Alles, was Du zum Nachhaltigkeitsbericht wissen musst

Alles, was Du zum Nachhaltigkeitsbericht wissen musst

Was macht einen guten Nachhaltigkeitsbericht (CSR-Bericht) aus?

Wie erstelle ich eigentlich einen guten Nachhaltigkeitsbericht? In Zeiten, in denen Nachhaltigkeit immer mehr an Bedeutung gewinnt, spielen Nachhaltigkeitsberichte eine entscheidende Rolle für Unternehmen oder Organisationen. Was ein Nachhaltigkeitsbericht überhaupt ist, worauf es bei einem guten Bericht ankommt und was du sonst noch alles rund um das Thema wissen musst – das erfährst Du jetzt!

Was ist ein Nachhaltigkeitsbericht? 

Um diese Frage zu beantworten, lohnt sich zunächst ein Blick auf die Definition von CSR.

CSR steht für Corporate Social Responsibility, zu Deutsch Unternehmenssozialverantwortung oder auch Unternehmensverantwortung. Es bezieht sich auf die freiwilligen Bemühungen von Unternehmen, über ihre gesetzlichen Verpflichtungen hinauszugehen und sozial und ökologisch verantwortlich zu handeln. CSR beinhaltet die Integration sozialer und Umweltbelange in die Geschäftspraktiken und Entscheidungsprozesse eines Unternehmens. Ziel ist es, positive Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt zu erzielen und gleichzeitig nachhaltige Geschäftsergebnisse zu erzielen.

Nachhaltigkeitsberichte sind ein wichtiges Instrument im Rahmen von CSR. Diese Berichte sind Dokumente, die von Unternehmen veröffentlicht werden, um ihre Bemühungen und Leistungen in Bezug auf soziale und ökologische Nachhaltigkeit offenzulegen. In Nachhaltigkeitsberichten werden Informationen über Umweltauswirkungen, soziale Initiativen, ethisches Geschäftsverhalten, Mitarbeiterengagement und andere Aspekte der sozialen Verantwortung eines Unternehmens dargestellt.

Wie du merkst, sind beide Konzepte eng miteinander verknüpft und dienen dazu, das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen zu fördern. 

Was sind die Vorteile von Nachhaltigkeitsberichten? 

Nachhaltigkeitsberichte machen nur zusätzliche Arbeit und bringen nichts? Bei diesem Gedanken möchten wir Dich gern vom Gegenteil überzeugen. Denn die Berichte bringen eine Reihe von Vorteilen mit sich und stellen eine Chance für Dein Unternehmen dar, um u. a. ökologische, soziale und ökonomische Ziele gleichermaßen zu betrachten, zu planen und zu erreichen und damit insgesamt noch erfolgreicher zu werden.

1. Marktvorteile:
Endkunden und die Gesellschaft werden immer mehr für ökologische und soziale Themen sensibilisiert. Unternehmen, die ihre Nachhaltigkeitsleistung dokumentieren, können sich von Mitbewerbern abheben und neue Kunden anziehen.

2. Mitarbeitermotivation:
Nachhaltigkeitsberichte dienen auch der Information und Motivation für Mitarbeiter. Die Transparenz und Hervorhebung des positiven Beitrags, den Dein Unternehmen leistet, können dazu führen, dass Deine Mitarbeiter stärker hinter Deinem Unternehmen stehen und folglich motivierter sind.

3. Transparenz schaffen & Gutes tun:
Durch die Berichterstattung kannst Du Vertrauen und Glaubwürdigkeit gegenüber Deinen Stakeholdern gewinnen und transparent Deine Verantwortung offenlegen – ganz nach dem Motto „Tue Gutes und sprich darüber“, das auch wir bei Artenglück leben. Gleichzeitig hast Du auch noch einen echten positiven Einfluss auf die Gesellschaft und die Umwelt – klingt doch super, oder?

4. Zielerreichung: Unternehmen setzen sich in ihren Nachhaltigkeitsberichten oft konkrete Ziele und Kennzahlen, um ihre CSR-Bemühungen zu messen und zu überwachen. Dies hilft ihnen, Fortschritte zu verfolgen und ihre Ziele zu erreichen.

5. Dialog mit Stakeholdern: CSR und Nachhaltigkeitsberichte sind eng mit den Erwartungen und Bedürfnissen der Stakeholder verknüpft, darunter Kunden, Investoren, Mitarbeiter, Lieferanten und die Gemeinschaft. Nutze diese Berichte, um mit Deinen Stakeholdern in einen Dialog zu treten und Dein Engagement für nachhaltige Praktiken zu demonstrieren. So könnt Ihr bspw. gemeinsam diskutieren, was nachhaltiges Wirtschaften konkret für Dein Unternehmen bedeuten sollte.

6. Verbesserungspotenzial:
Ein Bericht kann Dir dabei helfen, Verbesserungspotenzial zu erkennen und Umwelt- und soziale Risiken besser zu identifizieren. Dadurch kann Dein Unternehmen dann gleichzeitig proaktiv Maßnahmen ergreifen, um Reputationsrisiken zu minimieren, finanzielle Stabilität zu gewährleisten und sich auf zukünftige Entwicklungen vorzubereiten. 

Allgemein gilt aber natürlich: Für Dich von Vorteil ist der Bericht nur, wenn Dein Unternehmen auch wirklich etwas Essentielles zu berichten hat. Falls Du noch auf der Suche nach einem passenden Engagement für Dein Unternehmen für ökologische Nachhaltigkeit bist, schau doch mal auf unserer Website vorbei. Wir bieten regionale Naturschutzmaßnahmen wie die Pflanzung von Blühwiesen an, die zur Biodiversitätsförderung beitragen (siehe Bild). Gleichzeitig unterstützen wir Unternehmen dabei, ihre Nachhaltigkeitsberichte zu erstellen, indem wir per Dashboard u.a. Forschungsdaten zum Mehrwert unserer Naturschutzprojekte bereitstellen und helfen Dir dabei, Dein Engagement transparent und nahbar gegenüber Deinen Stakeholdern zu kommunizieren.

Kornblume in Blühwiese

Wer ist eigentlich berichtspflichtig?

Bislang waren nur Unternehmen von öffentlichem Interesse (also börsennotierte Unternehmen, Banken und Versicherungsgesellschaften) mit mehr als 500 Beschäftigten über die Non-Financial Reporting Directive (NFRD) verpflichtet, über ihre Nachhaltigkeit Bericht zu erstatten. 

Am 5. Januar 2023 ist nun jedoch die Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) in Kraft getreten, die schrittweise ab 2024 alle Unternehmen in der Europäischen Union zur Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet. Mit dieser Richtlinie müssen Unternehmen künftig umfassender und nach einheitlicheren Maßstäben berichten. Demnach soll in Nachhaltigkeitsberichten künftig standardisierter offengelegt werden, wie ein Unternehmen gesellschaftlichen Anforderungen in Hinblick auf Umweltschonung, Achtung der Menschenrechte, Arbeitnehmerschutz, Korruptionsbekämpfung usw. nachkommt.

Betroffen sind:

Ab 2024: Unternehmen von öffentlichem Interesse mit mehr als 500 Mitarbeiter*innen (gemäß der NFRD)

Ab 2025: alle anderen bilanzrechtlich großen Unternehmen

Ab 2026: kapitalmarkt­orientierte KMU

Ab 2028: Nicht-EU-Unternehmen mit Niederlassungen

Biene auf einer Lavendelblüte

3 Tipps – Worauf kommt es bei einem guten Nachhaltigkeitsbericht an?

1. Einfachheit und Klarheit: Viele lesen vor allem Überschriften, Zusammenfassungen und Grafiken. Es ist also sinnvoll, Deinen Bericht so übersichtlich, grafisch aufbereitet und leicht verständlich wie möglich zu gestalten. Fokussiere Dich auf das Wesentliche, fasse Dich kurz und mache Deinen Bericht nachvollziehbar für Dritte.

2. Zielgruppe festlegen: Vor Erstellung des Nachhaltigkeitsberichts empfehlen wir, Dir gut zu überlegen, welche Stakeholder Du in Deinem Bericht vorrangig ansprechen möchtest. Denn so kann Dir eine zielgruppengerechte Ansprache gelingen und Du kannst die Vorteile, die ein Nachhaltigkeitsbericht mit sich bringt, für Dein Unternehmen optimal ausschöpfen.

3. Prüfe Deinen Bericht: Die externe Prüfung Deines Berichts durch Wirtschaftsprüfungsgesellschaften erhöht die Glaubwürdigkeit und vermeidet Greenwashing. Im Kontext der CSRD wird es wohl auch eine Prüfungspflicht geben.

Gibt es eine Vorlage für Nachhaltigkeitsberichte?

Nachhaltigkeitsberichte können unterschiedlich aufgebaut sein und bislang gibt es verschiedene nationale und internationale Standards, an denen sich Unternehmen richten können. 

Beispiele sind: 

  • EMAS-Standard, 
  • ISO 26000, 
  • UN-Global-Compact-Standard (UNGC), 
  • Global-Reporting-Initiative-Standard (GRI) 
  • und der Deutsche Nachhaltigkeitskodex (DNK). 

Im Kontext der bevorstehenden CSR-Berichtspflicht soll eine Einheitlichkeit in der Berichterstattung gewährleistet werden. Deshalb wird aktuell an den sogenannten European Sustainability Reporting Standards (ESRS), also einheitlichen, europäischen Standards gearbeitet.

Falls Du dennoch im Moment auf der Suche nach einem konkreten Leitfaden für Deine Nachhaltigkeitsberichtserstattung bist, kannst Du Dir z. B. den des Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) hier herunterladen. 

Wir möchten Dir dennoch die wichtigsten Punkte vorstellen, die Dein Nachhaltigkeitsbericht AUF JEDEN FALL enthalten sollte.

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Welche Themen sollte ein Nachhaltigkeitsbericht beinhalten?

Konkrete Ziele, Maßnahmen und Zeiträume

Was leistet Dein Unternehmen bereits zu der Vision der Nachhaltigkeit und was will es noch leisten? Diese Frage solltest Du in Deinem Nachhaltigkeitsbericht beantworten, indem Du konkrete Ziele formulierst sowie zentrale Aktionen und Maßnahmen beschreibst, die Du zur Zielerreichung durchführen möchtest. Die Festlegung von Kennzahlen und Beobachtung dieser über mehrere Jahre hinweg hilft dabei, den Erfolg Deiner Maßnahmen kontrollieren und bewerten zu können. Gib dabei konkrete Zeiträume an, um Deinen Bericht so aussagekräftig wie möglich zu machen.

Die Themen 

Wie Du Deinen Nachhaltigkeitsbericht konkret gestaltest, ist aktuell Dir überlassen, da es wie gesagt noch keine einheitlichen Standards gibt. Hier jedoch ein paar Inhalte, an denen Du Dich orientieren kannst:

  • Unternehmensvorstellung:
    Darstellung von Vision, Strategie, Unternehmenspolitik und der Unternehmensleistungen

  • Soziale Leistung:
    Chancengleichheit für die Mitarbeitenden bzw. für soziale und ethnische Minderheiten, Gleichstellung der Geschlechter, Arbeitssicherheit, Gesundheitsschutz, etc.

  • Umweltleistung:
    Klimaschutz, Anpassung an den Klimawandel, Wahrung der biologischen Vielfalt, etc.

    Die Umweltleistung kann dabei bspw. durch Kennzahlen wie Energieverbrauchsdaten oder CO2-Emissionen angegeben werden.

  • Governance-Themen:
    Korruptionsbekämpfung, politisches Engagement des Unternehmens, Lobbying-Aktivitäten, Rolle der Aufsichtsorgane des Unternehmens, etc.

  • Wirtschaftliche Leistung:
    Darstellung der ökonomischen Situation und Verantwortung des Unternehmens durch finanzielle Kennzahlen und Darstellung von Investitionen in nachhaltige Projekte. Dieser Teil zeigt, wie Dein Unternehmen wirtschaftlichen Erfolg mit sozialer und ökologischer Verantwortung verbindet.

Fazit

Während Nachhaltigkeitsberichte aktuell nur für Unternehmen von öffentlichem Interesse mit mehr als 500 Beschäftigten verpflichtend sind, ändert sich das ab dem Jahr 2024 aufgrund der CSRD auch für alle anderen Unternehmen schrittweise. Das Thema wird daher für uns alle immer relevanter.

In Nachhaltigkeitsberichten dargestellt werden die sozialen, ökonomischen und vor allem ökologischen Fortschritte und Bemühungen eines Unternehmens. Die Berichte fördern nicht nur Transparenz, sondern können dem Unternehmen u. a. auch starke Wettbewerbsvorteile verschaffen. Eine einheitliche Vorlage bzw. einheitliche Standards zur Berichterstellung gibt es bislang nicht, daran wird noch gearbeitet. Dennoch gibt es eine Handvoll internationaler und nationaler Standards, an denen man sich orientieren kann.

Wir haben Dir außerdem gezeigt, welche Themen in einem Bericht eingebunden werden sollten und was es sonst noch für Tipps & Tricks gibt und hoffen, dass wir damit etwas Licht ins Dunkel bringen konnten! 

Unser abschließender Tipp:
Wenn Du nach Beispielen für erfolgreiche Nachhaltigkeitsberichte suchst, dann schau doch mal bei dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) vorbei. Das IÖW veröffentlichte zusammen mit der Unternehmensvereinigung future bereits zahlreiche
Rankings von Nachhaltigkeitsberichten verschiedener Unternehmen und hebt dabei überzeugende Elemente hervor. Über die Website des IÖW kannst du dir die gesamten Berichte auch herunterladen und somit von den Besten lernen.

Quellen

Umweltdialog (2021): EU beschließt strengere CSR-Berichtspflicht. 
https://www.umweltdialog.de/de/management/Reporting/2021/CSR-Richtlinie-eine-neue-Aera-in-der-Nachhaltigkeitsberichterstattung.php

Institut für ökologische Wirtschaftsforschung, imug Institut für Markt – Umwelt – Gesellschaft (2001): Der Nachhaltigkeitsbericht. Ein Leitfaden zur Praxis glaubwürdiger Kommunikation für zukunftsfähige Unternehmen. 
http://www.csr-mittelstand.de/pdf/CSR_Kommunikation_IMUG.pdf

ARTENPOST

DU WILLST WISSEN, WAS AUF DEINER BLÜHWIESE & CO. GERADE LOS IST?

So lebendig ist Totholz

So lebendig ist Totholz

Ein scheinbar totes Element spielt eine entscheidende Rolle für die Erhaltung der Artenvielfalt: Totholz. Es mag zwar so wirken, als wäre das am Boden liegende Holz einfach nur da, aber Achtung, das täuscht! 

Ganz so tot ist dieses Holz nämlich gar nicht. 

Tatsächlich ist Totholz ein lebendiger und wichtiger Lebensraum für zahlreiche Pflanzen, Tiere und Pilze. Also aufgepasst, in diesem Blogpost bringen wir das Totholz zum Leben!

Kornblume in Blühwiese

Wie entsteht Totholz?

Wenn Bäume oder Teile von Bäumen absterben, entsteht Totholz. Klingt recht logisch, aber wodurch kann das passieren, wenn die Bäume nicht absichtlich zur Holzproduktion gefällt werden? Bäume werden ja bekanntlich sehr alt, aber auch ein Baum kann durch Alterung absterben oder seine Äste verlieren. Auch Schädlinge oder Krankheiten führen dazu. Und natürlich gibt es auch äußere Einflüsse wie Brände oder Stürme. Wer kennt nicht die ganzen Äste auf der Straße oder auf dem Waldboden nach einem starken Sturm? Und auch wenn es so aussieht, als würden die umgefallenen Bäume oder Äste ewig auf der gleichen Stelle im Wald herumliegen, beginnen in dem Moment bereits Zersetzungsprozesse. Diese laufen ganz langsam ab und das Holz wird abgebaut und dem Boden wieder zurückgeführt. Beteiligt daran sind vor allem Mikroorganismen, aber auch Pilze und Insekten. 

 

Totholz kann man in jedem Wald finden, aber vor allem in naturnahen Wäldern, in denen der Mensch nicht eingreift, kommt Totholz in größeren Mengen vor. Hier werden die abgestorbenen Bäume nicht weggeräumt, sondern der natürliche Lebenszyklus der Bäume kann hier ganz ungestört ablaufen und die unzähligen Waldbewohner haben über eine lange Zeit einige Vorteile und Nutzungsmöglichkeiten.

 

Totholz: Ein unersetzlicher Lebensraum 

Wusstet ihr, dass sich in abgestorbenen Teilen von Gehölzen wahre Schätze verbergen? Abgestorbene Baumstämme, Äste und Zweige, die im Wald verbleiben, ermöglichen einer Vielzahl von Organismen, sich dort anzusiedeln und den Wald zu bereichern.

Obwohl man diese als “Totholz” bezeichnet, ist es in Wirklichkeit eine pure Lebensquelle für unzählige Arten. Mit über 1500 Pilzarten, 1400 Käferarten und mehr als 500 Fliegen- und Mückenarten bietet Totholz eine unersetzliche Vielfalt an Lebensräumen – ein wahres Refugium also. Je älter und dicker das Totholz ist, desto wertvoller ist es für die Artenvielfalt. 

Kann man Totholz nur im Wald finden?

Schon heute wird in der modernen Landschaftsgestaltung viel Totholz eingesetzt. Vielerorts sieht man naturnahe Gärten. Hier wird oft Totholz integriert, um einen natürlichen Look zu schaffen, aber auch um einen Lebensraum für Insekten und viele andere Tiere zu erstellen. Vielleicht habt ihr aber auch im Park schonmal Totholz gesehen. Gelegentlich gibt es Sitzgelegenheiten oder Spielgeräte aus Totholz. Auch in der grünen Architektur wird Totholz gerne als Element eingesetzt, um Gebäude nachhaltiger zu gestalten. 

 

Totholz in Feuchtgebieten

Bestimmt habt ihr Totholz auch schon einmal in Feuchtgebieten gesehen. Feuchtgebiete sind gekennzeichnet durch fließendes oder stehendes Wasser. Auch hier kannst du Totholz finden und hier gibt es noch weitere Vorteile: Totholz kann die Wasserqualität steigern. Es ist ein natürlicher Filter, der das Wasser reinigt. Und wo wir schon beim Thema Erosion waren: Auch im Wasser ist Totholz ein wichtiger Erosionsschutz, denn durch die verlangsamte Geschwindigkeit des Wasserflusses kann die Ufererosion minimiert werden. Eine weitere Besonderheit in Feuchtgebieten ist der langsamere Zersetzungsprozess von Totholz. Somit kann der Kohlenstoff länger im Holz gebunden werden und wird nicht so schnell in die Atmosphäre freigesetzt.

Totholz und seine Artenvielfalt 

Über verschiedene Wege finden Insekten, Vögel, Kleinsäuger und Reptilien in Ästen und Stämmen ein Zuhause. Käfer, zum Beispiel, finden in den Ritzen und Spalten des Totholzes ideale Bedingungen für die Eiablage und die Aufzucht ihrer Larven. Viele seltene und bedrohte Käferarten sind spezialisiert auf Totholz und könnten ohne dieses wichtige Habitat nicht überleben. 

So könnt ihr vor allem den Hirschkäfer häufig auf abgestorbenen Baumstämmen beobachten. Deren Larven ernähren sich ausschließlich von Holz, welches sich bereits im Zersetzungsprozess befindet. 

Doch auch Spechte, Meisen und Eulen nutzen abgestorbene Baumstämme als Nisthöhlen. Einige Spechtarten können ihre Höhlen nur bauen, wenn genügend Totholz vorhanden ist. Mit ihrem feinen Schnabel können sie in dem vorgeschädigten Holz besonders einfach ihre Höhlen zimmern.  Diese bereits fertigen Höhlen dienen dann späteren Bewohnern, wie zum Beispiel Fledermäusen, als sicheres Zuhause.

 

Wer findet das beste Versteck im Wald?

Viele Tiere verstecken sich im Wald vor ihren natürlichen Feinden. Dafür sind sie ständig auf der Suche nach sicheren Verstecken. Und was könnte einem da besseres einfallen, als unser heiß begehrtes Totholz. 

Und wen trifft man hier alles? 

Unter anderem Mäuse verstecken sich hier gern vor Raubvögeln, Füchsen oder anderen Raubtieren, welche sie hier nicht sehen können oder nicht in die kleinen Löcher im Totholz passen. Auch Amphibien wie Kröten und Frösche lieben unser feuchtes Totholz vor allem im Sommer. Sie suchen hier zwar auch Schutz vor natürlichen Feinden, aber auch vor der Hitze. Den gleichen Schutz suchen im Sommer auch Schnecken oder Asseln, welche sich sehr über die Feuchtigkeit im Totholz freuen.

Und wen finden wir natürlich noch im Totholz? 

Klar, auch unsere Insekten verstecken sich hier gern. Dazu graben sie teilweise Gänge und Kammern in das Totholz und hoffen, dass sie hier nicht gefunden werden. 

 

Lecker – Totholz als Nahrungsquelle: 

Totholz bietet Nahrung für Pilze, Moose und Flechten und viele weitere Organismen. Durch Bakterien und Pilze wird das Holz zersetzt und in nährstoffreiche Substanzen umgewandelt. Ganz zur Freude der Holzwespe.

Sie und viele weitere Insekten ernähren sich von diesen Mikroorganismen oder aber auch von dem Holz selbst. Auch Wirbellose, wie der Tausendfüßler oder einige Schneckenarten ernähren sich von den Mikroorganismen. Und zu guter Letzt profitieren auch die Vögel von den Insekten auf dem Totholz. Sie machen sich im Totholz auf Nahrungssuche nach Insekten oder Larven.

Biene auf einer Lavendelblüte

Ein ewiger Kreislauf im Ökosystem

Totholz spielt eine wichtige Rolle im Nährstoffkreislauf des Waldes. Während sich das Holz zersetzt, werden Nährstoffe freigesetzt und gelangen zurück in den Boden. Dazu zählt zum Beispiel Zellulose, aber auch Mineralstoffe, organische Säuren, Vitamine und Stickstoff werden freigesetzt. Durch diesen nährstoffreichen Boden, der schlussendlich entsteht, wird das Wachstum neuer Pflanzen unterstützt und all dies trägt zur Gesundheit und zur Biodiversität des gesamten Ökosystems bei. Das Totholz dient somit als eine Art natürlicher Dünger und verleiht dem Wald neue Vitalität.

Biene auf einer Lavendelblüte

Totholz kann noch viel mehr 

Totholz als wichtiger Erosionsschutz

Erosion ist ein natürlicher Prozess, bei dem Bodenpartikel durch Wasser oder Wind an andere Orte transportiert werden. Durch diesen Prozess wird die Bodenfruchtbarkeit beeinträchtigt und die Landschaft deutlich verändert. Und da kommt unser Totholz ins Spiel: Es ist ein natürlicher Erosionsschutz! Totholz bildet eine physische Barriere auf dem Waldboden. Dadurch fließt das Oberflächenwasser langsamer ab und weniger Bodenpartikel werden abgeschwemmt. Vor allem in Hanglagen oder in für Erdrutsche anfälligen Gebieten ist Totholz besonders wertvoll. Durch Totholz wird die Stabilität des Bodens verbessert und Erosionsereignisse können minimiert werden. 

 

Humusaufbau durch Totholz

Und was passiert nun mit dem Totholz, wenn es irgendwann vollständig zersetzt ist? Totholz trägt einen großen Beitrag zum Humusaufbau bei. Humus ist eine organische Komponente des Bodens und besteht aus zersetztem tierischem oder pflanzlichem Material. Dazu zählt auch Totholz. Wird es zersetzt, entstehen organische Materialien, welche in den Boden eingearbeitet werden und somit zum Humusaufbau führen. Die Zersetzung wird durch Mikroorganismen vorangetrieben. Dabei entstehen weitere organische Abfallprodukte und mehr Humus kann aufgebaut werden. Aber auch die verbesserte Bodenstruktur durch Totholz ist von Bedeutung. Durch Totholzpartikel kann die Bodenbelüftung und die Wasserhaltefähigkeit verbessert werden. Dadurch können weitere Pflanzen und Mikroorganismen wachsen und organische Abfallprodukte herstellen oder selbst irgendwann zum Humusaufbau beitragen. 

Die Geschichten, die uns das Totholz erzählt

Totholz erzählt uns Geschichten. Ob ein mächtiger, umgestürzter Baumstamm oder ein kleiner Ast, jedes Stück Totholz kann uns eine Geschichte über die vergangenen Zeiten im Wald erzählen. Die Ringe eines Baumes können uns viel über die klimatischen Bedingungen der Vergangenheit erzählen. Aber auch die Spuren von Insekten, Pilzen und vielen weiteren Organismen zeigen uns die biologische Vielfalt und die ökologischen Prozesse des Waldes. Totholz erinnert uns daran, dass Tod und Leben in der Natur miteinander verbunden sind und dass wir viel aus der Vergangenheit lernen können. 

 

Totholz in deinem Beet: Ein gestalterischer Akzent und eine Investition in die Artenvielfalt

Bevor ihr also das nächste Mal einen toten Baum in eurem Garten fällt, solltet ihr abwägen, ob ihr ihn nicht erhalten und die dort lebenden Arten schützen könnt. Wenn es keinen anderen Weg gibt, kann das Holz auch im Beet weiter als Lebensraum dienen und sogar gestalterische Akzente setzen.

Wichtig ist: Unbehandeltes Holz, das aus seiner Ursprungsformation gelöst wurde, hat einen geringeren ökologischen Wert als Totholz, das in seiner natürlichen Umgebung verbleibt. Dennoch sollte der Mehrwert für die Natur nicht unterschätzt werden. So bietet Totholz, das direkt in ein Beet integriert wird, einen Lebensraum für zahlreiche Arten. Pilze und Lebewesen können so das Holzmaterial zersetzen und schaffen daraus schließlich Humus, während Vögel, Wildbienen und andere Insekten ihre Nester und Bruthöhlen bauen.

Unser Fazit: Totholz hat also viel mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick denkt

Wie ihr gemerkt habt, ist Totholz deutlich mehr als nur ein abgestorbener Baumstumpf oder ein verwitterter Ast. Es nimmt eine wichtige Rolle im Kreislauf des Waldes ein und bietet vielen Lebewesen Nahrung oder einen sicheren Lebensraum vor natürlichen Feinden oder dem Wetter. Es schützt aber auch uns Menschen, indem es die Bodenqualität verbessert und einen natürlichen Erosionsschutz bildet. Der Schutz von Totholz ist ein wichtiger Schritt in Richtung Erhalt der Biodiversität und Artenvielfalt. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass diese wertvollen Biotope erhalten bleiben. #ichundmeinholz

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DU WILLST WISSEN, WAS AUF DEINER BLÜHWIESE & CO. GERADE LOS IST?

How to: Wie man seinen Rasen in eine bunte Blühwiese verwandelt

How to: Wie man seinen Rasen in eine bunte Blühwiese verwandelt

In 6 einfachen Schritten vom Rasen zur Blühwiese:

Hast du genug von deinem langweiligen, eintönigen Rasen im Garten? Möchtest du etwas Farbe und Leben in deine grüne Oase bringen? Dann ist eine Blumenwiese in deinem Garten genau das Richtige für dich! In diesem Artikel zeigen wir dir Schritt für Schritt, wie du deinen Rasen in eine wunderschöne, blühende Landschaft verwandelst.

Was benötige ich für eine Blühwiese im Garten?
Spaten, Harke, Blühsaatgut, ggf. gelber Sand, ggf. Walze 

Schritt 1: Welcher Standort im Garten ist der Richtige für eine Blühwiese?

Bevor du dir die Hände schmutzig machst, solltest du zuerst überlegen, welches Rasenstück in deinem Garten zur Blühwiese werden soll. Optimal wäre ein Bereich mit viel Sonne und gut durchlässigem Boden. Diese Bedingungen gefallen den Wildblumen und -kräutern meist sehr gut. Wenn dies in deinem Garten nicht möglich sein sollte, dann ist es aber auch kein Problem. Auch unter schattigen Bedingungen können bestimmte schattenfreundliche Blühpflanzen wachsen. Falls der Boden nicht durchlässig genug sein sollte, erklären wir dir unten, was du tun kannst, um ihn zu einem optimalen Beet für deine Blühwiese zu verwandeln. 

Schritt 2: Wie bereite ich den Boden für die Blühwiese im Garten vor?

Bevor du deine Blühwiese anlegen kannst, solltest du dir erst noch deinen Boden etwas genauer anschauen. Mähe dazu zuerst einmal deinen Rasen.
Überlege dir vorher, wie groß deine Blühwiese sein soll. Dazu kannst du dein Rasenstück mit einem Zollstock oder Ähnlichem ausmessen oder du legst einfach drauf los und schaust, wie groß die Blühwiese werden soll.
Zur weiteren Vorbereitung solltest du den Boden bearbeiten. Grabe ihn dazu am besten mit einem Spaten um. Aber achte darauf, nicht zu tief zu graben, um das Bodenleben und die Mikroorganismen nicht zu sehr zu stören. Eine gute Tiefe, die dafür vollkommen ausreicht, ist 15 cm. Ein gesunder Boden ist die Grundlage für eine erfolgreiche Blumenwiese. Diese wächst vor allem auf nährstoffarmen und durchlässigen Böden langfristig und gut. Wenn dein Boden sehr nährstoff- und humusreich ist, solltet ihr ihn abmagern. Eine Möglichkeit dies zu tun, besteht darin, Sand einzuarbeiten und den Boden mit dem Sand zu vermischen. Abschließend kannst du den Boden noch mit einer Harke bearbeiten, damit er feinkrümelig wird. Hierdurch wird die Oberfläche geglättet und der Bodenschluss verbessert. 

Schritt 3: Welches Saatgut soll ich für eine Blühwiese im Garten verwenden?

Nun geht es darum, das richtige Saatgut für deine Blumenwiese im Garten auszuwählen. In der Regel eignen sich einheimische Wildblumen und -gräser am besten, da sie an das Klima und die Gegebenheiten angepasst sind und für Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten eine wichtige Nahrungsquelle darstellen. Indem du die Vielfalt der Pflanzen in deiner Blühwiese erhöhst, trägst du zum Schutz der Biodiversität bei. Tipp: Am besten direkt hier unser regionales Saatgut bestellen. Eine Saatgutmischung aus verschiedenen ein- und mehrjährigen Blumen und Kräutern sorgt für eine natürliche Optik und bietet den Insekten eine ansprechende Auswahl. Die Pflanzen, die in unserer Blühmischung enthalten sind, sind so abgestimmt, dass von Frühjahr bis Winter immer etwas blüht. Unter anderem finden sich dort Schafgarbe, Margeriten, Ringelblumen, Lichtnelken, Malven, Klee und viele weitere an die Region angepasste Blühpflanzen.

Saatgutautomaten für Kunden und Mitarbeitende - auch in Euren Filialen möglich

Schritt 4: Wann ist der optimale Aussaatzeitpunkt für eine Blühwiese?

Der Zeitpunkt der Aussaat spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg deiner Blühwiese. Du hast im Jahr zwei Möglichkeiten, deine Blumenwiese zu säen. Der erste Zeitpunkt ist im Frühjahr, idealerweise zwischen April und Ende Mai. Dadurch kannst du bereits im Frühsommer die ersten Blütenpracht bewundern und das Summen und Brummen der Insekten genießen. Der zweite mögliche Aussaatzeitpunkt liegt im Spätsommer, zwischen August und Oktober. Wenn du zu diesem Zeitpunkt säst, kannst du bereits relativ früh im nächsten Frühjahr, im Mai, die bunten Blüten bestaunen. Überlege also, welcher Zeitpunkt für dich besser passt und besorge das entsprechende Saatgut für die jeweilige Jahreszeit. Beachte, dass unsere Saatgutmischungen auch Wildkräuter enthalten, die erst nach dem Frost durch einen Kältereiz zum Keimen angeregt werden und gedeihen können. Dadurch erblühen unsere mehrjährigen Saatgutmischungen jedes Jahr in verschiedenen Farben.

Schritt 5: Wie säe ich eine Blühwiese aus?

Nachdem die Schritte erledigt sind und du die Entscheidungen getroffen hast, kannst du mit der Aussaat der Blühwiese beginnen. Vermische die Samen mit etwas Sand oder Erde, um sie gleichmäßiger verteilen zu können. Dadurch wird verhindert, dass die Samen zu dicht liegen und sich gegenseitig beim Wachsen stören. Achte darauf, dass du die empfohlene Aussaatstärke der jeweiligen Mischung einhältst, um ein gesundes Wachstum der Pflanzen zu gewährleisten. Nimm dir eine Handvoll Samen-Sand-Gemisch und verteile es mit etwas Schwung auf der aufgelockerten Erde um dich herum. Merke dir dabei, an welchen Stellen du bereits Saatgut verteilst hast, um keine Stellen doppelt auszusäen oder orientiere dich an dem hellen Sand, den du mit deinem Saatgut vermischt hast. Im Anschluss kannst du die Samen, zum Beispiel mit einer Walze, in den Boden andrücken. Dadurch entsteht ein direkter Kontakt zum Boden und die Samen können besser im feuchten Boden keimen. Falls du keine Walze hast, kannst du das Saatgut auch einfach mit deinen Füßen festtreten. Falls zur Aussaat trockene Bedingungen vorherrschen, solltest du die Fläche anschließend gießen, sodass die Samen genügend Feuchtigkeit zum Auflaufen haben.

Lara pflanzt eine Blühwiese im Garten

Schritt 6: Wie pflege ich eine Blühwiese insektenfreundlich?

Das Gute vorweg: Eine Blühwiese im Garten benötigt weniger Pflege als eine Rasenfläche. Um das Wachstum der Pflanzen, besonders am Anfang, zu fördern, kannst du die eingesäte Fläche je nach vorhandener Feuchtigkeit im Boden bewässern. Allerdings ist das nicht unbedingt nötig. Viele Blühpflanzen kommen auch mit recht trockenen Standorten zurecht – zu trocken sollte es aber natürlich auch nicht sein.
Im weiteren Wachstumsverlauf heißt es: Abwarten. Hier sind keine Pflegeschritte notwendig und du kannst ganz entspannt der Natur ihren Lauf überlassen.
Im Spätsommer wirst du feststellen, dass die Blühwiese ihre Schönheit und Masse an Blüten langsam verlieren wird – das ist allerdings kein Grund zur Sorge. Unsere Blühmischung ist z.B. so abgestimmt, dass bis in den Winter hinein immer etwas blüht. Sollte es dir aber irgendwann zu wild aussehen, dann könntest du die Blühwiese bereits im Spätsommer / Herbst mähen. Durch diesen Pflegeschnitt bringst du wieder Licht an die Erde, sodass die ausgefallenen Samen und die Wildkräuter in der Erde wieder keimen können.
Tipp: Um den Boden mager zu halten und um mehr Licht an die Erdoberfläche gelangen zu lassen, solltest du das Mahdgut abtragen.
Wichtig: Mähe am besten niemals die gesamte Blühwiese auf einmal. Lass dabei immer einige Pflanzen stehen, damit die Insekten in deiner Blühwiese einen Unterschlupf finden können. Dazu gibt es die Möglichkeit, die Blühwiese in deinem Garten streifenweise zu mähen. So können die Insekten in den benachbarten Streifen ziehen und die Pflanzen im gemähten Streifen können prächtig wachsen. Sobald die gemähten Streifen wieder ordentlich gewachsen sind, kannst du den Rest mähen (je nach Vegetation: ca. 4-6 Wochen).
Um insektenschonend zu mähen, solltest du einen Balkenmäher oder Ähnliches verwenden. So fallen die Pflanzen nur sanft um und die Insekten werden nicht großartig gestört.

Marketingmaßnahmen gemeinsam mit Continental

Was sollte ich bei meiner Blühwiese im Garten noch alles beachten?

Einen besonderen Mehrwert für die heimischen Arten und deinen Garten erreichst du, wenn deine Blühwiese mehrjährig ist. Manche wertvollen Blühpflanzen, wie zum Beispiel die Wilde Möhre, bilden erst im 2. Jahr Samen und zeigen ihre Blüten. Andere von Insekten geliebte Blühpflanzen benötigen ein Jahr Keimruhe in der Erde und wachsen überhaupt erst im zweiten Jahr.
Und besonders für die Insekten ist es gewinnbringend, wenn die Blühwiese mehrjährig ist. Eine einjährige Blühwiese, die im Sommer blüht, dient als Futterquelle für die Insekten. Eine Blühwiese, die für mehrere Jahre bestehen bleibt, dient über den Sommer als Futterquelle und ab dem zweiten Jahr auch als Lebensraum. Über den Winter legen die Insekten ihre Eier in der Erdoberfläche und in den Pflanzenstängeln ab, sodass sie im nächsten Frühjahr hier schlüpfen können.
Mähe deine Blühwiese also nicht nach einem Sommer komplett ab und säe dann wieder neu aus, sondern investiere ruhig etwas mehr in eine mehrjährige Saatgutmischung und gib den Insekten einen lang bestehenden Lebensraum mit einer von Jahr zu Jahr wechselnden Blütenpracht.

Was kann man sonst noch gutes für Insekten im Garten tun?

Falls es möglich ist, kannst du in der Nähe deiner Blühwiese ein Insektenhotel hinstellen. Dieses dient den Insekten als Lebensraum und bietet den Insekten Nist- und Überwinterungsmöglichkeiten. Dabei solltest du darauf achten, dass das Holz nicht bearbeitet ist und die Schilfröhrchen groß genug sind, um ein Hineinkriechen der kleinen Tiere ermöglichen zu können. Wenn du diese Dinge beachtest, kannst du schon bald eine Vielzahl von Insekten in deinem Insektenhotel bestaunen.

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Fazit:

Eine Blumenwiese ist nicht nur eine schöne Alternative zum Rasen, sondern auch ein wichtiger Beitrag zum Schutz von Biodiversität und Umwelt. Durch die richtige Auswahl und Pflege der Pflanzen kannst du eine einzigartige, blühende Landschaft schaffen, welche nicht nur dich, sondern auch zahlreiche Insekten und Tiere begeistern wird. Also los, probiere es aus und lass deine grüne Oase erblühen!

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Eine Blumenuhr im Garten selber anlegen

Eine Blumenuhr im Garten selber anlegen

Eine Blumenuhr im Garten selber anlegen

Die Zeit durch die Sprache der Natur ablesen? Diese Idee hatte Carl von Linné im 18. Jahrhundert. Ihm fiel auf, dass bestimmte Blüten sich zu bestimmten Zeiten öffnen und schließen und hielt diese Beobachtungen fest. Noch heute werden in Gärten Blumenuhren nach der Idee Linnés angelegt und ermöglichen das Ablesen der Uhrzeit.

Kornblume in Blühwiese

Warum öffnen und schließen die Blüten zu unterschiedlichen Zeiten? 

Um nicht um bestäubende Insekten zu konkurrieren, haben die Pflanzen ihre Blüten an die verschiedenen Bestäuber angepasst und öffnen sich nur dann, wenn die Insekten unterwegs sind, von denen sie bestäubt werden können. Auch durch die Wetterbedingungen und das Klima variiert die Blütezeit der einzelnen Pflanzen stark. So öffnen sich z.B. einige Blüten bei starkem Regen den ganzen Tag über nicht.

 

Möchtest auch Du eine eigene Blumenuhr selber im Garten anlegen? Dann haben wir hier ein paar Tipps und Vorschläge für Dich:

 

1. Richte Deine Blumenuhr nach Süden aus und lege das Beet für die Uhr am besten in Hanglage an. Auch ein Aussäen im Hochbeet ist möglich. 

2. Passe Deine Blumen an die jeweiligen Bedingungen an. Erfinder Linné lebte damals in Schweden. Dort sind die Sommertage länger als in Deutschland. Aus diesem Grund musste die ursprüngliche Blumenuhr immer wieder angepasst werden, um auch in anderen Regionen bestehen zu können.

3. Probiere es am besten einfach mal in Deiner Region aus: Pflanze verschiedene Blumenarten in Deinem Garten, beobachte sie eine Weile und schreibe Dir am besten auf, zu welcher Tageszeit sie blühen. Jeder Garten ist anders und so kommen teilweise sehr verschiedene Blütezeiten zustande.

Biene auf einer Lavendelblüte

Hier ein Beispiel für Nordeuropa: Welche Blüten öffnen zu welcher Uhrzeit?

Wenn Du Deine Uhr in 12 Bereiche unterteilen willst, dann kannst Du folgende Blumen für Deine Blumenuhr ausprobieren:
Bedenke: Für jeden Garten ist es unterschiedlich – deswegen musst Du es immer für Deinen Garten anpassen.

Öffnungszeiten:

3-5 Uhr: Wiesen-Bocksbart

4-5 Uhr: Kürbis

5 Uhr: Mohnblume, Wegwarte

6 Uhr: Distel

7 Uhr: Seerose

8 Uhr: Echte Schlüsselblume, Acker-Gauchheil

9 Uhr: Gänseblume, Pfingstnelke

10 Uhr: Stockrose, Sauerampfer

11 Uhr: Rote Mittagsblume, Gemüse-Gänsedistel

12 Uhr: Gazanie

13 Uhr: Tigerlilie

14 Uhr: Löwenzahn

16 Uhr: Wunderblume, Nachtkerze

20 Uhr: Primel

 

Wenn Du Dich nach dem Schließen der Blüten richten willst, dann stehen Dir folgende Blüten zur Auswahl:

14 Uhr: Endivien

15 Uhr: Kürbis

16 Uhr: Huflattich

17 Uhr: Seerose

18 Uhr: Mohnblume

21 Uhr: Echte Schlüsselblume

Biene auf einer Lavendelblüte

Geht das ganze auch etwas einfacher?

Wenn Dir das alles jetzt zu kompliziert erscheint und Du nicht lange ausprobieren möchtest, welche Pflanzen bei den Bedingungen in Deinem Garten wann blühen, dann kannst Du Deine Blumenuhr auch in vier Teile aufteilen. So hast Du die Möglichkeit, in jedem Viertel Blumen zu kombinieren, die ungefähr zur gleichen Tageszeit blühen. Dazwischen passen dann noch gut ein paar saisonale Blumen, Stauden oder Bodendecker.

 

Hat Dich der Ehrgeiz gepackt und Du möchtest nun eine Blumenuhr anlegen? Dann sende uns sehr gerne Fotos von Deiner Blumenuhr per E-Mail an [email protected] oder per Instagram Nachricht zu. 

Wir freuen uns!

ARTENPOST

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Eine Runde Sache: Artenglück zu Gast beim Continental Podcast

Eine Runde Sache: Artenglück zu Gast beim Continental Podcast

Eine Runde Sache: Artenglück zu Gast beim Continental Podcast

Tu Gutes und sprich darüber: Getreu unserem Motto berichten wir gemeinsam mit Continental in einer neuen Folge des Podcasts „Runde Sache“ darüber, wie sich Unternehmen für die Artenvielfalt um ihren eigenen Unternehmenssitz engagieren können. Mit Continental Reifen arbeiten wir bereits seit einiger Zeit gemeinsam an Naturschutzprojekten und haben so mittlerweile über 170.000 Quadratmeter Naturschutzflächen entstehen lassen – ein riesen Gewinn für die regionale Biodiversität und ein wertvoller Lebensraum für Wildbienen, Schmetterlinge und Co.!

Artenglück und Caritas Sitzbank

Lara und Felix im Studio des Continental Podcast „Runde Sache“ 

Du willst wissen, wie Start Up und Konzern zusammenarbeiten, um mehr für die heimische Artenvielfalt zu tun? Dann hör jetzt rein! Im Gespräch mit Host Oliver Forster erzählen wir neben den gemeinsamen Projekten mit Continental auch davon, wie Artenglück entstanden ist, welche Mission wir dabei verfolgen und geben 1, 2 Tipps an die Hand, was auch Ihr als Publikum im Alltag für die Artenvielfalt tun könnt! 

Die Folge findet ihr auf Spotify, Apple Podcasts, Google Podcasts und Amazon Music.

 

Auch Lust bekommen auf eigene Naturschutzprojekte? Dann meldet euch bei uns: [email protected] 

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