die Berichterstattung nicht nur Zahlen, sondern erzählt dabei auch eine Geschichte, um die Interpretation der Daten zu erleichtern und Stakeholdern zu helfen, Eure Bemühungen zu verstehen. Entscheidend hierbei ist vor allem die Transparenz. Nicht nur die Erfolge sollten berichtet werden, sondern auch Misserfolge und Rückschläge sollten offen kommuniziert werden. Nur somit könnt Ihr das vollständige Vertrauen Eurer Stakeholder erreichen. Eine weitere Möglichkeit zur Erhöhung der Transparenz sind Überprüfungen durch Dritte. Sie haben eine andere Perspektive auf die Dinge und können eine Berichterstattung nach internationalen Standards sicherstellen. Aus Eurer eigenen Berichterstattung könnt Ihr Jahr für Jahr wichtige Daten für das eigene Unternehmen nutzen. Hierdurch könnt Ihr euch stetig verbessern und Eure ESG-Strategie verfeinern.

Schritt 7: Kontinuierliche Verbesserung

Wie könnte es anders sein. Natürlich gehört die kontinuierliche Verbesserung zu einem wichtigen Schritt zur Umsetzung von ESG-Maßnahmen in Eurem Unternehmen. Jeden der bisher durchgeführten Schritte solltet Ihr regelmäßig überprüfen, denn nur so kann Eure Strategie an aktuelle Situationen und Herausforderungen angepasst werden. Hierbei solltet Ihr vor allem aus Euren Erfahrungen lernen. Auch sollte Euer Unternehmen weiterhin offen gegenüber neuen Innovationen bleiben. Ihr solltet stets auf dem neuesten Stand sein und gegebenenfalls neue Lösungen implementieren. Bei der Reflexion Eurer bisherigen Maßnahmen ist es immer von Vorteil, die Mitarbeitenden mit einzubeziehen. Sie sehen Herausforderungen womöglich schneller als jemand in der Führungsebene. Auch die Stakeholder sollten im Prozess weiterhin mit einbezogen werden. Durch ihre Rückmeldung könnt Ihr Eure Maßnahmen weiter anpassen und dies kann somit zu einer größeren Zufriedenheit sowohl intern als auch extern führen. Dieser Schritt ist also im Grunde genommen kein eigenständiger Schritt, sondern ein ständiger Begleiter.

Schritt 8: Kommunikation und Transparenz 

Natürlich solltet ihr einen Bericht über eure Maßnahmen verfassen. Eure Kommunikation über die ESG-Maßnahmen sollte aber weit über dies hinausgehen. Durch Videos oder regelmäßige Informationen in anschaulicher Darstellung, zum Beispiel durch Social Media oder auf der Website, schafft Ihr Vertrauen und erhöht die Transparenz. Eure Stakeholder können so die Projekte verstehen und wollen sie so weiter unterstützen. Bleibt bei Eurer Kommunikation immer authentisch. Die Stakeholder werden erkennen, wenn Ihr nur “Greenwashing” betreibt und gar keine richtigen Maßnahmen ergreift. Die Kommunikation sollte aber nicht nur einseitig ablaufen: Schafft im Unternehmen offene Kanäle für Feedback. Durch diese offene Kommunikation und Transparenz kann das Unternehmensimage verbessert werden und nachhaltige Partnerschaften und Projekte entstehen.

Biene auf einer Lavendelblüte

FAZIT

Durch eine gelungene ESG-Strategie könnt Ihr nicht nur einen positiven Beitrag zur Umwelt und Gesellschaft leisten, sondern schafft ein besseres Unternehmensimage und bringt Eurer Firma langfristig einen Wettbewerbsvorteil. Jeder hier beschriebene Schritt baut auf dem vorherigen auf und ohne sorgfältige Re-Evaluation von jedem einzelnen Schritt, kann Euch am Ende ein Baustein fehlen. Die ESG-Reise Eures Unternehmens wird aufgrund ständiger Veränderungen niemals enden. Dabei solltet Ihr ESG nicht als zusätzliche Aufgabe sehen, sondern ESG sollte ein zentrales Element der Geschäftsstrategie sein. Nutzt diese ESG-Checkliste als Leitfaden, um Nachhaltigkeit erfolgreich in Euer Unternehmen zu integrieren. Macht Euch bereit, die Herausforderungen anzunehmen und positive Veränderungen zu bewirken!

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DU WILLST WISSEN, WAS AUF DEINER BLÜHWIESE & CO. GERADE LOS IST?

Nachhaltige Landwirtschaft – Keine Ernte ohne Naturschutz?

Nachhaltige Landwirtschaft – Keine Ernte ohne Naturschutz?

Nachhaltige Landwirtschaft – Was hat Naturschutz mit einer erfolgreichen Ernte zu tun?

Der Oktober steht vor der Tür und wir nähern uns einem der ältesten Feste überhaupt – dem Erntedankfest, das seit rund 5.000 Jahren gefeiert wird.

Wir möchten diesen Anlass nicht nur dafür nutzen, um dankbar für die tägliche Arbeit von Landwirtinnen und Landwirten zu sein, sondern möchten auch darauf aufmerksam machen, wie wichtig ein Zusammenspiel zwischen Landwirtschaft und Naturschutz ist. 

Denn ohne eine funktionierende Natur funktioniert auch die Landwirtschaft nicht. 

Was landwirtschaftliche Betriebe in Deutschland leisten, vor welchen Herausforderungen sie täglich stehen und was Blühwiesen und andere Naturschutzmaßnahmen mit ihren Ernteerträgen zu tun haben – darum geht es in diesem Blogartikel. Viel Spaß beim Lesen!

Was die Landwirtschaft in Deutschland leistet

In Deutschland leben 83 Mio. Menschen. Von ihnen arbeiten im Jahr 2022 fast eine Million in rund 258.740 landwirtschaftlichen Betrieben daran, uns alle mit sicheren und hochwertigen Nahrungsmitteln zu versorgen (vgl. Statistisches Bundesamt, 2022). Sie bewirtschaften und pflegen ungefähr die Hälfte der Fläche Deutschlands. Das entspricht ca. 16,6 Mio. Hektar. Rein rechnerisch kann damit rund 90 % des Bedarfs an Lebensmitteln in Deutschland aus heimischer Erzeugung gedeckt werden (vgl. Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, 2020). Wobei dieser Wert in der Praxis durch Faktoren wie der Globalisierung und der Arbeitsteilung niedriger ausfällt.

Kartoffeln, Milchprodukte, Schweinefleisch und Getreide gehören jedenfalls beispielhaft zu den Produkten, mit denen Deutschland den Eigenbedarf decken könnte. Gemüse und vor allem Obst dagegen werden weitestgehend aus anderen Ländern importiert.

Was Landwirte dafür leisten, wird bei einem Blick auf ihre täglichen Aufgabenbereiche klarer. Denn diese sind vielfältig und umfangreich: 

„Wer einen Betrieb erfolgreich führen will, muss nicht nur die Produktionsabläufe beherrschen, sondern sich mit Betriebswirtschaft bis in die Weltmärkte auskennen, eine große Vielfalt an rechtlichen Vorschriften und Förderrichtlinien verstehen, beachten und nutzen, moderne Techniken und digitale Anwendungen beherrschen, über tiergerechte Haltung und schonende Bodenbearbeitung Bescheid wissen, ein Gespür für Marketing haben und vieles mehr“, so das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (2020, S. 9).

Dass das nicht einfach ist, liegt auf der Hand. Vor allem, da Vorgaben, Gesetze und Marktbedingungen einem ständigen Wandel unterliegen.

Herausforderungen für Landwirtinnen und Landwirte

Biene auf einer Lavendelblüte

Nicht nur das eben genannte erforderliche Wissen, sondern auch der Produktionsdruck für landwirtschaftliche Betriebe steigt stetig an. Da der Lebensmitteleinzelhandel vor allem preiswerte Produkte zu immer größeren Absatzmengen nachfragt, ist zwar die Menge an erzeugten Produkten in der Landwirtschaft gestiegen, scheinbar widersprüchlich ist die Anzahl der Betriebe und Beschäftigten jedoch gesunken. Die verbliebenen Betriebe bewirtschaften immer größere Flächen und wirtschaften effizienter. 

Laut den Angaben des BMEL (2020) gab es 1980 beispielsweise noch über 800.000 Betriebe, die jeweils eine Fläche von durchschnittlich 14,6 Hektar bewirtschafteten. Im Jahr 2016 lag die Zahl bei nur noch 275.400 Betrieben mit einer durchschnittlichen Betriebsgröße von 60,5 Hektar. Denn überleben können vor allem große, wachstumsorientierte Betriebe, für die sich Investitionen in teure, moderne Landmaschinen mehr lohnen, als für kleinere Betriebe und die somit die steigenden Kosten tragen können.

Neben dem Produktionsdruck erschweren die finanziellen Umstände den Beruf in der Landwirtschaft. Denn trotz täglicher harter Arbeit ist das Einkommen niedrig. Bei Haupterwerbsbetrieben lag das durchschnittliche jährliche Einkommen einer Arbeitskraft zwischen den Jahren 2013/14 bis 2017/18 bei rund 31.800 Euro, wobei davon u.a. noch Aufwendungen für künftige Investitionen bestritten oder Betriebsschulden getilgt werden müssen. Das Einkommen von Arbeitskräften kleinerer Betriebe lag sogar nur bei rund 15.100 Euro pro Jahr (vgl. BMEL, 2020).

Die Betriebe sind deshalb auf staatliche Hilfe angewiesen und nutzen darüber hinaus noch andere betriebliche Einkommensquellen, z.B. aus der Erzeugung erneuerbarer Energien in eigenen Biogasanlagen, aus der Forstwirtschaft oder aus der Führung eines eigenen Hofladens zur Direktvermarktung. 

Verschärft wird die Gesamtsituation durch den Klimawandel, der vermehrt Extremwetterereignisse wie Dürre und Starkregen hervorruft und somit Anbauflächen und Wasserressourcen gefährdet. Das kann zu Ernteausfällen führen. Dem gegenüber steht die wachsende Weltbevölkerung, die es zu ernähren gilt.

Und auch die Bedrohung der Artenvielfalt trifft als große Herausforderung auf die Landwirtschaft.

Warum Artenvielfalt für die Landwirtschaft so wichtig ist

Marketingmaßnahmen gemeinsam mit Continental

Der Rückgang der Artenvielfalt wird schon seit vielen Jahren beobachtet. Nach der bekannten Krefelder Studie (2017) ließe sich ein Rückgang der Fluginsekten-Biomasse von 76 Prozent in deutschen Schutzgebieten zwischen 1989 und 2016 nachweisen.

Dazu zählen auch Wildbienen und andere wichtige Bestäuber wie Schmetterlinge und Schwebfliegen. Doch die Bestäubungsarbeit von Obstbäumen, Gemüsepflanzen und vielen anderen Nutzpflanzen durch Insekten ist grundlegend wichtig für die Ernährung des Menschen. Ohne sie gäbe es weniger Früchte, Gemüse, Nüsse, Samen und Kräuter auf unseren Tellern.

Laut eines europäischen Wissenschaftsteams (CODRIS, 2006) sind etwa 84 Prozent der europäischen Nutzpflanzen von Fremdbestäubung durch Insekten abhängig. Das Forschungsteam fand heraus, dass ein Zusammenhang zwischen dem Rückgang der Bienenvielfalt und dem lokalen Aussterben von Nutzpflanzen- und Bestäuberarten besteht.

Wie wichtig ein Zusammenspiel zwischen funktionierender Natur und Landwirtschaft ist, wissen Landwirte sehr gut. Zahlreiche Landwirtinnen und Landwirte nehmen freiwillig an Agrarumwelt- und Klimaprogrammen teil (vgl. BMEL, 2020) oder engagieren sich für den Tier- und Umweltschutz in ihrer Gemeinde – so wie unsere Partnerlandwirtin Anneke Dusche, über die Du mehr in diesem Blogartikel erfahren kannst. Darüber hinaus sind Vorgaben im Umwelt-, Tier-, Arbeits- und Verbraucherschutz längst Standard und im internationalen Vergleich in der EU streng geregelt.

Was können wir also noch gegen das Artensterben und als Unterstützung für die Landwirtschaft tun? Nun, hier kommen unsere Blühwiesen ins Spiel…

    Blühwiesen: Mehr als nur schön

    Artenglück Hoodie Produktbild nachhaltige Kleidung

    Blühwiesen sind nicht nur schön anzusehen. Die bunten, blühenden Flächen sind Lebensraum für eine Vielzahl von Pflanzen- und Tierarten, darunter auch die wichtigen Bestäuber. 

    Mit Artenglück setzen wir uns als Startup daher u. a. für mehr Blühflächen in Deutschland, Österreich und der Schweiz ein. Bereits mit über 60 Landwirtinnen und Landwirten legen wir ökologisch wertvolle Blühwiesen aus Saatgut mit über 40 verschiedenen heimischen Wildblumen und Kulturpflanzen an. Gemeinsam mit einer Vielzahl von Unternehmen konnten wir so bereits über 300.000 Quadratmeter Lebensraum für Bestäuber, andere Insekten & Co. schaffen (Stand: 2023).

    Der ökologische Mehrwert ist vielfältig. Ein weiterer Vorteil ist eine verbesserte Bodengesundheit. In einem Experiment konnten wir vor Kurzem zeigen, dass eine Blühwiese Wasser deutlich schneller aufnehmen kann als ein konventioneller Rasen. Bis ein ganzes Glas Wasser im Boden versickerte, dauerte es beim Rasen etwa 10 Minuten – bei der Blühwiese nur unschlagbare 2 Minuten. Blühwiesen können damit Starkregen viel besser aufnehmen und abfangen. Die Blühpflanzen sorgen außerdem dafür, den Boden mit ihren Wurzeln tiefgründig aufzulockern und Humus aufzubauen.

    Auch die Anzahl der Schädlinge wird reduziert, da Blühwiesen auch einen Lebensraum für Nützlinge schaffen, die Schädlinge auf natürliche Art und Weise in Schach halten.

    Naja und obendrein sehen sie eben auch super aus – egal ob im Garten, auf landwirtschaftlichen Grenzertragsgebieten oder auf dem eigenen Firmengelände.

      Fazit

      Wir finden: Landwirtinnen und Landwirte überwältigen täglich eine gewaltige Aufgabe für die Gesamtgesellschaft. Dem gebührt unser Dank und Respekt! Im Artikel haben wir die vielseitigen Herausforderungen aufgezeigt, die ein Beruf in der Landwirtschaft mit sich bringt.

      Mit Blühwiesen und anderen Naturschutzmaßnahmen können wir die Landwirtschaft unterstützen, da Bodengesundheit und Artenvielfalt zur erfolgreichen Ernte beitragen. 

      Hast Du Lust, auch zu unterstützen? Dann schau doch mal auf unserer Website vorbei – dort kannst Du Blühpatenschaften übernehmen – oder schlag uns Deinem Unternehmen für ein Blühwiesenprojekt vor!

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      DU WILLST WISSEN, WAS AUF DEINER BLÜHWIESE & CO. GERADE LOS IST?

      Warum dein Unternehmen eine Blühpatenschaft braucht

      Warum dein Unternehmen eine Blühpatenschaft braucht

      Blühpatenschaften für Unternehmen: Mehr als nur bunte Blumen

      Umweltschutz, Nachhaltigkeit und der Erhalt der Biodiversität rücken auch in der Wirtschaft immer weiter in den Fokus. Gesetzliche Verpflichtungen wie die Nachhaltigkeitsberichtspflicht ab 2024 sowie die Forderungen von Kundschaft, Mitarbeitenden und anderen Stakeholdern nach mehr Engagement der Unternehmen für den Natur- und Klimaschutz zwingen Unternehmen dazu, aktiv zu werden.

      Doch wie und womit? Transparentes und authentisches Naturschutzengagement stellt Firmen vor neue Herausforderungen. 

      Eine Möglichkeit stellt die Übernahme von Blühpatenschaften von Unternehmen dar. So entstehen blühende Oasen für unsere heimischen Arten – und das im Umkreis von max. 30 km um den Wunschstandort der Unternehmen. Sogar bei der Aussaat kann per Team Event mitgeholfen werden. Transparenter geht’s nicht. 

      Aber was genau verbirgt sich eigentlich hinter einer Blühpatenschaft mit Artenglück und welche Vorteile kann ein Unternehmen dadurch wirklich erzielen?

      Was ist eine Blühpatenschaft?

      Eine mehrjährige Blühpatenschaft ist eine hervorragende Möglichkeit, die lokale Artenvielfalt zu fördern und einen positiven Effekt für das eigene Unternehmen sowohl nach innen als auch nach außen zu bewirken. 

      Mit uns können Unternehmen in maximal 30 Kilometer um ihren Wunschstandort herum eine Blühwiese schaffen. Diese ist nicht nur schön für das Auge, sondern bietet auch vielen Lebewesen, wie zum Beispiel Wildbienen, Nahrung und einen Lebensraum. Auf diese Art und Weise kann jedes Unternehmen regional und transparent die Biodiversität fördern. Wir nutzen für unsere Blühwiesen speziell an die Region angepasstes Saatgut mit einer großen Vielfalt an Blumensamen und können dadurch eine lange Blütezeit von April bis in den Dezember hinein erwirken. Durch diese lange Blütezeit können wir den Insekten auch sehr lange ein sehr breites Nahrungsangebot liefern und auch im Winter, wenn die Blumen nicht mehr blühen, kann die Blühwiese einen Unterschlupf für verschiedene Lebewesen auf der Blühwiese sein.

      Kornblume in Blühwiese

      Wie läuft eine Blühpatenschaft mit meinem Unternehmen ab?

      Wenn du an einer Blühpatenschaft für dein Unternehmen interessiert bist, dann kontaktiere uns gerne! Gemeinsam werden wir über den Wunschstandort und die Größe der Naturschutzmaßnahme mit dir sprechen. Außerdem gibt es zwei unterschiedliche Aussaatzeitpunkte im Jahr: Einmal im Frühjahr und einmal im Spätsommer. Wir beraten dich gern, welcher Zeitpunkt für dich und dein Unternehmen besser ist. Wir führen dann alles für dich durch: Von der Vorbereitung des Bodens, bis über die Aussaat und die Pflege der Fläche. Zusätzlich helfen wir dir und deinem Unternehmen in der Kommunikation nach außen hin. Getreu unserem Motto: “Tue Gutes und sprich darüber“, ist es uns ein großes Anliegen euer Engagement zu kommunizieren. Ob es unternehmensintern einen Podcast oder einen Newsletter geben soll oder ob eine Pressekonferenz und ein Fotoshooting an der Blühwiese stattfinden soll: Mit uns habt ihr den richtigen Partner an eurer Seite. 

      Eure Patenschaft kann aber auch von euch selbst ausgeführt werden. Wenn du für dein Unternehmen noch eine Teambuilding-Maßnahme suchst und diese am besten in der freien Natur und nachhaltig sein sollte, kann euer Team gemeinsam mit uns seine eigene Blühwiese aussäen. Dafür treffen wir uns an der Blühwiese und gemeinsam wird geharkt, gesät, gewalzt und am Ende viel Neues gelernt. Danach könnt ihr dann Tag für Tag das Wachstum der Blühwiese beobachten und nach einigen Wochen die ersten Blüten sehen. Falls du mehr über unsere Teamevents wissen möchtest, dann schaue gern in unseren anderen Blogartikeln oder auf unserer Teamevents-Seite vorbei.

      Kornblume in Blühwiese

      Wer kommt alles für eine Blühpatenschaft in Frage?

      Jeder und damit meinen wir wirklich jeder kann einen Beitrag leisten. Auch Patenschaften von Einzelpersonen können bei uns erworben werden. Und egal ob Kleinunternehmen oder großer international arbeitender Konzern, du bestimmst selbst, wie groß deine Blühfläche werden soll. Jeder Beitrag, der für unsere Biodiversität geleistet wird, ist ein wichtiger und gemeinsam können wir viel mehr erreichen.

      Welche Vorteile hat mein Unternehmen durch die Blühwiesenpaten-schaft?

      Förderung der lokalen Artenvielfalt

      Warum dein Unternehmen auf mehrjährige Blühpatenschaften mit Artenglück setzen sollte? Wir verraten es dir: Mit einer Blühpatenschaft, legt dein Unternehmen den Grundstein für mehr Artenvielfalt in Eurer Region. Auf Blühwiesen tummeln sich Bienen, Schmetterlinge und Vögel, die fleißig ihre Bestäubungsarbeit verrichten. Die Wildbienenpopulation ist in den letzten Jahren stark zurückgegangen und durch eine Blühwiese kann die Bienenpopulation geschützt werden. Das Ergebnis? Ein gestärktes Ökosystem, das unsere Umwelt nachhaltiger und widerstandsfähiger macht. Und das ist nicht nur für die Tier- und Pflanzenwelt wichtig, sondern auch für die Menschen, die in der Gegend arbeiten und leben.

      Biene auf einer Lavendelblüte

      Positive Auswirkungen auf dein Unternehmensimage

      Durch eine Blühpatenschaft zeigt dein Unternehmen, dass es soziale Verantwortung übernimmt und der Schutz der Umwelt und Arten eine zentrale Rolle spielt. Durch die Kommunikation dieser durchgeführten Maßnahmen und die Transparenz wird das Unternehmen durch die Stakeholder schnell anders eingestuft: Weg vom altmodischen Unternehmertum und hin zu mehr Nachhaltigkeit und Biodiversität als eine wichtige Säule der Unternehmensführung. Dadurch habt ihr eine Vorbildfunktion und dies kann langfristig zu einer stärkeren Kundenbindung und verbesserten Geschäftsbeziehungen führen

      Mitarbeiterbindung und -bildung

      Wie viel Wert die Mitarbeiter deines Unternehmens auf dein soziales und ökologisches Handeln legen, wird oft unterschätzt. Studien (z.B. von Stepstone und Handelsblatt Research Institute 2023) haben gezeigt, dass Mitarbeitende bei der Auswahl des Arbeitgebers mittlerweile sehr auf nachhaltiges Handeln achten. Mit transparenten Naturschutzmaßnahmen, wie der Anlage einer Blühwiese, kannst du die Zufriedenheit deiner jetzigen Mitarbeiter erhöhen und neue Fachkräfte zu einer Bewerbung bei deinem Unternehmen bewegen. Zudem steigert sich durch gemeinsam durchgeführte Teamevents die Zusammenarbeit in den Abteilungen.

      Und auch deine Mitarbeitenden können noch viel über nachhaltiges Handeln lernen. Durch Informationen rund um die Naturschutzmaßnahmen, wird das Bewusstsein für Themen rund um Biodiversität und Artenvielfalt geschärft. Dadurch schaffst du nicht nur einen Mehrwert für dein Unternehmen, sondern regst auch noch andere Leute zum Mitmachen an.

      Marketingmaßnahmen gemeinsam mit Continental

      Euer Beitrag zu den Sustainable Development Goals

      Mit Artenglück leisten wir einen wichtigen Beitrag zu den Social Development Goals der Vereinten Nationen. Und auch dein Unternehmen kann Teil dieses Beitrags werden. Gemeinsam schaffen wir langfristige Lebensräume und Futterquellen und helfen somit dabei, das Ziel Nummer 13 (Climate Action) und Ziel 15 (Life on Land) zu erreichen. Die SDG sind ein globaler Plan zur Förderung des nachhaltigen Friedens und Wohlstandes und dienen dem Schutz unseres Planeten. Sie machen uns bewusst, dass wir alle ein Teil der Lösung sein können. 

      Marketing und PR

      Durch eine Blühpatenschaft gibt es diverse Möglichkeiten für Marketingaktionen. Ladet eure Kunden und/oder Mitarbeiter zu eurer Blühwiese ein und zeigt ihnen, wie wichtig euch nachhaltiges Handeln ist. Berichtet in regelmäßigen Newslettern vom Stand der Blühwiese und macht immer mal wieder Fotos. Gemeinsam mit der Presse könnt ihr regional und breit gestreut über euer Engagement berichten. Also: Es gibt viele Möglichkeiten, der Gesellschaft zu zeigen, welchen großartigen Beitrag ihr leistet. 

      Darum sollte dein Unternehmen einen Blühpatenschaft übernehmen

      Verantwortung für die Zukunft übernehmen

      Mit eurer Blühwiese schafft ihr nicht nur im Hier und Jetzt einen Mehrwert für die regionalen Arten, sondern du legst den Grundstein für eine nachhaltige Zukunft der nächsten Generationen. Nimm am besten direkt deine Kinder und Enkel mit zur Aussaat oder zeige ihnen die fertige Blühwiese. Du wirst in strahlende Gesichter schauen und kannst stolz darauf sein, was du und dein Unternehmen für die Zukunft leisten. Uns ist es wichtig, dass das Engagement nicht nur für eine kurze Zeit reicht. Wir suchen Unternehmen, die langfristig etwas verbessern wollen, denn auf unseren mehrjährigen Blühwiesen kann die Biodiversität wirklich gesteigert werden. 

      Sei Teil eines wichtigen Wandels

      Immer mehr Unternehmen beschäftigen sich freiwillig oder durch Regularien mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie. Mach auch du mit und sei einer der Ersten, der regionalen Naturschutz mit in seine Unternehmensstrategie aufnimmt. Du kannst ein Vorreiter sein und andere dazu motivieren, ihr Engagement zu steigern. Durch diesen Dominoeffekt kannst du dein Netzwerk stetig erweitern und nicht nur die Natur profitiert von diesem Dominoeffekt, sondern auch dein Unternehmen kann auf ein größeres Netzwerk zurückgreifen.

      Marketingmaßnahmen gemeinsam mit Continental

      Erziele einen wirtschaftlichen Nutzen

      Ein gesundes Ökosystem ist nicht nur für das Klima und die Umwelt wichtig, sondern auch für die Wirtschaft. Falls die Population der Insekten immer weiter zurückgeht, kann dies zu Ernteausfällen führen, und dies kann über die verschiedensten Wege zu wirtschaftlichen Folgen führen. 

      Mehr als nur Blumen: Sorge für die Bildung deiner Mitarbeitenden

      Durch die verschiedenen Kommunikationskanäle kannst du gemeinsam mit uns für die Bildung deiner Belegschaft sorgen. Lade sie zu einem Teamevent ein und wir klären alle offenen Fragen. Die Samen können angeschaut und angefasst werden und deine Mitarbeiter können neue Erfahrungen machen. Aber auch wenn die Blühwiese nicht mit der eigenen Hand ausgesät wird, kannst du unterschiedliche Informationskanäle in deinem Unternehmen nutzen, um deine Mitarbeiter über Themen wie Biodiversität und Nachhaltigkeit aufzuklären. 

      Nutze eine Blühpatenschaft als Teil deiner CSR-Strategie

      CSR steht für Corporate Social Responsibility und bezeichnet die Verantwortung von Unternehmen für die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Dabei gibt es drei Säulen: Ökologie, Soziales und Wirtschaft. Die mit uns durchgeführten Blühwiesen passen perfekt zum Aspekt der Ökologie und bieten dir nicht nur die Chance dich für die Biodiversität einzusetzen, sondern auch gleichzeitig CSR-Ziele zu erreichen. Und diese werden im Zuge der Nachhaltigkeitsberichtpflicht immer wichtiger.

      Fazit

      Ihr seht: Auf einer Blühwiese wird Vielfalt großgeschrieben! 

      Die Pflanzung von Wildblumen und anderen Pflanzen erhöht die Artenvielfalt und schafft einen harmonischen Lebensraum für zahlreiche Tierarten. Das Ergebnis? Ein gesundes und widerstandsfähiges Ökosystem. Das ist nicht nur ein Gewinn für die Tierwelt und die Menschen aus der Region, sondern auch für dein Unternehmen. Du sorgst für eine stärkere Bindung und Motivation deiner Mitarbeitenden, zeigst Verantwortungsbewusstsein und bist zukunftsorientiert. Und das alles ist als Team, aber auch alleine möglich. Die Möglichkeiten, etwas für die Biodiversität in deiner Region zu tun, sind groß und mit Artenglück kannst du transparent und langfristig Maßnahmen durchführen, welche du sogar für deinen Nachhaltigkeitsbericht verwenden kannst. 

      Ihr wollt jetzt Eure eigene Blühpatenschaft übernehmen? Dann meldet Euch hier bei uns.

      Du willst auch eine Blühwiese und Artenglück Deinen Chefs vorstellen?

      Lade hier die passende Präsentation mit zusätzlichen und nützlichen Informationen.

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