Wie du deinen Garten oder Balkon insektenfreundlicher gestalten kannst

Wie du deinen Garten oder Balkon insektenfreundlicher gestalten kannst

Die Anzahl und Gr√∂√üe an St√§dten nimmt weltweit immer mehr zu. Innerst√§dtische Gr√ľnfl√§chen gewinnen daher eine immer gr√∂√üer werdende Bedeutung f√ľr den Erhalt der Biodiversit√§t und die F√∂rderung der Insektenanzahl.¬†

Diese gr√ľnen Oasen, sei es ein Garten oder ein kleiner Balkon, bieten nicht nur uns Menschen einen R√ľckzugsort und Raum f√ľr Erholung, sondern spielen auch eine entscheidende Rolle als Lebensraum und Nahrungsquelle f√ľr unsere heimischen Insektenarten.

Doch weshalb ist so ein R√ľckzugsort in Zeiten der schwindenden Biodiversit√§t √ľberhaupt so wichtig? Und wie gelingt es uns, unsere G√§rten und Balkone tierfreundlicher zu gestalten?

Die gute Nachricht ist, dass jede und jeder, unabh√§ngig von der Gr√∂√üe des eigenen Au√üenbereichs, einen Beitrag f√ľr mehr Artenvielfalt leisten kann. Mit ein paar einfachen Ma√ünahmen kannst du deinen Garten, Balkon oder das Fensterbrett in einen kleinen insektenfreundlichen Lebensraum verwandeln. Und das hat nicht nur einen positiven Effekt auf die Biodiversit√§t, sondern tr√§gt auch zur Steigerung deiner eigenen Lebensqualit√§t bei.

Wir erklären dir in diesem Blogartikel, wie du mitmachen kannst. Dabei behandeln wir folgende Punkte:

Warum ein tierfreundlicher Garten in urbanen Gegenden wichtig ist

 

Die zunehmende Urbanisierung und die Ausdehnung st√§dtischer Gebiete haben zur Folge, dass nat√ľrliche Lebensr√§ume immer weniger werden. Dies hat einen direkten Einfluss auf die lokale Flora und Fauna, insbesondere auf Insekten. Die Wildbiene ist f√ľr die Best√§ubung von Pflanzen – auch unseren eigenen Lebensmitteln – unerl√§sslich. Leider findet sie immer weniger M√∂glichkeiten, um sich zur√ľckzuziehen und auch nektar- und pollentragende Pflanzen sind immer weniger zu finden.¬†

Die zunehmende Verringerung der Biodiversit√§t innerhalb der vergangenen Jahrzehnte, speziell der R√ľckgang der Insektenpopulationen, zeigt die dringende Notwendigkeit von Schutz- und Wiederherstellungsma√ünahmen f√ľr nat√ľrliche Lebensr√§ume auf. Zahlreiche Studien von Forschern aus Deutschland belegen, dass die Insektenbiomasse in den letzten Jahren stark zur√ľckgegangen ist und die Anzahl der Insektenarten, welche laut der Roten Liste als gef√§hrdet, sehr selten oder bereits ausgestorben eingestuft sind, ebenfalls in drastischer Schnelligkeit steigt (Quelle: NABU 2017). Dieser Verlust an Insektenvielfalt beeintr√§chtigt nicht nur die gesamte Biodiversit√§t, sondern kann auch √∂konomische Auswirkungen f√ľr uns Menschen haben.

Laut dem Weltwirtschaftsforum h√§ngen 50 % des globalen Bruttoinlandsprodukts direkt oder indirekt von Biodiversit√§t ab. Ohne Insekten und ihre Best√§ubungsleistung w√ľrden viele Pflanzen, die wir f√ľr Nahrung, Medizin und andere Zwecke nutzen, nicht √ľberleben und genutzt werden k√∂nnen.¬†

Insekten sind zudem ein wichtiger Teil der Nahrungskette f√ľr V√∂gel, kleine S√§ugetiere und andere Tiere. Ein R√ľckgang der Insektenpopulation f√ľhrt daher zu einem Dominoeffekt, der die gesamte biologische Vielfalt bedroht und zu Disbalancen in den √Ėkosystemen f√ľhrt. Durch das Anlegen eines insekten- und tierfreundlichen Gartens kannst du dazu beitragen, einen kleinen Lebensraum f√ľr Insekten und Tiere im urbanen Umfeld zu schaffen.¬†

In st√§dtischen Bereichen liegt der Fokus auf der Steigerung der Biodiversit√§t und der Verbesserung der Luftqualit√§t, um sowohl die Lebensbedingungen f√ľr Pflanzen und Tiere als auch die Lebensqualit√§t der Menschen zu verbessern. So k√∂nnen zum Beispiel Gr√ľnfl√§chen und die Beobachtung der Natur Stress reduzieren, zur Erholung beitragen und die Lebensqualit√§t verbessern. Wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass eine hohe Biodiversit√§t in St√§dten positive Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Einwohner hat und durch die Filterung von Schadstoffen zur Luftreinigung beitragen kann.

Gr√ľnfl√§che in der Stadt

So kannst du deinen Außenbereich insektenfreundlich gestalten

Um deinen Garten, Balkon oder sogar dein Fensterbrett in eine kleine Insektenoase zu verwandeln, reichen bereits ein paar einfache √Ąnderungen aus.

Vielfalt der Pflanzen

Achte beim Anlegen deines Gartens darauf, vor allem einheimische Blumen, Wildkr√§uter, Hecken oder B√§ume zu pflanzen. Diese sind besonders wertvoll f√ľr unsere Biodiversit√§t, da sie eine nat√ľrliche Symbiose mit den heimischen Tieren eingehen k√∂nnen.¬†

Ganz wichtig: Achte darauf, dass es sich um Blumen mit Nektar und Pollen handelt. Viele Pflanzen sind heutzutage so gez√ľchtet, dass sie zwar bunte Bl√ľten, jedoch kein Pollen- und Nektarangebot mehr f√ľr die Insekten haben und daher keine Futterquelle f√ľr die heimischen Insekten sein k√∂nnen.¬†

Du solltest m√∂glichst viele unterschiedliche Pflanzenarten verwenden, die zu verschiedenen Zeiten bl√ľhen, damit dein Garten das ganze Jahr √ľber eine Nahrungsquelle bieten kann. B√§ume wie Eichen oder Haseln√ľsse ziehen V√∂gel und Eichh√∂rnchen an, w√§hrend Blumen wie Lavendel und Salbei Insekten wie Bienen und Schmetterlinge anlocken. Auch die Pflanzenvielfalt ist also entscheidend.¬†

Wenn du nur ein Fensterbrett oder einen Balkon hast, kannst du zum Beispiel K√ľchenkr√§uter wie Rosmarin oder Thymian in T√∂pfen anpflanzen. Auch Lavendelpflanzen sind eine gute Nahrungsquelle f√ľr Insekten. Dabei ist es egal, ob du ein eigenes Beet im Garten anlegst, ein Hochbeet baust oder Blument√∂pfe aufstellst. Jede Futterquelle stellt eine Hilfe f√ľr unsere heimischen Insekten dar.

Kleine Wasserquellen

Wasser ist ein lebenswichtiges Element f√ľr die Tierwelt, besonders in st√§dtischen oder suburbanen Gebieten, wo nat√ľrliche Quellen knapp sein k√∂nnen. Ein kleiner Teich, ein Vogelbad und flache Schalen mit frischem Wasser k√∂nnen viele Tiere anziehen und mit Wasser versorgen. Stelle sicher, dass es einen flachen Zugang gibt, damit kleine Insekten und V√∂gel sicher trinken und baden k√∂nnen. Lege Steine in flache Wasserschalen und nutze Steine, welche noch ein kleines St√ľck aus dem Wasser herausragen. Diese dienen als Sitzm√∂glichkeiten f√ľr Insekten und V√∂gel.

Stein- und Totholzhaufen

Stein- und Totholzhaufen

Indem du in deinen Garten Steinhaufen oder Totholzhaufen aufbaust, kannst du weitere wichtige Lebensr√§ume schaffen. Im Herbst kannst du dir gerne etwas Arbeit sparen und das Laub auf einem Haufen liegen lassen. Damit schaffst du nat√ľrliche Verstecke und Nistpl√§tze f√ľr viele Insekten und kleinere S√§ugetiere, z.B. Igel.¬†

Insektenhotels

Insektenhotels und Vogelh√§uschen erg√§nzen diesen Lebensraum und bieten spezifische Nistm√∂glichkeiten im Winter. Dort k√∂nnen die Insekten ihre Larven und Eier gesch√ľtzt ablegen. Im Fr√ľhjahr schl√ľpft dann der Nachwuchs. Insektenhotels bieten z.B. vielen Wildbienenarten einen Nistplatz. In der Natur nisten Wildbienen im Boden oder in nat√ľrlichen Hohlr√§umen, die in urbanen oder intensiv landwirtschaftlich genutzten Gebieten zunehmend rar werden.

Vermeidung von Chemikalien im Garten

Der Einsatz von chemischen Insektiziden und D√ľngemitteln im Garten kann neben Sch√§dlingen auch n√ľtzliche Insekten wie Bienen und Schmetterlinge t√∂ten. Diese sind wichtige Best√§uber f√ľr unsere Lebensmittel und wichtig f√ľr gesunde √Ėkosysteme.
Organische D√ľngemittel aus Kompost unterst√ľtzen das Bodenleben und st√§rken die Pflanzengesundheit.

Fruchtbarer Boden

Bodenpflege

Die Gesundheit des Bodens in deinem Garten ist von entscheidender Bedeutung, nicht nur f√ľr das Wachstum und die Entwicklung deiner Pflanzen, sondern auch f√ľr das umfangreiche Netzwerk an Mikroorganismen, die darin leben. Durch das Kompostieren deiner organischen K√ľchen- und Gartenabf√§lle kannst du aktiv zur Verbesserung der Bodenqualit√§t beitragen. Dieser Prozess wandelt Abf√§lle in einen n√§hrstoffreichen Kompost um, der den Boden anreichert und dessen Struktur verbessert. Ein gesunder, n√§hrstoffreicher Boden f√∂rdert nicht nur das Wachstum starker und gesunder Pflanzen, sondern unterst√ľtzt auch ein lebendiges √Ėkosystem von Mikroorganismen, W√ľrmern und anderen Bodenlebewesen, die f√ľr die nat√ľrliche Bodenfruchtbarkeit und die Zersetzung organischer Materie unerl√§sslich sind.

Minimiere die Lichtverschmutzung

K√ľnstliches Licht im Garten, etwa durch Au√üenlampen, kann die nat√ľrlichen Lebensrhythmen nachtaktiver Tiere erheblich st√∂ren. Viele Tierarten, die in der Dunkelheit aktiv sind, orientieren sich an nat√ľrlichen Lichtquellen wie dem Mondlicht, und k√ľnstliche Beleuchtung kann ihren Orientierungssinn beeintr√§chtigen, ihre Jagd- und F√ľtterungsgewohnheiten ver√§ndern oder sogar Fressfeinde anlocken. Daher ist es ratsam, die Verwendung von Au√üenbeleuchtung in deinem Garten auf ein Minimum zu beschr√§nken. √úberlegtes Platzieren von Lichtquellen, der Einsatz von Bewegungsmeldern statt dauerhafter Beleuchtung und die Verwendung von Lampen mit geringer Intensit√§t oder warmen Lichtfarben k√∂nnen helfen, die Auswirkungen auf die lokale Tierwelt zu minimieren. So kannst du mit einfachen Mitteln einen Beitrag zum Schutz nachtaktiver Tiere leisten.

Wildblumenwiesen

Die Einrichtung einer Wildblumenwiese in einer Ecke deines Gartens ist eine simple und wirkungsvolle Art, um Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten zu helfen. Wildblumen ben√∂tigen wenig Pflege, sind an lokale Bedingungen angepasst und bieten Best√§ubern eine wertvolle Nahrungsquelle durch ihren Reichtum an Nektar und Pollen. W√∂chentliches Rasenm√§hen ist dann nicht mehr n√∂tig. Durch diese Umgestaltung deines Gartens unterst√ľtzt du nicht nur die lokale Insektenvielfalt, sondern erh√§ltst auch eine nat√ľrliche und farbenfrohe Bereicherung deines Au√üenbereichs.

Bl√ľhwiese

Do-it-yourself ‚Äď Eigene Bl√ľhwiese in deinem Garten anlegen

Der April ist Aussaatzeit. Nicht nur wir von Artengl√ľck s√§en im Fr√ľhjahr (April bis Mai) sowie Sp√§tsommer (September) unsere Bl√ľhwiesen aus. Auch du kannst diese Zeitr√§ume nutzen, um deinen Garten ein wenig tier- und insektenfreundlicher zu gestalten. Vielleicht legst du sogar deine eigene Wildblumenwiese an? Wie das geht, erkl√§ren wir dir in f√ľnf kurzen Schritten.

Schritt 1: Was du benötigst

Zun√§chst solltest du alle notwendigen Werkzeuge und Materialien bereitstellen. Dazu geh√∂ren eine Harke, ein Spaten (oder eine Gartenfr√§se f√ľr gr√∂√üere Fl√§chen), ein Eimer, qualitativ hochwertiges Bl√ľhsaatgut, etwas heller Sand zur besseren Verteilung des Saatguts und eine Gie√ükanne mit Wasser. Zudem empfehlen wir dir, festes Schuhwerk und Handschuhe zu tragen. Optional (bei einer sehr gro√üen Fl√§che) empfiehlt es sich, eine Walze parat zu haben.¬†

Falls du noch auf der Suche nach passendem Bl√ľhsaatgut bist, kannst du gerne in unserem Artengl√ľck-Shop vorbeischauen. Wir bieten mehrj√§hriges und auf deine Region abgestimmtes Bl√ľhsaatgut an. (Verlinkung auf Shop)

Schritt 2: Boden bearbeiten

Eine gute Vorbereitung des Bodens ist entscheidend f√ľr das Gedeihen deiner Wildblumenwiese. Grabe den Boden mit dem Spaten um oder verwende eine Fr√§se, um ein geeignetes Saatbett vorzubereiten. Idealerweise solltest du dabei s√§mtlichen vorhandenen Rasen entfernen, um den S√§mlingen den besten Start zu erm√∂glichen.

Schritt 3: Boden harken

Im n√§chsten Schritt wird der umgegrabene Boden mit der Harke bearbeitet. Ziel ist es, eine feinkr√ľmelige Oberfl√§che zu schaffen, die die ideale Basis f√ľr das Saatgut bildet.

Schritt 4: Saatgut aussäen

Nun mischst du das Saatgut mit etwas hellem Sand, was die gleichm√§√üige Aussaat auf dem vorbereiteten Boden erleichtert. F√ľr eine Fl√§che von einem Quadratmeter ben√∂tigst du etwa 2 Gramm des Saatguts. Der Sand hilft dabei, das Saatgut gleichm√§√üiger verteilen zu k√∂nnen. Au√üerdem hilft es dir auch dabei, den √úberblick zu behalten, in welchen Bereichen bereits ausges√§t wurde.

Schritt 5: Festtreten

Nachdem das Saatgut verteilt ist, solltest du die Oberfl√§che leicht andr√ľcken (je nach Gr√∂√üe mit H√§nden, F√ľ√üen oder einer Walze) und die Fl√§che anschlie√üend gut w√§ssern. Dies f√∂rdert den Bodenkontakt des Saatguts und verbessert die Keimung. Danach √ľbernehmen Sonne und Regen die weitere Arbeit.

Insektenhotel

Do-it-yourself ‚Äď Insektenhotel einfach selber bauen

Ein Insektenhotel kannst du ganz einfach selber bauen. So kannst du mit einem Bohrer in einen Hartholzblock verschieden gro√üe L√∂cher bohren. Achte bei der Auswahl des Holzes darauf, dass dieses nicht mit Holzschutzmitteln behandelt wurde. Nach dem Bohren der L√∂cher solltest du die Bohrl√∂cher noch glatt schleifen. Dies verhindert, dass die Bienen sich verletzen. Eine andere M√∂glichkeit ist es, Bambusst√§be zu b√ľndeln. Es ist wichtig, das Insektenhotel in der N√§he von bl√ľhenden Pflanzen aufzustellen, um den N√ľtzlingen Zugang zu Nahrung zu gew√§hrleisten. Zudem sollte das Hotel trocken gehalten und vorzugsweise an einem sonnigen, regengesch√ľtzten Ort aufgestellt werden.

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DU WILLST WISSEN, WAS AUF DEINER BL√úHWIESE & CO. GERADE LOS IST?

Wildtiere in deutschen Wäldern

Wildtiere in deutschen Wäldern

Unsere deutschen W√§lder sind nicht nur wunderbare gr√ľne Oasen, in denen wir Menschen uns erholen, entspannen und eine kleine Auszeit nehmen k√∂nnen. Sie sind vor allem auch ein Lebensraum f√ľr eine faszinierende Vielfalt an Tieren.¬†

Besonders hervorstechend sind dabei die größeren Tiere, wie das Wildschwein oder auch das scheue Rotwild. Doch auch im Unterholz und in den Baumkronen kann man es lebendig rascheln hören. Ist man vorsichtig und verhält man sich leise, kann man unter Umständen das ein oder andere Eichhörnchen von Baum zu Baum hasten sehen oder einen Uhu auf einem Ast im Baum erspähen. Doch viele der Tiere in unseren heimischen Wäldern sind nicht immer auf den ersten Blick zu erspähen.

In diesem Blogartikel werfen wir jedoch einen zweiten Blick auf die gro√üe Vielfalt und schauen uns an, welche Tiere wir alles in unseren W√§ldern finden k√∂nnen, wie sie leben, sich fortpflanzen und welche Umwelteinfl√ľsse den Lebensraum Wald beeinflussen und gef√§hrden.

Heimische Tierarten in unserem Wald und ihre Ernährung

Zu den häufigeren Waldbewohnern gehört das Reh. Rehe ernähren sich von Blättern, Knospen und Gräsern. 

Neben Rehen durchstreifen auch Wildschweine auf der Suche nach Nahrung unsere W√§lder. Wildschweine sind Allesfresser und haben eine vielf√§ltige Ern√§hrung. Ihre Nahrung variiert nach der Jahreszeit und der Verf√ľgbarkeit von Ressourcen. Zum Beispiel fressen sie eine Vielzahl von Pflanzen, darunter sind Wurzeln, Gr√§ser, Fr√ľchte und Baumrinde. Dazu durchw√ľhlen sie auch den Waldboden mit ihrer Schnauze, um nach Essbarem zu suchen. Die W√ľhlspuren sind von uns Menschen meistens gut zu erkennen. Sie ern√§hren sich aber auch von Insekten, W√ľrmern, Aas und auch Nutzpflanzen. Beim W√ľhlen k√∂nnen sie erhebliche Sch√§den anrichten.

Besonders selten, aber daf√ľr umso imposanter, ist das Rotwild. Es ist in ausgedehnten¬† Waldgebieten, vor allem in Mittel- und S√ľddeutschland, zu finden. Die M√§nnchen, auch Hirsche genannt, sind im Fr√ľhling und Sommer an ihrem beeindruckenden Geweih zu erkennen.

Der Fuchs zählt zu den Raubtieren, die im Wald heimisch sind. Doch nicht nur im Wald ist er anzutreffen. Häufig wagt er sich in städtische und ländliche Gebiete vor. Er ernährt sich als Raubtier von kleinen Säugetieren, Vögeln, aber auch von Beeren. 

Dachse kommen vor allem in Laub- und Mischw√§ldern vor. Dies ist ihr bevorzugter Lebensraum. Genauso wie der Fuchs, leben sie in Erdh√∂hlen, in denen sie ihren Bau einrichten. Diese Baue k√∂nnen die Ma√üe ausgedehnter Tunnelsysteme annehmen und dienen zum Schutz. Dachse sind Allesfresser und ern√§hren sich zum Beispiel von Insekten, Fr√ľchten oder N√ľssen.¬†

Auch der Marder ist in unseren deutschen Wäldern heimisch. Es gibt viele verschiedene Unterarten des Marders, wie den Baummarder oder auch den Steinmarder. Marder sind geschickte Jäger, die sich von kleinen Säugetieren, Vögeln und Insekten ernähren.

Zu den noch etwas kleineren Tieren z√§hlt sicherlich das Eichh√∂rnchen. Diese sehr flinken und wendigen Nagetiere sind im Wald h√§ufiger anzutreffen. Eichh√∂rnchen ern√§hren sich haupts√§chlich von N√ľssen, Samen und Fr√ľchten.

Schaut man in die Baumkronen, kann man neben den rotbraunen Eichhörnchen eventuell auch einen Uhu oder einen Specht und andere Vögel sehen. 

Der Uhu zählt zu den größten Eulenarten. Er ernährt sich von kleinen Säugetieren wie Mäusen und Vögeln. 

Beim Wandern durch die W√§lder kann man oft das markante H√§mmern des Spechts vernehmen. Mit gezielten Schl√§gen seines kr√§ftigen Schnabels auf die Baumrinde jagt er Insekten ‚Äď ein Ger√§usch, das wie der Herzschlag des Waldes klingt.

Auch der Mäusebussard ist im deutschen Wald wohnhaft. Er zählt zu den häufigsten Greifvögeln in Deutschland. Er ernährt sich von kleinen Säugetieren wie Mäusen, Vögeln oder auch von Aas.

Unter den gefiederten Waldbewohnern sticht der Eichelh√§her hervor, dessen leuchtend blaue Federn in der Sonne schimmern. Sein vielseitiger Speiseplan umfasst Eicheln, N√ľsse, Samen, Insekten und manchmal sogar Eier ‚Äď ein wahrer Allesfresser unter den V√∂geln.

Der Kuckuck ist ein faszinierender Vogel und bekannt f√ľr seinen charakteristischen „Kuckuck“-Ruf. Er ern√§hrt sich haupts√§chlich von Insekten und ihren Larven. Seine Nahrung besteht aus verschiedenen Arten von Raupen, K√§fern, Heuschrecken, Fliegen und anderen wirbellosen Tieren. Der Kuckuck ist zudem ein geschickter J√§ger, der seine Beute oft von einer erh√∂hten Position aus beobachtet und dann z√ľgig zuschl√§gt.

Das Rotkehlchen, ein lieblicher und vertrauter Anblick in unseren W√§ldern, passt seine Ern√§hrung den Jahreszeiten an. Im Fr√ľhling und Sommer genie√üt es Insekten und W√ľrmer, w√§hrend es im Herbst zu Beeren, Fr√ľchten und gelegentlich sogar zu Gartenabf√§llen wechselt.¬†

In den letzten Jahrzehnten ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen europ√§ischen L√§ndern der Wolf zur√ľckgekehrt. Der Grauwolf ist seit den 2000er Jahren wieder heimisch. Der Wolf ist ein vielseitiger J√§ger. In Deutschland rei√üt er Wildtiere wie Rehe oder auch Wildschweine. Jedoch ern√§hren sich W√∂lfe auch von kleineren S√§ugetieren wie V√∂geln oder Aas. Um ein Tier wie einen Hirsch zu jagen, arbeiten die W√∂lfe im Rudel. Zusammen koordinieren sie ihre Jagdstrategie. Dabei sind sie sehr ausdauernd.

Dies sind nur einige der faszinierenden Tiere, die wir in unseren heimischen W√§ldern mit ein wenig Gl√ľck antreffen k√∂nnen.

Kornblume in Bl√ľhwiese

Ungew√∂hnliche Beziehungen bei Tieren ‚Äď Raben und W√∂lfe

Immer wieder gibt es ungew√∂hnliche Beziehungen zwischen verschiedenen Tierarten. Diese beruhen darauf, dass Arten voneinander profitieren. So kann es zum Beispiel vorkommen, dass W√∂lfe und Raben bei der Jagd zusammenarbeiten. Dabei k√∂nnen Raben die W√∂lfe zu Beutetieren f√ľhren, indem sie sie in der Ferne ersp√§hen und anschlie√üend die W√∂lfe ‚Äěrufen‚Äú. Der Rabe frisst das Aas, was der Wolf zur√ľckl√§sst. Sowohl der Wolf als auch der Rabe profitieren somit von dieser gemeinsamen Strategie.¬†

Fortpflanzung der heimischen Tiere im Wald

Die Fortpflanzung unserer heimischen Tiere im deutschen Wald variiert je nach Art.

Rehe haben eine Paarungszeit, die als Brunft bekannt ist und im Juli und August stattfindet. Die Paarung erfolgt nach einer Art Ritual, bei dem die M√§nnchen, B√∂cke genannt, um die Aufmerksamkeit der weiblichen Rehe, Ricken genannt, buhlen. Daf√ľr verfolgen die B√∂cke die Ricken teilweise kilometerweit.

Wildschweine haben keine feste Paarungszeit. Die Hauptgeburtenzeit liegt jedoch im Fr√ľhjahr. Wildschweinm√ľtter, Bachen genannt, sind in der Gesellschaft ihrer Jungen besonders aggressiv. Hier ist Abstand geboten.

√Ąhnlich wie bei den Rehen wird die Paarungszeit des Rotwilds auch als Brunft bezeichnet. Diese findet im Herbst statt. Auch hier k√§mpfen die M√§nnchen (Hirsche) um die Gunst der Weibchen (Hirschk√ľhe). Nach etwa 8 Monaten Tragzeit werden die K√§lber im Fr√ľhjahr geboren.

Kornblume in Bl√ľhwiese

F√ľchse haben ihre Paarungszeit im Winter und die Tragzeit betr√§gt nur etwa 50 Tage. Die Jungen, auch als Welpen oder Fuchskinder bekannt, werden im Fr√ľhjahr geboren.

Die Paarungszeit der Wölfe findet in der Regel zwischen Januar und März statt. Nach einer Tragezeit von etwa 63 Tagen bringt das Weibchen vier bis sechs Welpen zur Welt. In der Regel paart sich nur das Wolfspaar, auch als Alpha-Paar bezeichnet. Dieses steht in der Rangordnung an der Spitze des Rudels.

Uhus haben feste Paarungszeiten im Winter. Das Weibchen legt 1-4 Eier, die etwa 35 Tage bebr√ľtet werden. Die Jungen werden im Fr√ľhjahr fl√ľgge.

Die Fortpflanzung des Rotkehlchens erfolgt in der Regel w√§hrend der Fr√ľhlings- und Sommermonate. Die Brutdauer betr√§gt 13 bis 15 Tage. Das Weibchen bleibt in dieser Zeit auf dem Nest und wird vom M√§nnchen mit Nahrung versorgt. Wenn die Bedingungen gut sind, k√∂nnen Rotkehlchen in der Brutsaison sogar eine zweite und dritte Brut haben.

Gefährdete Wildtiere in deutschen Wäldern

Die deutschen W√§lder sind die Heimat vieler verschiedener und faszinierender Tierarten. Doch leider ist der Lebensraum Wald vielen verschiedenen Umweltbedrohungen ausgesetzt. Einfl√ľsse und Bedrohungen auf den Wald stellen ebenfalls eine Bedrohung f√ľr die Gesundheit der Tiere dar und ver√§ndern den Lebensraum

Zu einer der gr√∂√üten Bedrohungen z√§hlt der Klimawandel. Die Ver√§nderungen der Temperatur und des Niederschlags wirken sich auf den Wald aus. Hitzewellen, D√ľrre und vermehrte Waldbr√§nde k√∂nnen zu Sch√§digungen von B√§umen f√ľhren und das Wachstum von sch√§dlichen Organismen wie Insekten und Pilzen beg√ľnstigen. Was den Wald betrifft, betrifft auch direkt die im Wald lebenden Tierarten. So haben die Ver√§nderungen im Klima beispielsweise erhebliche Auswirkungen auf die Verf√ľgbarkeit von Ressourcen wie Wasser und Nahrung.

Eine weitere Bedrohung ist die Luftverschmutzung. Schadstoffe aus der Industrie, dem Verkehr und der Landwirtschaft k√∂nnen die Luftqualit√§t beeintr√§chtigen. Insbesondere Stickstoffdioxid und bodennahes Ozon k√∂nnen B√§ume sch√§digen und die Anf√§lligkeit f√ľr Krankheiten erh√∂hen. Einige Insekten, wie der Borkenk√§fer, k√∂nnen gro√üe Sch√§den im Wald verursachen, indem sie B√§ume schw√§chen oder t√∂ten. Der Borkenk√§fer kann sich aufgrund milderer Winterbedingungen und hoher Temperaturen schneller vermehren.¬†

Auch menschliche Aktivit√§ten wie Waldrodungen, Stra√üenbau und die Ausdehnung von Siedlungen k√∂nnen zu einer Fragmentierung des Waldes f√ľhren. Dies beeintr√§chtigt die nat√ľrlichen Lebensr√§ume von Pflanzen und Tieren sowie die √∂kologische Vielfalt.¬†

Bem√ľhungen zur Wiederansiedlung von Tierarten, die zuvor aus der Region verschwunden waren, k√∂nnen nicht nur positive Auswirkungen haben, sondern stellen auch neue Dynamiken und Herausforderungen f√ľr die bestehenden √Ėkosysteme dar. Ein Beispiel daf√ľr ist die R√ľckkehr des Wolfes nach Deutschland.

Um ein Bewusstsein f√ľr die bedrohten Arten zu schaffen, wurde die Rote Liste erstellt. Sie ist ein umfassendes Verzeichnis der Arten, die weltweit als gef√§hrdet eingestuft sind, bzw. bereits ausgestorben sind. Auch viele Arten, die in Deutschland vorkommen, sind auf der roten Liste aufgef√ľhrt. So z√§hlen zum Beispiel diverse Fledermausarten, der Schwarzstorch, der Luchs und viele verschiedene Insektenarten wie die Wildbiene oder der Schmetterling zu den Tieren, die bedroht sind.

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Blumen im Winter?! – Das passiert mit den Bl√ľhwiesen im Winter

Blumen im Winter?! – Das passiert mit den Bl√ľhwiesen im Winter

Blumen im Winter?! – Das passiert mit den Bl√ľhwiesen im Winter

Ein farbenfroher Teppich aus Wildblumen schm√ľckt im Sommer die Landschaft. In ihm tummeln sich Wildbienen, Schmetterlinge, K√§fer und andere Insekten. Jetzt, wo der Herbst sich dem Ende neigt und der Winter immer n√§her r√ľckt, f√§rben sich nicht nur die Laubb√§ume wundervoll bunt und verlieren ihre Bl√§tter. Auch die Blumen auf den Bl√ľhwiesen bereiten sich auf den langen Winter vor.

In diesem Blogartikel werfen wir einen n√§heren Blick darauf, was mit den Wildblumen auf den Bl√ľhwiesen im Winter passiert und wie die verschiedenen Tiere und Insekten sich auf den bevorstehenden Winter vorbereiten. Dieser Prozess ist faszinierend und gibt uns einen Einblick in die erstaunliche Anpassungsf√§higkeit der Pflanzen- und Tierwelt.

Geheimnisse der Wildblumen im Herbst: Vorbereitung auf den Winter

Der Herbst ist eine faszinierende Jahreszeit, in der sich die Natur auf den Winter vorbereitet. Während die Blätter der Bäume in leuchtenden Farben erstrahlen und langsam beginnen ihre Blätter zu verlieren, beginnen viele Wildblumen mit ihrem ganz eigenen Prozess, um sich auf die kalten Monate vorzubereiten. 

Eine bemerkenswerte Anpassung, die Wildblumen im Herbst vornehmen, ist das Zur√ľckziehen von N√§hrstoffen in ihre Wurzeln. Dieser Prozess, auch als Seneszenz bezeichnet, erm√∂glicht es den Pflanzen, ihre wertvollen Ressourcen √ľber den Winter hinweg zu konservieren. W√§hrend die Bl√§tter welken und abfallen, werden die N√§hrstoffe in den Wurzeln gespeichert, um im Fr√ľhling erneut genutzt zu werden.

Einige Pflanzen bilden im Herbst Samenkapseln oder Fr√ľchte aus. Diese dienen nicht nur der Vermehrung der Pflanzen, sondern sind ebenfalls eine wichtige Nahrungsquelle f√ľr V√∂gel und andere Tiere. W√§hrend die Tiere sich von den Fr√ľchten ern√§hren, tragen sie unwissentlich zur Verbreitung der Pflanzen bei.¬†

Einige Wildblumen haben im Gegensatz zu anderen Pflanzenarten einen zweij√§hrigen Wachstumszyklus. Ein Beispiel daf√ľr ist die K√∂nigskerze.

Kornblume in Bl√ľhwiese

Im ersten Jahr bildet sie eine Blattrosette und investiert all ihre Energie in die Entwicklung ihrer Wurzeln. Im folgenden Jahr w√§chst aus dieser Blattrosette dann eine Bl√ľte heran, welche ebenfalls Samen enth√§lt. Dieser Lebenszyklus erm√∂glicht es den Pflanzen, sich optimal an ihre Umgebung anzupassen und erlaubt es ihnen, sich erfolgreich zu verbreiten.

W√§hrend die Wildblumen im Herbst ihre N√§hrstoffe zentrieren (Verlagerung der N√§hrstoffe aus den Bl√§ttern in die Wurzeln oder andere Speicherorgane wie Zwiebeln) und damit ihre Bl√§tter welken, behalten Gr√§ser ihre Struktur h√§ufig bei und betreiben so lange wie m√∂glich Fotosynthese.¬† Verschiedene Tier- und Pflanzenarten k√∂nnen in den dichten Grasb√ľscheln Schutz vor den winterlichen Witterungen finden.

Warum wir unsere Bl√ľhwiesen auch im Winter stehen lassen¬†

Bl√ľhwiesen sind ein wichtiger Bestandteil des Naturschutzes und tragen zur F√∂rderung der Biodiversit√§t und zur Erhaltung von Lebensr√§umen f√ľr Insekten und andere Tiere bei.¬†

Eine Frage, welche uns h√§ufig gestellt wird, ist, weshalb wir unsere Bl√ľhwiesen mehrj√§hrig anlegen und warum wir diese nicht einfach vor dem Winter abm√§hen und im Fr√ľhjahr neu auss√§en.

Die Antwort darauf ist, dass die Pflanzen der Bl√ľhwiese im Winter zwar kein Angebot mehr an Pollen und Nektar als Futterquelle f√ľr die Insekten bieten. Dennoch haben sie weiterhin eine wichtige Funktion: Zum einen speichern die Pflanzenreste CO‚āā. Zum anderen dienen Bl√ľhwiesen auch im Winter als Lebensraum f√ľr zahlreiche Insekten, welche in den St√§ngeln √ľberwintern. Mehr dazu, wie Insekten in den Bl√ľhwiesen √ľberwintern, findest du im n√§chsten Abschnitt.

Neben dem Schutz vor den winterlichen Witterungen tragen mehrj√§hrige Bl√ľhwiesen zur Bodengesundheit bei. J√§hrliche Bodenbearbeitung, um jedes Fr√ľhjahr neue Bl√ľhwiesen anzulegen, k√∂nnte die Bodengesundheit beeintr√§chtigen und die Lebensr√§ume von Bodenorganismen wie z.B. den Regenw√ľrmern beeintr√§chtigen. Regenw√ľrmer sind von entscheidender Bedeutung, um die Bodenstruktur zu verbessern und N√§hrstoffe im Boden zu zirkulieren. Durch das Anlegen von mehrj√§hrigen Bl√ľhwiesen bleibt der Boden intakt. Dies tr√§gt langfristig zu einer ges√ľnderen Umwelt bei.

Wildbienen im Winter: Ihre erstaunliche √úberlebensstrategie

Wildbienen sind faszinierende Tiere, welche h√§ufig im Schatten ihrer ber√ľhmten Verwandten, den Honigbienen stehen. Sobald der Herbst kommt und die Natur sich langsam aber sicher auf den Winter vorbereitet, zeigen Wildbienen erstaunliche F√§higkeiten, um sich an die ver√§nderte Umgebung anzupassen und um den Winter zu √ľberleben.¬†

Viele Wildbienenarten leben, im Gegensatz zu ihren Verwandten, den Honigbienen solitär. Dies bedeutet, dass sie alleine leben und Nester anlegen. Im Sommer legen sie ihre Eier in diese Nester und versorgen ihre Larven mit Pollen und Nektar. 

Im Herbst haben die Larven ihre Entwicklung gr√∂√ütenteils abgeschlossen und verpuppen sich. Die verpuppten Larven der Wildbienen √ľberwintern in ihren Nestern, die sich oft in totem Holz, in der Erde oder in hohlen St√§ngeln befinden. Diese Nester dienen als Schutz vor den niedrigen Temperaturen und anderen widrigen Bedingungen des Winters. Die Winterruhe erlaubt es den Wildbienen, die Wintermonate gesch√ľtzt zu √ľberstehen. Sobald es Fr√ľhling wird, schl√ľpfen die jungen Bienen aus ihren Zellen.

Im Gegensatz zu Wildbienen leben die Honigbienen innerhalb ihrer Gemeinschaft und halten in ihrem Bienenstock Winterruhe. Sie ernähren sich von den Vorräten, die sie im Sommer gesammelt haben. Dazu zählen Honig und Pollen.

Wie √ľberleben Schmetterlinge den Winter?

Schmetterlinge √ľberwintern in einer Vielzahl von Entwicklungsstadien. Abh√§ngig, je nach Art, √ľberwintern sie als Ei, Larve, Puppe oder sogar als erwachsener Falter. Die Schmetterlingsarten Admiral oder Tagpfauenauge √ľberwintern beispielsweise als ausgewachsener Falter in Hohlr√§umen.

Kornblume in Bl√ľhwiese

Bei diesen Hohlr√§umen kann es sich auch um deinen Schuppen handeln. Aber auch Dachb√∂den oder Baumh√∂hlen nutzten die Tiere als R√ľckzugsort. In dieser Phase verlangsamen sie ihren Stoffwechsel stark. Dies erlaubt ihnen ausreichend Energie zu sparen, um den niedrigen Temperaturen zu trotzen.

Andere Schmetterlingsarten, wie die des kleine Wiesenv√∂gelchen √ľberwintern als Larve in der Vegetation. Diese Larven finden Schutz unter Bl√§ttern oder in Grashalmen der Bl√ľhwiesen und verbringen die Wintermonate in einem Zustand der Diapause, einer Art Winterruhe.

Exkurs – Zecken im Herbst

W√§hrend der Gedanke an Zecken im Sommer bei den meisten Menschen noch recht pr√§sent ist, denken vermutlich die wenigsten im Herbst und Winter √ľber diese kleinen Tiere nach. Kein Wunder, wo M√ľcken, Wespen und andere Insekten in diesen kalten Jahreszeiten auch weniger pr√§sent sind.

Jedoch, anders als viele Insekten, die im Winter in die Winterstarre gehen, um Energie zu sparen, bleiben Zecken aktiv und suchen nach Wirten, um sich zu ernähren. Dies sind meistens Tiere mit Fell, wie z.B.  Mäuse und Rehe. Sie dienen als Schutz und die Zecken ernähren sich von ihnen. 

√úberwintern Zecken nicht an einem Wirt, suchen sich Zecken einen gesch√ľtzten Ort, um den Winter zu √ľberdauern. Dies k√∂nnen Spalten in einer Baumrinde, unter Laub oder in Totholz sein. Diese Orte bieten der Zecke eine hohe Luftfeuchtigkeit und Schutz vor kalten Temperaturen. Zudem nutzen sie Nester von M√§usen oder Fuchsh√∂hlen als Verstecke. Eine dicke Schneedecke gef√§llt Zecken √ľbrigens auch. Denn unter ihr ist es w√§rmer als der Gefrierpunkt.

Ein weiterer √úberlebensmechanismus von Zecken im Winter ist die Eiablage. Weibliche Zecken legen im Herbst ihre Eier an gesch√ľtzten Orten ab und sterben dann. Die Eier √ľberwintern und im Fr√ľhjahr schl√ľpfen die Larven, um sich auf die Suche nach Wirten zu machen.

Sobald die Temperatur jedoch unter 4 ¬įC f√§llt, sind Zecken weniger aktiv. In dieser Phase gehen auch Zecken in eine Art Winterstarre, um ihren Stoffwechselprozess zu reduzieren. In diesem Zustand k√∂nnen sie Wochen bis Monate ohne Nahrung auskommen. Zecken werden aktiv, sobald es mehrere Tage lang sieben Grad Celsius oder w√§rmer ist. In Deutschland erstreckt sich die Zeckensaison normalerweise von Februar bis Oktober, kann aber je nach Wetter variieren. Bei milden Wintern erwachen Zecken fr√ľhzeitig, oder sie verfallen gar nicht in die Starre. Dies zeigt, dass Zecken zunehmend das ganze Jahr √ľber aktiv sind.

Unabh√§ngig von der Jahreszeit ist Vorsicht vor Zecken geboten, da sie gef√§hrliche Krankheitserreger √ľbertragen k√∂nnen. Schutzma√ünahmen wie lange Kleidung, festes Schuhwerk und regelm√§√üige Kontrollen des K√∂rpers sind sinnvoll. Bei einem Zeckenstich sollte die Zecke vorsichtig mit einer Pinzette oder Zeckenzange entfernt werden. Insgesamt erfordert die Anwesenheit von Zecken, auch im Winter, Aufmerksamkeit und Vorsicht w√§hrend Outdoor-Aktivit√§ten, unabh√§ngig von der Temperatur.

Insekten im Winter

Hast du dich auch schon mal gefragt, wo die vielen kleinen Tierchen, welche im Sommer so zahlreich durch die Luft schwirren oder eifrig durchs Gras rascheln, im Winter sind?Kaum neigt sich der Herbst dem Ende zu, scheinen die Insekten wie vom Erdboden verschluckt zu sein. Und tatsächlich sind sie das in gewisser Weise auch. Ebenso wie Wildbienen oder Schmetterlinge haben Käfer und andere Insekten ihre ganz eigene Überlebensstrategie, um durch den Winter zu kommen. 

Um sich vor den winterlichen Bedingungen zu sch√ľtzen, graben sich viele K√§fer bereits im Herbst in den Boden ein. Dieses unterirdische Versteck bietet den kleinen Tierchen nicht nur Schutz vor den eisigen Temperaturen, auch sch√ľtzt es sie vor Fressfeinden. Andere Insekten suchen Unterschlupf unter Laub oder Steinen. Insekten wie zum Beispiel Wanzen, Heuschrecken und Zikaden √ľberwintern in der Diapause. Dieser Zustand f√§hrt den Stoffwechsel auf ein Minimales herunter und erm√∂glicht den Insekten ausreichend Energie zu sparen, um durch den Winter zu kommen. Andere Insektenarten, welche im Normalfall den Winter nicht √ľberleben, nutzen eine andere Strategie, um ihre Nachkommen durch den Winter zu bringen. Zu diesen Insekten z√§hlt beispielsweise der Marienk√§fer. W√§hrend die erwachsenen Tiere im Herbst sterben, √ľberstehen ihre Nachkommen den Winter als Ei oder als Larven. Bevor die Weibchen sterben, legen sie ungef√§hr 1800 bis 3500 Eier. Um die Eier vor winterlichen Wettereinfl√ľssen und Fressfeinden zu sch√ľtzen, legen die Weibchen ihre Eier unter Bl√§tter, in Rinden oder im lockeren Erdboden ab. In diesen Verstecken sind die Eier etwas isoliert. Im Laufe der Zeit entwickeln sich aus diesen Eiern Larven, welche im Fr√ľhling als adulte Marienk√§fer hervorkommen. Trotz der Bem√ľhungen des Weibchens wachsen aus den bis zu 3500 Eiern nur wenige Marienk√§fer heran.

Ganzjährige Bedeutung der Wildblumen

Egal ob Schmetterling, Marienk√§fer oder Wildbienen. Jede Art hat ihre ganz eigene faszinierende √úberlebensstrategie, um der kalten Jahreszeit zu trotzen und im Fr√ľhjahr unsere Wiesen, Felder und G√§rten erneut zu beleben.¬†

Kornblume in Bl√ľhwiese

Nicht nur im Sommer spielen die Wildblumenwiesen eine wichtige Rolle als Lebensraum f√ľr diese Tierchen. Auch im Winter, selbst wenn die Bl√ľten und Pflanzen verbl√ľht und verwelkt sind, bieten Bl√ľhwiesen einen Lebensraum und einen R√ľckzugsort. Auch bieten die Samen vieler Wildblumen im Herbst und Winter eine wichtige Nahrungsquelle f√ľr V√∂gel und Kleintiere. Damit unterstreicht die Bl√ľhwiese, mit ihren vielf√§ltigen Funktionen ihre ganzj√§hrige Bedeutung f√ľr die Biodiversit√§t.

FAZIT

Bl√ľhwiesen haben auch im Winter eine wichtige Funktion, indem sie Lebensr√§ume f√ľr Insekten schaffen und diese dort auch ihre Larven f√ľr die Vermehrung sicher ablegen k√∂nnen.¬†

Auch wenn Bl√ľhwiesen im Winter vielleicht gr√§ulich-br√§unlich aussehen, sind sie voller Leben!¬†

Unterst√ľtze du jetzt auch das Leben in den Bl√ľhwiesen mit einer Patenschaft in deiner Region – das ist du auch ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk f√ľr deine Liebsten.¬†

ARTENPOST

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So lebendig ist Totholz

So lebendig ist Totholz

Ein scheinbar totes Element spielt eine entscheidende Rolle f√ľr die Erhaltung der Artenvielfalt: Totholz. Es mag zwar so wirken, als w√§re das am Boden liegende Holz einfach nur da, aber Achtung, das t√§uscht!¬†

Ganz so tot ist dieses Holz nämlich gar nicht. 

Tats√§chlich ist Totholz ein lebendiger und wichtiger Lebensraum f√ľr zahlreiche Pflanzen, Tiere und Pilze. Also aufgepasst, in diesem Blogpost bringen wir das Totholz zum Leben!

Kornblume in Bl√ľhwiese

Wie entsteht Totholz?

Wenn B√§ume oder Teile von B√§umen absterben, entsteht Totholz. Klingt recht logisch, aber wodurch kann das passieren, wenn die B√§ume nicht absichtlich zur Holzproduktion gef√§llt werden? B√§ume werden ja bekanntlich sehr alt, aber auch ein Baum kann durch Alterung absterben oder seine √Ąste verlieren. Auch Sch√§dlinge oder Krankheiten f√ľhren dazu. Und nat√ľrlich gibt es auch √§u√üere Einfl√ľsse wie Br√§nde oder St√ľrme. Wer kennt nicht die ganzen √Ąste auf der Stra√üe oder auf dem Waldboden nach einem starken Sturm? Und auch wenn es so aussieht, als w√ľrden die umgefallenen B√§ume oder √Ąste ewig auf der gleichen Stelle im Wald herumliegen, beginnen in dem Moment bereits Zersetzungsprozesse. Diese laufen ganz langsam ab und das Holz wird abgebaut und dem Boden wieder zur√ľckgef√ľhrt. Beteiligt daran sind vor allem Mikroorganismen, aber auch Pilze und Insekten.¬†

 

Totholz kann man in jedem Wald finden, aber vor allem in naturnahen W√§ldern, in denen der Mensch nicht eingreift, kommt Totholz in gr√∂√üeren Mengen vor. Hier werden die abgestorbenen B√§ume nicht wegger√§umt, sondern der nat√ľrliche Lebenszyklus der B√§ume kann hier ganz ungest√∂rt ablaufen und die unz√§hligen Waldbewohner haben √ľber eine lange Zeit einige Vorteile und Nutzungsm√∂glichkeiten.

 

Totholz: Ein unersetzlicher Lebensraum 

Wusstet ihr, dass sich in abgestorbenen Teilen von Geh√∂lzen wahre Sch√§tze verbergen? Abgestorbene Baumst√§mme, √Ąste und Zweige, die im Wald verbleiben, erm√∂glichen einer Vielzahl von Organismen, sich dort anzusiedeln und den Wald zu bereichern.

Obwohl man diese als ‚ÄúTotholz‚ÄĚ bezeichnet, ist es in Wirklichkeit eine pure Lebensquelle f√ľr unz√§hlige Arten. Mit √ľber 1500 Pilzarten, 1400 K√§ferarten und mehr als 500 Fliegen- und M√ľckenarten bietet Totholz eine unersetzliche Vielfalt an Lebensr√§umen ‚Äď ein wahres Refugium also. Je √§lter und dicker das Totholz ist, desto wertvoller ist es f√ľr die Artenvielfalt.¬†

Kann man Totholz nur im Wald finden?

Schon heute wird in der modernen Landschaftsgestaltung viel Totholz eingesetzt. Vielerorts sieht man naturnahe G√§rten. Hier wird oft Totholz integriert, um einen nat√ľrlichen Look zu schaffen, aber auch um einen Lebensraum f√ľr Insekten und viele andere Tiere zu erstellen. Vielleicht habt ihr aber auch im Park schonmal Totholz gesehen. Gelegentlich gibt es Sitzgelegenheiten oder Spielger√§te aus Totholz. Auch in der gr√ľnen Architektur wird Totholz gerne als Element eingesetzt, um Geb√§ude nachhaltiger zu gestalten.¬†

 

Totholz in Feuchtgebieten

Bestimmt habt ihr Totholz auch schon einmal in Feuchtgebieten gesehen. Feuchtgebiete sind gekennzeichnet durch flie√üendes oder stehendes Wasser. Auch hier kannst du Totholz finden und hier gibt es noch weitere Vorteile: Totholz kann die Wasserqualit√§t steigern. Es ist ein nat√ľrlicher Filter, der das Wasser reinigt. Und wo wir schon beim Thema Erosion waren: Auch im Wasser ist Totholz ein wichtiger Erosionsschutz, denn durch die verlangsamte Geschwindigkeit des Wasserflusses kann die Ufererosion minimiert werden. Eine weitere Besonderheit in Feuchtgebieten ist der langsamere Zersetzungsprozess von Totholz. Somit kann der Kohlenstoff l√§nger im Holz gebunden werden und wird nicht so schnell in die Atmosph√§re freigesetzt.

Totholz und seine Artenvielfalt 

√úber verschiedene Wege finden Insekten, V√∂gel, Kleins√§uger und Reptilien in √Ąsten und St√§mmen ein Zuhause. K√§fer, zum Beispiel, finden in den Ritzen und Spalten des Totholzes ideale Bedingungen f√ľr die Eiablage und die Aufzucht ihrer Larven. Viele seltene und bedrohte K√§ferarten sind spezialisiert auf Totholz und k√∂nnten ohne dieses wichtige Habitat nicht √ľberleben.¬†

So könnt ihr vor allem den Hirschkäfer häufig auf abgestorbenen Baumstämmen beobachten. Deren Larven ernähren sich ausschließlich von Holz, welches sich bereits im Zersetzungsprozess befindet. 

Doch auch Spechte, Meisen und Eulen nutzen abgestorbene Baumst√§mme als Nisth√∂hlen. Einige Spechtarten k√∂nnen ihre H√∂hlen nur bauen, wenn gen√ľgend Totholz vorhanden ist. Mit ihrem feinen Schnabel k√∂nnen sie in dem vorgesch√§digten Holz besonders einfach ihre H√∂hlen zimmern.¬† Diese bereits fertigen H√∂hlen dienen dann sp√§teren Bewohnern, wie zum Beispiel Flederm√§usen, als sicheres Zuhause.

 

Wer findet das beste Versteck im Wald?

Viele Tiere verstecken sich im Wald vor ihren nat√ľrlichen Feinden. Daf√ľr sind sie st√§ndig auf der Suche nach sicheren Verstecken. Und was k√∂nnte einem da besseres einfallen, als unser hei√ü begehrtes Totholz.¬†

Und wen trifft man hier alles? 

Unter anderem M√§use verstecken sich hier gern vor Raubv√∂geln, F√ľchsen oder anderen Raubtieren, welche sie hier nicht sehen k√∂nnen oder nicht in die kleinen L√∂cher im Totholz passen. Auch Amphibien wie Kr√∂ten und Fr√∂sche lieben unser feuchtes Totholz vor allem im Sommer. Sie suchen hier zwar auch Schutz vor nat√ľrlichen Feinden, aber auch vor der Hitze. Den gleichen Schutz suchen im Sommer auch Schnecken oder Asseln, welche sich sehr √ľber die Feuchtigkeit im Totholz freuen.

Und wen finden wir nat√ľrlich noch im Totholz?¬†

Klar, auch unsere Insekten verstecken sich hier gern. Dazu graben sie teilweise Gänge und Kammern in das Totholz und hoffen, dass sie hier nicht gefunden werden. 

 

Lecker РTotholz als Nahrungsquelle: 

Totholz bietet Nahrung f√ľr Pilze, Moose und Flechten und viele weitere Organismen. Durch Bakterien und Pilze wird das Holz zersetzt und in n√§hrstoffreiche Substanzen umgewandelt. Ganz zur Freude der Holzwespe.

Sie und viele weitere Insekten ern√§hren sich von diesen Mikroorganismen oder aber auch von dem Holz selbst. Auch Wirbellose, wie der Tausendf√ľ√üler oder einige Schneckenarten ern√§hren sich von den Mikroorganismen. Und zu guter Letzt profitieren auch die V√∂gel von den Insekten auf dem Totholz. Sie machen sich im Totholz auf Nahrungssuche nach Insekten oder Larven.

Biene auf einer Lavendelbl√ľte

Ein ewiger Kreislauf im √Ėkosystem

Totholz spielt eine wichtige Rolle im N√§hrstoffkreislauf des Waldes. W√§hrend sich das Holz zersetzt, werden N√§hrstoffe freigesetzt und gelangen zur√ľck in den Boden. Dazu z√§hlt zum Beispiel Zellulose, aber auch Mineralstoffe, organische S√§uren, Vitamine und Stickstoff werden freigesetzt. Durch diesen n√§hrstoffreichen Boden, der schlussendlich entsteht, wird das Wachstum neuer Pflanzen unterst√ľtzt und all dies tr√§gt zur Gesundheit und zur Biodiversit√§t des gesamten √Ėkosystems bei. Das Totholz dient somit als eine Art nat√ľrlicher D√ľnger und verleiht dem Wald neue Vitalit√§t.

Biene auf einer Lavendelbl√ľte

Totholz kann noch viel mehr 

Totholz als wichtiger Erosionsschutz

Erosion ist ein nat√ľrlicher Prozess, bei dem Bodenpartikel durch Wasser oder Wind an andere Orte transportiert werden. Durch diesen Prozess wird die Bodenfruchtbarkeit beeintr√§chtigt und die Landschaft deutlich ver√§ndert. Und da kommt unser Totholz ins Spiel: Es ist ein nat√ľrlicher Erosionsschutz! Totholz bildet eine physische Barriere auf dem Waldboden. Dadurch flie√üt das Oberfl√§chenwasser langsamer ab und weniger Bodenpartikel werden abgeschwemmt. Vor allem in Hanglagen oder in f√ľr Erdrutsche anf√§lligen Gebieten ist Totholz besonders wertvoll. Durch Totholz wird die Stabilit√§t des Bodens verbessert und Erosionsereignisse k√∂nnen minimiert werden.¬†

 

Humusaufbau durch Totholz

Und was passiert nun mit dem Totholz, wenn es irgendwann vollst√§ndig zersetzt ist? Totholz tr√§gt einen gro√üen Beitrag zum Humusaufbau bei. Humus ist eine organische Komponente des Bodens und besteht aus zersetztem tierischem oder pflanzlichem Material. Dazu z√§hlt auch Totholz. Wird es zersetzt, entstehen organische Materialien, welche in den Boden eingearbeitet werden und somit zum Humusaufbau f√ľhren. Die Zersetzung wird durch Mikroorganismen vorangetrieben. Dabei entstehen weitere organische Abfallprodukte und mehr Humus kann aufgebaut werden. Aber auch die verbesserte Bodenstruktur durch Totholz ist von Bedeutung. Durch Totholzpartikel kann die Bodenbel√ľftung und die Wasserhaltef√§higkeit verbessert werden. Dadurch k√∂nnen weitere Pflanzen und Mikroorganismen wachsen und organische Abfallprodukte herstellen oder selbst irgendwann zum Humusaufbau beitragen.¬†

Die Geschichten, die uns das Totholz erzählt

Totholz erz√§hlt uns Geschichten. Ob ein m√§chtiger, umgest√ľrzter Baumstamm oder ein kleiner Ast, jedes St√ľck Totholz kann uns eine Geschichte √ľber die vergangenen Zeiten im Wald erz√§hlen. Die Ringe eines Baumes k√∂nnen uns viel √ľber die klimatischen Bedingungen der Vergangenheit erz√§hlen. Aber auch die Spuren von Insekten, Pilzen und vielen weiteren Organismen zeigen uns die biologische Vielfalt und die √∂kologischen Prozesse des Waldes. Totholz erinnert uns daran, dass Tod und Leben in der Natur miteinander verbunden sind und dass wir viel aus der Vergangenheit lernen k√∂nnen.¬†

 

Totholz in deinem Beet: Ein gestalterischer Akzent und eine Investition in die Artenvielfalt

Bevor ihr also das n√§chste Mal einen toten Baum in eurem Garten f√§llt, solltet ihr abw√§gen, ob ihr ihn nicht erhalten und die dort lebenden Arten sch√ľtzen k√∂nnt. Wenn es keinen anderen Weg gibt, kann das Holz auch im Beet weiter als Lebensraum dienen und sogar gestalterische Akzente setzen.

Wichtig ist: Unbehandeltes Holz, das aus seiner Ursprungsformation gel√∂st wurde, hat einen geringeren √∂kologischen Wert als Totholz, das in seiner nat√ľrlichen Umgebung verbleibt. Dennoch sollte der Mehrwert f√ľr die Natur nicht untersch√§tzt werden. So bietet Totholz, das direkt in ein Beet integriert wird, einen Lebensraum f√ľr zahlreiche Arten. Pilze und Lebewesen k√∂nnen so das Holzmaterial zersetzen und schaffen daraus schlie√ülich Humus, w√§hrend V√∂gel, Wildbienen und andere Insekten ihre Nester und Bruth√∂hlen bauen.

Unser Fazit: Totholz hat also viel mehr zu bieten, als man auf den ersten Blick denkt

Wie ihr gemerkt habt, ist Totholz deutlich mehr als nur ein abgestorbener Baumstumpf oder ein verwitterter Ast. Es nimmt eine wichtige Rolle im Kreislauf des Waldes ein und bietet vielen Lebewesen Nahrung oder einen sicheren Lebensraum vor nat√ľrlichen Feinden oder dem Wetter. Es sch√ľtzt aber auch uns Menschen, indem es die Bodenqualit√§t verbessert und einen nat√ľrlichen Erosionsschutz bildet. Der Schutz von Totholz ist ein wichtiger Schritt in Richtung Erhalt der Biodiversit√§t und Artenvielfalt. Lasst uns gemeinsam daf√ľr sorgen, dass diese wertvollen Biotope erhalten bleiben. #ichundmeinholz

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Unterschiede von Wild- und Honigbienen

Unterschiede von Wild- und Honigbienen

Wilbienen vs. Honigbienen Рdie Unterschiede der Bienenarten 

Denkt man an Bienen, so wird meistens an die Honigbiene gedacht. Was aber nur wenige wissen ist, dass es weltweit weitere 30.000 Bienenarten gibt, die unter den verschiedenen Arten der Wildbienen zusammengefasst werden. Von ihnen sind etwa 560 in Deutschland heimisch. Im Vergleich dazu gibt es lediglich 9 Honigbienenarten, von denen 8 in Asien heimisch sind. Jede dieser 9 Arten wird vom Menschen zur Gewinnung von Honig oder zum Bestäuben von Nutzpflanzen genutzt.

Abgesehen von der Anzahl an Arten unterscheiden sich die Wildbienen jedoch noch in einigen weiteren Aspekten von der Honigbiene. Welche das sind, erfahrt ihr in diesem Beitrag

Aussehen

Honigbienen sind in der Regel braunschwarz und nicht, wie fälschlicherweise häufig angenommen, gelbschwarz. Bei gelbschwarzen Insekten handelt es sich in unseren Breiten stattdessen meist um Wespen.

Das Aussehen der Wildbienen ist dagegen von Art zu Art unterschiedlich und variiert von rein schwarz √ľber gelbschwarz bis hin zu einer r√∂tlichen F√§rbung. Ebenfalls unterschiedlich ausgepr√§gt sind ihre Pelzkleider. Einige weisen eine dichte Behaarung auf, andere sind nur sp√§rlich oder fast gar nicht behaart. Auch bei ihrer K√∂rpergr√∂√üe weisen sie Unterschiede auf. So ist eine der kleinsten in Deutschland heimischen Wildbienenarten, die Steppenbiene, nur 4 mm gro√ü, w√§hrend die blaue Holzbiene eine K√∂rpergr√∂√üe von bis zu 3 cm erreicht.

Lebensraum

Wildbienen und Honigbienen k√∂nnten in ihren Lebensweisen und bei der Wahl ihrer Nistpl√§tze unterschiedlicher kaum sein. W√§hrend Honigbienen als V√∂lker mit bis zu 50.000 Mitgliedern in Bienenst√∂cken leben, bevorzugen Wildbienen meist das solit√§re Einsiedlerleben. Etwa 50 % der Wildbienenarten nisten unter der Erde. F√ľr ihre Bruth√∂hlen suchen sie sich entweder bereits von anderen Insekten angelegte G√§nge oder graben sich ihre Nistr√∂hren selbst. Hierbei bevorzugen sie meistens Sand- oder Lehmfl√§chen.

Wenn die Nistplätze nicht unterirdisch angelegt werden, nutzen Wildbienen Totholz, Pflanzenstängel oder sogar leere Schneckenhäuser, um ihre Jungen aufzuziehen.

Kurzer Exkurs in die Aufgabenverteilung innerhalb des Bienenstocks

In den Völkern der Honigbienen hat jede ihre spezielle Aufgabe.

Die weiblichen Arbeiterinnen k√ľmmern sich um den Nachwuchs und um die Bienenk√∂nigin, bauen Waben, bewachen den Bienenstock oder sammeln Pollen und Nektar. Sie sterben nach etwa 45 Lebenstagen.

Drohnen sind m√§nnliche Bienen und f√ľr die Befruchtung der Bienenk√∂nigin zust√§ndig. Davon abgesehen erw√§rmen sie den Bienenstock und verdauen den Nektar zu Honig. Zum Herbst werden sie von den Arbeiterinnen jedoch aus dem Bienenstock vertrieben und verenden. Diesen Vorgang nennt man auch ‚ÄěDrohnenschlacht‚Äú.

Die Bienenk√∂nigin sorgt f√ľr den Nachwuchs, indem sie ihre Eier in den Wabenzellen ablegt. Hierbei kann sie entscheiden, ob sie ein unbefruchtetes oder ein befruchtetes Ei ablegt. Erstere werden in die kleineren Wabenzellen gelegt und es entstehen Arbeiterinnen. Zweitere werden in dementsprechend gr√∂√üere Wabenzellen gelegt, aus welchen dann die Drohnen entstehen.

Nahrung

Zun√§chst ben√∂tigen sowohl die Honigbienen als auch die Wildbienen, genau wie wir Menschen, Wasser, um¬†zu √ľberleben. Hier reicht oft der morgendliche Tau aus, um ihren Wasserbedarf zu decken. Bei langanhaltenden hohen Temperaturen wird die Wassersuche f√ľr Bienen h√§ufig zu einem Problem, weshalb es sinnvoll ist an solchen Tagen eine kleine Insektentr√§nke aufzustellen.

Zur weiteren Nahrungsaufnahme dienen sowohl f√ľr die Honigbienen als auch f√ľr die Wildbienen Nektar und Pollen. Nektar ist ein von Pflanzen produzierter zuckerhaltiger Saft, der dazu dient Insekten anzulocken. Aus ihm entsteht der Honig. Pollen enthalten essenzielle Aminos√§uren, weshalb sie vor allem f√ľr die Aufzucht der Brut von den Bl√ľten der Pflanzen gesammelt werden. Von den Honigbienen wird zus√§tzlich auch Honigtau gesammelt. Honigtau sind zuckerhaltige Ausscheidungsprodukte von anderen Insekten, wie z.B. L√§usen, die sich von Pflanzens√§ften ern√§hren. Aus dem Honigtau wird ebenfalls Honig hergestellt, welcher von den Imkern h√§ufig als Waldhonig deklariert wird.

Honigbienen sind √ľbrigens bl√ľtensteht. Das bedeutet, dass sie w√§hrend ihres Ausflugs immer zur selben Pflanzenart fliegen, bis diese verbraucht oder verbl√ľht ist.

Einige Wildbienenarten sind auf einzelne Pflanzenfamilien (‚ÄěOligolektie‚Äú) oder sogar nur auf eine einzige Pflanzengattung spezialisiert (‚ÄěMonolektie‚Äú). Diese Arten sind daher noch st√§rker gef√§hrdet, wenn der R√ľckgang der Pflanzenvielfalt weiter anh√§lt.

Bl√ľhwiese mit Mohn von Artengl√ľck

Bestäubung

Die Honigbiene √ľbernimmt die wichtige Aufgabe der Best√§ubung nicht allein. Wildbienen und auch einige andere best√§ubende Insektenarten wie z.B. M√ľcken, Wespen oder Schmetterlinge unterst√ľtzen sie dabei.

Insgesamt beginnen Wildbienen fr√ľher mit der Best√§ubung als Honigbienen, da sie weniger k√§lte- und n√§sseempfindlich sind. So fangen sie bereits Fr√ľhjahr an, Obstb√§ume zu best√§uben, w√§hrend die Honigbiene sich wegen der geringen Temperaturen noch im Ruhezustand befindet.

Eine Honigbiene erreicht auf ihrer t√§glichen Tour etwa 300 Bl√ľten. Unter den Wildbienen gibt es einige Arten, die vergleichsweise effektiver unterwegs sind. So schafft eine Hummel sogar rund 1000 Bl√ľten am Tag. Langr√ľsslige Hummelarten sind au√üerdem wichtig f√ľr die Best√§ubung bestimmter Pflanzenarten, an die die Honigbiene nicht herankommt. Dies ist zum Beispiel der Fall bei Pflanzen mit kompliziertem Bl√ľtenaufbau (z.B. L√§usekraut) oder Pflanzen, bei denen der Nektar in tiefen Kornr√∂hren vorliegt (z.B. Rotklee oder Eisenhut).

Flei√üige Bienen in unseren Bl√ľhwiesen.

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