How-to – insektenfreundlicher Balkon

How-to – insektenfreundlicher Balkon

How-To insektenfreundlicher Balkon

Für mehr Summen und Brummen auf deinem Balkon!

 

Bienen, Schmetterlinge & Co. knurrt vor allem in der Stadt nicht selten so richtig der Magen – Nahrung finden wir hier zur echten Schatzsuche. Denn vor allem in Städten mangelt es Insekten an Grünflächen mit ausreichend Blumen und Pflanzen, unter anderem ein Grund für den Rückgang der Insekten. Und dabei brauchen wir die fleißigen Bestäuber dringend, knapp 85 % unserer Nutz- und Kulturpflanzen sind auf Bestäubung angewiesen! 

 

Doch wir alle können einen Beitrag dazu leisten, das Insektensterben aufzuhalten. Auch du! Das geht zum Beispiel, indem du deinen Balkon oder Garten insektenfreundlich gestaltest. 

Hier zeigen wir dir 5 Pflanzenarten, die Bienen, Schmetterlinge & Co. besonders lecker finden:

 

Kornblume: Kornblumen (Centaurea cyanus) sind eine Gattung von Pflanzen aus der Familie der Korbblütler. Die Pflanzen sind in Europa und Asien heimisch, werden aber auch in anderen Teilen der Welt angebaut. Die Pflanzen wachsen in der Natur oft auf Getreidefeldern oder anderen offenen Flächen.

  • Licht: sonnige Standorte
  • Boden: toleriert sandige Böden, bevorzugt aber lockere, leicht kalkhaltige Böden
  • Wasser: gering, nur in länger anhaltenden Trockenphasen oder im Hochsommer
  • Optimaler Aussaatzeitraum: März bis April 
  • Einjährig
Kornblume in Blühwiese

Lavendel: Lavendel (Lavandula) ist eine Gattung von mehr als 40 verschiedenen Arten aus der Familie der Lippenblütler. Er ist nicht nur bei uns Menschen für seinen starken Duft bekannt, auch Insekten werden davon angezogen.

  • Licht: sonnige Standorte
  • Boden: eher trocken
  • Wasserbedarf: gering, nur in länger anhaltenden Trockenphasen oder im Hochsommer
  • Optimale Anpflanzung: am besten als kleine Pflanze kaufen und einsetzen, da die Anzucht mit Samen schwierig ist
  • Mehrjährig
Biene auf einer Lavendelblüte

Bor(r)etsch/Gurkenkraut: Borretsch (Borago officinalis) ist eine einjährige Pflanze aus der Familie der Raublattgewächse. Sie stammt vermutlich aus dem Mittelmeerraum, ist aber mittlerweile in vielen Teilen der Welt verbreitet. Borretsch kann bis zu einem Meter hoch werden und hat auffällige, sternförmige, blaue Blüten, die essbar sind. 

    • Licht: mag es sonnig und halbschattig 
    • Boden: nahrhaft, eher feucht, nicht sandig
    • Wasserbedarf: mäßig 
    • Optimaler Aussaatzeitraum: April bis Mitte Juni
    • Einjährig
Biene auf einer Lavendelblüte

Ringelblume: ein richtiger klassiker – Ringelblumen (Calendula officinalis) sind eine Gattung von Pflanzen aus der Familie der Korbblütler. Sie stammen ursprünglich aus dem Mittelmeerraum, sind aber mittlerweile in vielen Teilen der Welt verbreitet. Die Pflanzen haben auffällige, orangefarbene oder gelbe Blüten, die aus vielen dünnen Blütenblättern bestehen und von einem körbchenförmigen Blütenstand umgeben sind.

    • Licht: vollsonnig bis halbschattig
    • Boden: mag Lehmböden
    • Wasserbedarf: mäßig 
    • Optimaler Aussaatzeitraum:
    • Einjährig
Biene auf einer Lavendelblüte

Oregano: nicht nur gut für Pasta – Oregano (Origanum vulgare) ist eine aromatische, mehrjährige Pflanze aus der Familie der Lippenblütler.Die Blätter enthalten ätherische Öle, die Oregano seinen charakteristischen Geschmack und Geruch verleihen. 

    • Licht: Sonnig oder Halbschatten
    • Boden: durchlässig und mager
    • Wasserbedarf: gering
    • Optimaler Aussaatzeitraum: März bis Mai
    • Mehrjährig
Biene auf einer Lavendelblüte

Mit der kleinen aber feinen Auswahl bereitet ihr den fleißigen Brummern auf jeden Fall schon mal ein kleines Festmahl. Ihr könnt aber noch auf andere Weise helfen: zum Beispiel, indem ihr Wasserstellen aufstellt oder Nistplätze mit zum Beispiel einem eigenen Insektenhotel aufbereitet. 

Biene auf einer Lavendelblüte

Im Sommer ganz besonders wichtig: eine Insektentränke aufstellen. Auch unsere kleinen Freunde haben in der heißen Jahreszeit Durst. 

Also ab auf den Balkon und losgepflanzt!

ARTENPOST

DU WILLST WISSEN, WAS AUF DEINER BLÜHWIESE & CO. GERADE LOS IST?

Soziales Engagement und Naturschutz vereint

Soziales Engagement und Naturschutz vereint

“Schicke Bank!” “Danke, finden wir auch.😎” – An einigen unserer Blühwiesen findet ihr jetzt Sitzbänke, die nicht nur schick aussehen, sondern auch einen guten Zweck verfolgen! Gemeinsam mit dem Caritasverband Coesfeld e.V.  und Continental haben wir Naturschutz und Soziales vereint. 

 In Zusammenarbeit ist eine Sitzbank für unsere Blühwiesen entstanden, die zum Seele baumeln und verweilen einlädt. Die Sitzbank wurde über den Caritasverband von Menschen mit Beeinträchtigungen gefertigt und ist ein tolles Beispiel dafür, wie wir gemeinsam Hand in Hand Umwelt und soziales Engagement verbinden können.

Artenglück und Caritas Sitzbank

Unser letzter Besuch an den Continental Blühwiesen: Strahlender Sonnenschein und strahlende Gesichter – auf der Sitzbank vom Caritasverband lässt es sich aushalten. ©Frank W. Koch / studio koch

Mit der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Organisationen und der Bündelung von Ressourcen möchten wir dazu beitragen, nachhaltige Lösungen für soziale und ökologische Herausforderungen zu schaffen. 

 

Der Caritasverband 

“Der Caritasverband für den Kreis Coesfeld e.V. hat die Aufgabe, Menschen in ihren jeweiligen Lebensumständen und Notlagen zu helfen, ihre Würde zu schützen, das solidarische Zusammenleben zu fördern und sich für ein Leben in Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen.” (Quelle:  https://www.caritas-coesfeld.de/verband/wir-ueber-uns

Vereinigung von sozialem und ökologischem Engagement 

Die Sitzbänke dienen nicht nur als Rastplatz für Wanderer, Radfahrer und Blühwiesenbesucher und Bersucherinnen, sondern auch als ein Ort der Begegnung, an dem sich Menschen über die Bedeutung von Naturschutz und sozialer Inklusion  informieren und austauschen können.

Also, auf geht’s zur Blühwiese. 

 Einfach mal die Sonne genießen und dem Summen und Brummen der Bienen, Hummeln und Co. auf der Blühwiese lauschen – was gibt es Schöneres?! 

ARTENPOST

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Artensterben – wieso, weshalb, warum?

Artensterben – wieso, weshalb, warum?

Ein summender Bienenschwarm, der über eine Blühwiese fliegt und Nektar sammelt, eine fleißige Hummel, die vor sich hin brummt und ein Schmetterling, der seine Fühler nach einer Kornblume ausstreckt – all das und noch viel mehr ist Artenvielfalt.

Doch die Artenvielfalt nimmt seit Jahren ab und das Artensterben und die Zerstörung von Lebensräumen nimmt seit langem zu. Aber was genau bedeutet Artenvielfalt und Biodiversität eigentlich und welche Gründe gibt es für die schwindende Artenvielfalt und welche Folgen entstehen aus dem Verlust der Arten? All diese Fragen und Möglichkeiten, die jeder einzelne von uns für den Erhalt der Biodiversität ergreifen kann, haben wir in diesem Artikel für Dich zusammengefasst. 

Bienen, Hummeln & Co. - mit Blühwiesen bieten wir den fleißigen Brummern einen wichtigen Rückzugsort.

Bienen, Hummeln & Co. – mit Blühwiesen bieten wir den fleißigen Brummern einen wichtigen Rückzugsort.

Was bedeutet Artenvielfalt und Biodiversität?

Artenvielfalt – ein häufig genutzter Begriff, aber was steckt eigentlich genau dahinter? Artenvielfalt bezieht sich auf die Anzahl und Vielfalt der Arten auf der ganzen Welt. Ohne dieses perfekt harmonisierende Gleichgewicht kann das Leben, so wie wir es kennen, nicht stattfinden. Denn: Die Artenvielfalt ist ein entscheidender Faktor für die Stabilität und Gesundheit von Ökosystemen. Je höher die Artenvielfalt ist, desto widerstandsfähiger ist das Ökosystem gegen Störungen und umso besser kann es seine Funktionen wie die Sauerstoffproduktion, die Wasserreinigung und die Bestäubung von Pflanzen erfüllen. 

 

Die Artenvielfalt lässt sich unter dem Oberbegriff der Biodiversität zusammenfassen. Die Biodiversität bezieht sich auf die gesamte Vielfalt des Lebens und lässt sich unterteilen in die genetische Vielfalt, in die Artenvielfalt und in die Vielfalt der Ökosysteme. 

Eine hohe Biodiversität bedeutet ein ausgewogenes Zusammenspiel der verschiedenen Arten und ermöglicht die perfekte Anpassung an Veränderungen im Klima und in der Umwelt. Und nicht nur das: Sie ist die Grundlage für viele unserer Ressourcen wie Nahrung und verschiedene Rohstoffe. Der Verlust an Biodiversität und insbesondere der Artenvielfalt führt somit nicht nur zu weniger Blütenpracht in unseren Landschaften, sondern stellt auch eine ernsthafte Bedrohung für die menschliche Existenz dar. Die „Rote Liste der gefährdeten Arten Deutschlands”, die von der Bundesanstalt für Naturschutz veröffentlicht wurde, zeigt, dass fast ein Drittel der in Deutschland heimischen Arten gefährdet oder bereits ausgestorben ist. Weitere Statistiken, wie zum Beispiel die Krefelder Studie, haben gezeigt, dass seit 1989 76% der Fluginsekten-Biomasse zurückgegangen ist und insgesamt 40% der Insektenarten weltweit vom Aussterben bedroht sind (Biological Conservation 2019). 

 

In der heutigen Zeit sind sowohl die Artenvielfalt als auch die Biodiversität gefährdet. Die Geschwindigkeit des Artensterbens ist alarmierend und hat weitreichende Folgen für uns Menschen. Umso wichtiger also, dass wir uns mit den Gründen dafür beschäftigen und Maßnahmen für unsere heimischen Arten ergreifen.

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Gründe für den Verlust der Artenvielfalt

Doch warum kommt es eigentlich zum Artensterben?
Einer der Hauptgründe ist die Habitatzerstörung. Durch uns Menschen und unsere Aktivitäten wie die Urbanisierung und die Abholzung von Wäldern wird der natürliche Lebensraum vieler Tiere und Pflanzen verändert oder gar zerstört. Der Mensch rodet Wälder, um mehr Platz für Flächen zur Bebauung zu schaffen oder es werden Feuchtgebiete trockengelegt und Grünflächen in Städten werden bebaut. Viele Tiere und Pflanzen verlieren dadurch ihren Lebensraum und können ohne diesen nicht mehr überleben. 

Ein weiterer kritischer Faktor ist auch hier der Klimawandel. Durch die Erderwärmung sind bereits jetzt weitreichende Folgen für die Umwelt entstanden. Die Temperaturen steigen, die Wettermuster ändern sich und die Meeresspiegel steigen seit Jahren immer weiter. All dies sorgt für extreme Lebensbedingungen für unsere Arten und nicht alle schaffen es, unter diesen veränderten Bedingungen zu überleben. Das sieht man vor allem in der Polarregion oder an Korallenriffen, in denen die Erderwärmung und der steigende Wasserspiegel den Tieren zunehmend zu schaffen machen.

Und damit ist unsere Liste der vielen Gründe für den Verlust der Artenvielfalt leider noch nicht vorbei. Durch unsere Umweltverschmutzung sterben leider weitere Arten. Giftige Chemikalien gelangen in unsere Umwelt und oft auch in Wasserquellen und können so direkt ein ganzes Ökosystem stark schädigen. Aber bei dem Thema geht es nicht nur um Chemikalien: Zur Umweltverschmutzung zählt auch der Plastikmüll, der Tag für Tag in den Ozeanen landet. Dieser ist oft eine tödliche Gefahr für die Lebewesen im Meer, da sie ihn oft mit Nahrung verwechseln. 

Bleiben wir einmal beim Meer: Auch Überfischung und am Land auch Überjagd stellen ein Problem für unsere Arten dar. Durch Überfischung sind die Bestände einiger Fischarten bereits kritisch zurückgegangen und die Jagd auf seltene Tiere als Trophäen führt zu einer kritischen Bedrohung der gejagten Arten.

Ein weiteres Thema sind die invasiven Arten: Invasive Arten sind nicht heimische Tiere oder Pflanzen, die in neue Gebiete eingeführt werden. Das geschieht zum Beispiel per Seeweg auf Schiffen. Die invasiven Arten verdrängen die heimischen Arten oder übertragen Krankheiten und stören so auf erhebliche Weise das Ökosystem. Oftmals haben die invasiven Arten keine natürlichen Feinde in den neuen Regionen und können dann schnell unkontrolliert wachsen und sich weiter ausbreiten und so immer weiter das Ökosystem stören. 

Wie man merkt, gibt es leider viele Gründe für den Verlust der Artenvielfalt und Biodiversität und diese hängen auch immer miteinander zusammen. Das Problem ist sehr komplex und wenn man so etwas liest, hat man das Gefühl, dass man als Mensch Schuld an alledem ist. Aber wir Menschen sind auch diejenigen, die etwas ändern können und unsere heimische Artenvielfalt retten können und ihr wieder einen Lebensraum bieten können. 

Bienen, Hummeln & Co. - mit Blühwiesen bieten wir den fleißigen Brummern einen wichtigen Rückzugsort.

Welche Folgen hat das Artensterben für uns Menschen?

Das Artensterben hat nicht nur direkte Auswirkungen auf die betroffenen Arten selbst, sondern beeinflusst auch unsere Wirtschaft, Kultur und Umwelt. Die Folgen sind also deutlich weitreichender als man auf den ersten Blick vermutet.
Zu den Folgen des Artensterbens zählt der Verlust der Ökosystemdienstleistungen. Einige unserer Arten, wie zum Beispiel die Bienen, sind als Bestäuber für die heimischen Pflanzen unerlässlich. Ohne diese Bestäubung leidet die Nahrungsmittelproduktion durch einen drastischen Rückgang der Ernteerträge. 84% der deutschen Nutzpflanzen sind laut CORDIS 2016 von Fremdbestäubung abhängig. Ein weiteres Beispiel für Ökosystemdienstleistungen sind Würmer und andere Bodenorganismen: Sie machen unseren Boden fruchtbar und sind dadurch ein wichtiger Teil des Pflanzenwachstums.
Eine weitere Folge ist der Verlust der Nahrungssicherheit. Viele der Arten, die vom Aussterben bedroht sind, sind ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung. So kommt es durch die Überfischung zu einem Verschwinden von Fischarten, welcher ein wichtiger Proteinlieferant für viele Menschen sind.
Die kulturelle Bedeutung der Arten ist ebenso nicht zu vernachlässigen. Viele Gemeinschaften auf der ganzen Welt haben tiefe kulturelle Verbindungen zu bestimmten Tieren und Pflanzen. Wenn diese verschwinden, kann das weitreichende Folgen auf die kulturelle Identität dieser Gemeinschaften haben.
Durch das Artensterben zeigen sich schlussendlich auch wirtschaftliche Folgen. Einige Branchen, wie die Fischerei oder der Tourismus, sind direkt von der Biodiversität abhängig. Ein Rückgang der Artenvielfalt führt zu wirtschaftlichen Einbußen und zum Verlust von Arbeitsplätzen.
Der Verlust der Artenvielfalt ist also nicht nur ein ökologisches Problem, sondern auch ein soziales, kulturelles und wirtschaftliches Problem. Die Erhaltung der Biodiversität wird, unter Anbetracht dieser Tatsachen, immer wichtiger.

Was können wir gegen das Artensterben machen?

Bei diesen alarmierenden Gründen und Folgen des Artensterbens gibt es bereits Fortschritte und Lösungsansätze zur Förderung der Artenvielfalt. Durch gezielte Maßnahmen wie Naturschutzgebiete oder die Renaturierung von Flächen, Flüssen und Feuchtgebieten kann der Biodiversitätsverlust verlangsamt oder gar gestoppt werden, wenn wir viele, langfristige und qualitative Habitate schaffen. Auch eine Reduzierung des Verbrauchs von Ressourcen und eine Umstellung auf erneuerbare Energien können dazu beitragen, den ökologischen Fußabdruck zu reduzieren und die Biodiversität zu erhalten.
Ein weiterer Ansatzpunkt ist eine nachhaltige Landwirtschaft. In Zukunft sollten keine großen Flächen mehr gerodet werden, um Monokulturen anzubauen, sondern Techniken wie die Agroforstwirtschaft oder Permakultur können angewendet werden. Diese fördern die Biodiversität und sind gleichzeitig produktiv.
Die Bildung spielt eine weitere Schlüsselrolle beim Erhalt der Artenvielfalt. Durch ein größeres Bewusstsein für die Ursachen des Artensterbens können die richtigen Maßnahmen für unsere Biodiversität ergriffen werden und jeder kann seinen eigenen Teil leisten.
Ein Schritt, der mittlerweile auch oft Anwendung findet, ist die Durchsetzung von Gesetzen und Vorschriften. Gesetze, die zum Beispiel den Handel mit bedrohten Arten verbieten, reduzieren die Bedrohungen für die Biodiversität direkt.
Wir von Artenglück kämpfen auch jeden Tag für den Erhalt unserer heimischen Arten, indem wir Blühwiesen anlegen, Wälder aufforsten und Feldvogelfenster in Getreidefeldern anlegen. Dadurch schaffen wir einen Lebensraum und Nahrungsmittel für die regionale Artenvielfalt. Auch Du kannst Teil dieser Naturschutzprojekte sein. Bei Artenglück kannst Du Pate für ein Naturschutzprojekt werden und so den Arten direkt vor Deiner Haustür einen neuen Lebensraum geben. Schaue Dir dazu gerne unsere Patenschaften an und mache einen ersten Schritt in Richtung Erhalt der Biodiversität.

Bienen, Hummeln & Co. - mit Blühwiesen bieten wir den fleißigen Brummern einen wichtigen Rückzugsort.

Wichtig ist: Wir müssen uns bewusst machen, dass unser Handeln direkte Auswirkungen auf die Artenvielfalt hat und dass es notwendig ist, sich gemeinsam für den Schutz der Biodiversität zu engagieren.

Ob Du als Privatperson oder direkt das Unternehmen, für welches Du arbeitest – das Engagement von jedem und jeder hat einen entscheidenden Einfluss auf die Biodiversität und damit Deinen eigenen Lebensraum. Auch indem ihr Prozesse und Produkte nachhaltiger gestaltet und Euch – zum Beispiel mit unseren Blühwiesen – für den Schutz von Ökosystemen und Arten einsetzt. 

Nichts da mit “nur ein Tropfen auf den heißen Stein” –  jedes Engagement für den Naturschutz zählt und trägt dazu bei, einen positiven Wandel für unsere Umwelt zu bewirken. Durch unser kontinuierliches Handeln setzen wir ein Zeichen und können gemeinsam einen wesentlichen Unterschied ausmachen.

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Warum der Regenwurm Regenwurm heißt

Warum der Regenwurm Regenwurm heißt

Warum der Regenwurm Regenwurm heißt und wieso er den besten Dünger auf der Welt produziert

Man sieht ihn selten, eigentlich nur wenn man mit einem Spaten den Boden umgräbt oder wenn es regnet. Aber warum ist das so? Wieso versteckt er sich lieber unter der Erde und kommt dann hoch an die Erdoberfläche wenn es regnet? Was der Regenwurm sonst noch so besonders macht, erfährst du in diesem Beitrag.

Der Aufbau eines Regenwurm-Körpers

Über den Regenwurm ranken sich so einige Märchen. So auch, dass Teile eines abgetrennten Regenwurms eigenständig weiterleben können. 

Das ist leider nicht ganz so wahr. Allerdings stimmt es, dass wenn der Hinterteil abgetrennt wurde, dieser wieder von alleine nachwachsen kann. Allerdings nur dann, wenn keine der lebenswichtigen Organe, die sich im vorderen Teil des Wurms befinden, zerstört wurden.

Generell besteht der Regenwurm Körper aus zylindrischen Segmenten, die minimal mit Borsten bedeckt sind. Die Borsten funktionieren dabei wie Spikes, die sich im Boden verankern. Je älter ein Regenwurm, desto mehr Segmente kommen hinzu. Sodass der Regenwurm solange wächst, bis er ca. 160 Segmente lang ist. So erreichen die in Deutschland verbreiteten Tau- und Kompostwürmer im Durchschnitt eine Körperlänge von 6-35cm. Insgesamt gibt es 3.000 Arten, wovon manche sogar bis zu 3m lang werden können.

In seinem schlauchartigen Körper befinden sich Längs- und Ringmuskeln, mit denen er sich fortbewegt. Zieht er die Längsmuskeln zusammen wird er dick und kurz. Mit den Ringmuskeln wird er dünn und lang. Durch das abwechselnde Zusammenziehen und Strecken bewegt er sich vorwärts. 

Wo ist der Regenwurm zu finden?

Natürlich im Boden – aber in welchem? Sie bevorzugen lockere und feuchte Böden. Damit der Schleimmantel nicht zerstört wird, darf der pH-Wert der Erde nicht niedriger als 3,5 sein. Am aktivsten sind die Würmer im Frühjahr und im Herbst, da hier die Temperaturoptimum bei etwa 10-15 Grad Celsius liegt. Wird es ihnen im Winter zu kalt oder im Sommer zu warm, verziehen sie sich tief zurück in die Erde und halten eine Art Winter- oder Sommerschlaf. Übrigens sind in einem Quadratmeter Boden durchschnittlich etwa 100 Regenwürmer zu finden!

Was macht der Regenwurm überhaupt?

Er gräbt kleine lange Gänge im Boden, in denen er die Wände mit Pflanzenmaterial dekoriert. Er tapeziert sie mit seinem Schleim und lässt die Pflanzen von Bodenorganismen verdauen. Er ist der wohl beliebteste Untermieter des Gartens

Nachdem die Pflanzen zersetzt sind, kann er die übrig gebliebenen Krümel fressen. Dabei frisst er auch die Erde, Bakterien und Pilze, die in seinem Körper weiterarbeiten und den besten Kompost der Welt herstellen

Doch nicht nur wegen des Kompost ist der Regenwurm so wertvoll für den Boden. Durch seine Gänge belüftet und lockert der Regenwurm den Boden. Somit kann das Wasser besser vom Boden aufgenommen werden und einfacher an die Wurzeln weitergeleitet werden. Seine Gänge können dabei bis zu sieben Meter in die Tiefe gehen. Er bohrt sich regelrecht in den Boden und drückt dabei das 50-60 fache seines eigenen Körpergewichts nach oben. Damit gehört der Regenwurm zu den stärksten Tieren der Welt. 

Regenwurm – Männlich oder Weiblich

Regenwürmer sind Zwitter. Das heißt alle besitzen sowohl männliche Geschlechtsteile, als auch weibliche. Sie befruchten sich nicht selbst, sondern kommen zur Paarung nachts an die Erdoberfläche, wo zwei Würmer als Männchen agieren und sich gegenseitig ihre Samentaschen befüllen. Die Paarung dauert oft mehrere Stunden.

Am verdickten Gürtel, vorne am Kopf, bildet sich danach ein Schleimring, der weiter Richtung Eierstöcke wandert und Eier mitnimmt. Kommt der Schleimring mit den Eiern an den Samentaschen vorbei, so werden diese befruchtet. Nach der Befruchtung streift der Regenwurm den Schleimring ab, der zu einem zitronenförmigen, 0,5 cm großem Kokon wird. Pro Begattung können bis zu 140 dieser Kokons entstehen, aus denen neue Regenwürmer schlüpfen. Je nach Bodentemperatur und Regenwurmart dauert es zwischen 16 und 120 Tagen, bis die Regenwürmer schlüpfen. 

Die typische Lebensdauer eines Regenwurms in der Natur beträgt 2 Jahre.

Regenwurm – ein reger Wurm

Bis zum 16. Jahrhundert hieß er noch reger Wurm, weil er ununterbrochen arbeitet und frisst. Der Name kommt also entgegen verbreiteter Meinungen nicht daher, dass er bei Regen an die Erdoberfläche kommt. Er mag es zwar feucht im Boden, aber Wasser mag er eigentlich so gar nicht. Dieses nimmt ihm nämlich in seinen Gängen den Sauerstoff. Durch die Vibration kommt er an die Oberfläche, um auf Wanderschaft zu gehen und Sexualpartner zu finden. Diesen Trick nutzen auch Angler, um Regenwürmer als Köder zu sammeln.

Der Klimawandel macht auch dem Regenwurm zu schaffen

Die Körpertemperatur der Regenwürmer wird durch die Umgebungstemperatur bedingt. Durch den Klimawandel hervorgerufene Temperatursteigerungen führen also bei den Regenwürmern zu einer erhöhten Körpertemperatur. Dies ruft wiederum eine erhöhte Atemfrequenz sowie einen erhöhten Energieaufwand hervor. Um diesen zu kompensieren müssen die Regenwürmer mehr Nahrung aufnehmen oder energiereichere Nahrung zu sich nehmen. Beides erweist sich als nur schlecht umsetzbar. Wenn dann auch noch eine erhöhte Trockenheit vorliegt, wird es für die Regenwürmer sehr schwer. Aus diesen Gründen ist leider zu erwarten, dass es zu deutlichen Veränderungen bei den Regenwurmgemeinschaften sowie bei den von ihnen beeinflussten Ökosystemleistungen geben wird.

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