Artenvielfalt auf Bl√ľhwiesen im Winter

Artenvielfalt auf Bl√ľhwiesen im Winter

Warum Bl√ľhwiesen auch im Winter die Artenvielfalt f√∂rdern

Bl√ľhwiesen, welche nicht abgem√§ht werden und im Winter stehen bleiben, leisten einen wertvollen Beitrag zur Biodiversit√§t. Sie sind ein wichtiger Lebensraum sowie eine Futterquelle f√ľr viele Insekten, V√∂gel und andere Tierarten.

Continental Bl√ľhwiese Schild

Spezielle Saatgutmischung

F√ľr unsere Artengl√ľck Bl√ľhwiesen pflanzen wir spezielle Bl√ľhmischungen, welche aus regionale Saaten der jeweiligen Gegend bestehen.

Ein Teil der Wildkräuter wächst dabei erst im zweiten Jahr nach der Aussaat, da die Saat von einer festen Schale umgeben ist, welche erst durch Frost aufgebrochen wird.

Einige der Pflanzen bl√ľhen bis in den fr√ľhen Winter und bieten damit ein Nahrungsangebot f√ľr die Insekten.

Die St√§ngel der bereits verbl√ľhten Pflanzen dienen als Unterschlupf und Schutz vor den rauen Winterbedingungen. Verschiedene Tierarten verstecken sich in den Halmen der Pflanzen und in der obersten Erdschicht, um dort ihre Larven und Eier abzulegen.

Gr√ľne Pflanzen

Insekten wie Schmetterlinge, Bienen und Hummeln sind auf den Lebensraum sowie die Nahrungsquellen angewiesen, die Bl√ľhwiesen ganzj√§hrig bieten.

Bl√ľhwiesen im Winter bieten auch eine wichtige Nahrungsquelle f√ľr V√∂gel, die sich auf Samen und Insekten als Nahrung verlassen. Sie sind ebenfalls eine wichtige Ressource f√ľr andere Tierarten wie Kaninchen und Rehe, die sich auf die Pflanzen als Nahrungsquelle verlassen.

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Der Winter kehrt ein

Der Winter kehrt ein

Die ruhige Jahreszeit kehrt so langsam auf den Bl√ľhwiesen in Schleswig-Holstein ein

Auf den Bl√ľhwiesen, die wir gemeinsam mit Continental und Reifen Helm in Schleswig-Holstein angelegt, kehrt so langsam die kalte Jahreszeit ein. Die letzten Pflanzen werden noch f√ľr einige Zeit bl√ľhen. Das freut die Insekten, welche sich immer noch in gro√üer Zahl in den Bl√ľhwiesen in Schleswig-Holstein finden lassen.

Continental Bl√ľhwiese Schild

Die Bl√ľhwiesen in Schleswig-Holstein zeigen ihre letzten Bl√ľten

Nun ist es besonders wichtig, dass die Bl√ľhwiesen in Ruhe gelassen werden und keine Eingriffe mehr an ihnen vorgenommen werden. Denn nur so ist es m√∂glich, dass sich Insekten in den toten Pflanzenst√§ngeln und in der Erdoberschicht √ľber den Winter verstecken.

Sonnenblume im Winter

N√§chstes Jahr fangen die Bl√ľhwiesen dann wahrscheinlich im April wieder an zu bl√ľhen. Da wir ausschlie√ülich mehrj√§hrige Bl√ľhwiesen anpflanzen, haben die Insekten direkt mehrere Jahre etwas von den sch√∂nen Bl√ľten.

Faszinierende bl√ľhende Wiese mit leuchtenden Farben und einem Hauch von Wildnis

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Warum der Regenwurm Regenwurm heißt

Warum der Regenwurm Regenwurm heißt

Warum der Regenwurm Regenwurm hei√üt und wieso er den besten D√ľnger auf der Welt produziert

Man sieht ihn selten, eigentlich nur wenn man mit einem Spaten den Boden umgräbt oder wenn es regnet. Aber warum ist das so? Wieso versteckt er sich lieber unter der Erde und kommt dann hoch an die Erdoberfläche wenn es regnet? Was der Regenwurm sonst noch so besonders macht, erfährst du in diesem Beitrag.

Der Aufbau eines Regenwurm-Körpers

Über den Regenwurm ranken sich so einige Märchen. So auch, dass Teile eines abgetrennten Regenwurms eigenständig weiterleben können. 

Das ist leider nicht ganz so wahr. Allerdings stimmt es, dass wenn der Hinterteil abgetrennt wurde, dieser wieder von alleine nachwachsen kann. Allerdings nur dann, wenn keine der lebenswichtigen Organe, die sich im vorderen Teil des Wurms befinden, zerstört wurden.

Generell besteht der Regenwurm K√∂rper aus zylindrischen Segmenten, die minimal mit Borsten bedeckt sind. Die Borsten funktionieren dabei wie Spikes, die sich im Boden verankern. Je √§lter ein Regenwurm, desto mehr Segmente kommen hinzu. Sodass der Regenwurm solange w√§chst, bis er ca. 160 Segmente lang ist. So erreichen die in Deutschland verbreiteten Tau- und Kompostw√ľrmer im Durchschnitt eine K√∂rperl√§nge von 6-35cm. Insgesamt gibt es 3.000 Arten, wovon manche sogar bis zu 3m lang werden k√∂nnen.

In seinem schlauchartigen K√∂rper befinden sich L√§ngs- und Ringmuskeln, mit denen er sich fortbewegt. Zieht er die L√§ngsmuskeln zusammen wird er dick und kurz. Mit den Ringmuskeln wird er d√ľnn und lang. Durch das abwechselnde Zusammenziehen und Strecken bewegt er sich vorw√§rts.¬†

Wo ist der Regenwurm zu finden?

Nat√ľrlich im Boden – aber in welchem? Sie bevorzugen lockere und feuchte B√∂den. Damit der Schleimmantel nicht zerst√∂rt wird, darf der pH-Wert der Erde nicht niedriger als 3,5 sein. Am aktivsten sind die W√ľrmer im Fr√ľhjahr und im Herbst, da hier die Temperaturoptimum bei etwa 10-15 Grad Celsius liegt. Wird es ihnen im Winter zu kalt oder im Sommer zu warm, verziehen sie sich tief zur√ľck in die Erde und halten eine Art Winter- oder Sommerschlaf. √úbrigens sind in einem Quadratmeter Boden durchschnittlich etwa 100 Regenw√ľrmer zu finden!

Was macht der Regenwurm √ľberhaupt?

Er gräbt kleine lange Gänge im Boden, in denen er die Wände mit Pflanzenmaterial dekoriert. Er tapeziert sie mit seinem Schleim und lässt die Pflanzen von Bodenorganismen verdauen. Er ist der wohl beliebteste Untermieter des Gartens. 

Nachdem die Pflanzen zersetzt sind, kann er die √ľbrig gebliebenen Kr√ľmel fressen. Dabei frisst er auch die Erde, Bakterien und Pilze, die in seinem K√∂rper weiterarbeiten und den besten Kompost der Welt herstellen.¬†

Doch nicht nur wegen des Kompost ist der Regenwurm so wertvoll f√ľr den Boden. Durch seine G√§nge bel√ľftet und lockert der Regenwurm den Boden. Somit kann das Wasser besser vom Boden aufgenommen werden und einfacher an die Wurzeln weitergeleitet werden. Seine G√§nge k√∂nnen dabei bis zu sieben Meter in die Tiefe gehen. Er bohrt sich regelrecht in den Boden und dr√ľckt dabei das 50-60 fache seines eigenen K√∂rpergewichts nach oben. Damit geh√∂rt der Regenwurm zu den st√§rksten Tieren der Welt.¬†

Regenwurm РMännlich oder Weiblich

Regenw√ľrmer sind Zwitter. Das hei√üt alle besitzen sowohl m√§nnliche Geschlechtsteile, als auch weibliche. Sie befruchten sich nicht selbst, sondern kommen zur Paarung nachts an die Erdoberfl√§che, wo zwei W√ľrmer als M√§nnchen agieren und sich gegenseitig ihre Samentaschen bef√ľllen. Die Paarung dauert oft mehrere Stunden.

Am verdickten G√ľrtel, vorne am Kopf, bildet sich danach ein Schleimring, der weiter Richtung Eierst√∂cke wandert und Eier mitnimmt. Kommt der Schleimring mit den Eiern an den Samentaschen vorbei, so werden diese befruchtet. Nach der Befruchtung streift der Regenwurm den Schleimring ab, der zu einem zitronenf√∂rmigen, 0,5 cm gro√üem Kokon wird. Pro Begattung k√∂nnen bis zu 140 dieser Kokons entstehen, aus denen neue Regenw√ľrmer schl√ľpfen. Je nach Bodentemperatur und Regenwurmart dauert es zwischen 16 und 120 Tagen, bis die Regenw√ľrmer schl√ľpfen.¬†

Die typische Lebensdauer eines Regenwurms in der Natur beträgt 2 Jahre.

Regenwurm – ein reger Wurm

Bis zum 16. Jahrhundert hie√ü er noch reger Wurm, weil er ununterbrochen arbeitet und frisst. Der Name kommt also entgegen verbreiteter Meinungen nicht daher, dass er bei Regen an die Erdoberfl√§che kommt. Er mag es zwar feucht im Boden, aber Wasser mag er eigentlich so gar nicht. Dieses nimmt ihm n√§mlich in seinen G√§ngen den Sauerstoff. Durch die Vibration kommt er an die Oberfl√§che, um auf Wanderschaft zu gehen und Sexualpartner zu finden. Diesen Trick nutzen auch Angler, um Regenw√ľrmer als K√∂der zu sammeln.

Der Klimawandel macht auch dem Regenwurm zu schaffen

Die K√∂rpertemperatur der Regenw√ľrmer wird durch die Umgebungstemperatur bedingt. Durch den Klimawandel hervorgerufene Temperatursteigerungen f√ľhren also bei den Regenw√ľrmern zu einer erh√∂hten K√∂rpertemperatur. Dies ruft wiederum eine erh√∂hte Atemfrequenz sowie einen erh√∂hten Energieaufwand hervor. Um diesen zu kompensieren m√ľssen die Regenw√ľrmer mehr Nahrung aufnehmen oder energiereichere Nahrung zu sich nehmen. Beides erweist sich als nur schlecht umsetzbar. Wenn dann auch noch eine erh√∂hte Trockenheit vorliegt, wird es f√ľr die Regenw√ľrmer sehr schwer. Aus diesen Gr√ľnden ist leider zu erwarten, dass es zu deutlichen Ver√§nderungen bei den Regenwurmgemeinschaften sowie bei den von ihnen beeinflussten √Ėkosystemleistungen geben wird.

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Wissenswertes √ľber Ameisen

Wissenswertes √ľber Ameisen

Wissenswertes √ľber Ameisen

Ameisen sind auf der ganzen Welt verbreitet, man findet sie sogar am Polarkreis. Insgesamt gibt es so 13.000 Ameisenarten. Die Tierchen werden 4 Р12mg schwer und erreichen eine Länge von 0,7-20mm. Sie können je nach Ameisenart auch unterschiedliche Farben annehmen. So gibt es schwarze, braune, rote und sogar gelbe Ameisenarten.

Das Leben in einem Ameisenstaat

Ameisen sind soziale Insekten. Sie leben in ihren Ameisenstaaten, in der jede Ameise ihr spezielle Aufgabe hat. Unterteilt sind sie in: Arbeiterinnen, Männchen und Königinnen.

Ameisenkönigin:

Die Ameisenk√∂niginnen sind haupts√§chlich f√ľr den Nachwuchs zust√§ndig. Daf√ľr findet j√§hrlich ein Hochzeitsflug der Jungk√∂niginnen mit den M√§nnchen statt. Eine Begattung reicht dabei f√ľr ein ganzes Leben der K√∂niginnen. 100 Millionen Samen k√∂nnen bis zu 29 Jahre (so alt kann eine K√∂nigin werden) genutzt werden um die Eier zu befruchten. Nach ihrem Hochzeitsflug verliert die K√∂nigin ihre Fl√ľgel und setzt sich zur√ľck ins Ameisennest.

Arbeiterinnen:

Die Arbeiterinnen √ľbernehmen wie ihr Name schon sagt die Aufgaben im Ameisenstaat. Sie sind f√ľr die Nahrungssuche, Aufzucht, Nestbau und Nestschutz zust√§ndig. Sie machen den Gro√üteil der Ameisenbev√∂lkerung aus und sind die, die wir am h√§ufigsten beobachten k√∂nnen. Sie besitzen keine Fl√ľgel.

Männchen:

Die M√§nnchen sind f√ľr die Befruchtung der Jungk√∂niginnen w√§hrend des Hochzeitsflugs zust√§ndig. Nach ihrem Job sind sie f√ľr den Ameisenstaat nutzlos und sterben.¬†

Der Ameisenbau:

Die meisten Ameisenarten leben in einem Bau. Andere Arten, wie die Wander- oder Treiberameise wechseln regelm√§√üig ihr Zuhause. In ihren Nestern k√∂nnen Millionen von Ameisen leben. Je nach Art bauen sie ihr Nest lieber in die Erde oder oberirdisch die klassischen Ameisenh√ľgel. Wieder andere Arten bevorzugen ihr Nester in B√§umen, Pflanzen oder Totholzhaufen.¬†

Das Baumaterial f√ľr den klassischen Ameisenhaufen sind Bl√§tter, Tannennadeln, Holzst√ľckchen, Wurzelwerk oder Erde. F√ľr das Heranschleppen des Baumaterials werden Ameisenstra√üen gebildet. Das Nest hat eine sehr gute Isolierschicht, um den Larven ein gleichbleibendes Klima zu erm√∂glichen.

 

Der Aufbau einer Ameise:

Die Ameise ist auff√§llig in drei Teile: Kopf, Rumpf, Hinterleib eingeteilt und besitzt insektentypisch sechs Beine. Ameisen z√§hlen zu den st√§rksten Tieren auf der Erde, da sie bis zu das Zehnfache ihres eigenen K√∂rpergewichts stemmen k√∂nnen. Wie andere Insekten, besitzen auch Ameisen Facettenaugen. Das hei√üt ihre Augen bestehen aus mehreren hundert einzelnen Facettenaugen. Neben den Augen befinden sich die kauend-bei√üenden Mundwerkzeuge und die F√ľhler, die neben abgesonderten Duftstoffen der Kommunikation dienen.¬†

 

Die Ernährung:

Ameisen sind Allesfresser. Besonders beliebt ist Honigtau, einem zuckerhaltigen Ausscheidungsprodukt der L√§use. Daf√ľr gehen sie sogar Kooperationen mit L√§usen ein. Der Deal besteht daraus, dass die Ameisen die Blattl√§use ‚Äúmelken‚ÄĚ d√ľrfen und die L√§use im Gegenzug dazu von den Ameisen vor anderen Feinden gesch√ľtzt werden.¬†

Ameisen sind aber auch räuberisch aktiv und fressen auch Raupen, Fliegen und Spinnen. Als vegetarische Komponente ernähren sie sich auch von Samen verschiedener Pflanzen. 

Ameisen als N√ľtzlinge?

Sie k√∂nnen ganz sch√∂n nervig sein und sind nicht selten unerw√ľnschte G√§ste beim Picknick oder dem Abendessen auf der Terrasse. Dennoch sind Ameisen f√ľr unsere Umwelt ziemlich n√ľtzlich.¬†

Durch ihre unterirdischen Nester lockern sie den Boden und bringen Pflanzenreste in den Boden ein, welche dem Humusaufbau des Bodens dienen. Das fördert die Bodenfruchtbarkeit und steigert das Pflanzenwachstum. 

Durch ihre ständige Aktivität verteilen sie auch Pflanzensamen und helfen somit Pflanzen, denen es schwerer fällt sich zu vermehren. 

Somit tragen Ameisen eine Menge zu einem gesunden √Ėkosystem bei und sollten nur in √§u√üersten Notf√§llen bek√§mpft werden.

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Unterschiede von Wild- und Honigbienen

Unterschiede von Wild- und Honigbienen

Wilbienen vs. Honigbienen Рdie Unterschiede der Bienenarten 

Denkt man an Bienen, so wird meistens an die Honigbiene gedacht. Was aber nur wenige wissen ist, dass es weltweit weitere 30.000 Bienenarten gibt, die unter den verschiedenen Arten der Wildbienen zusammengefasst werden. Von ihnen sind etwa 560 in Deutschland heimisch. Im Vergleich dazu gibt es lediglich 9 Honigbienenarten, von denen 8 in Asien heimisch sind. Jede dieser 9 Arten wird vom Menschen zur Gewinnung von Honig oder zum Bestäuben von Nutzpflanzen genutzt.

Abgesehen von der Anzahl an Arten unterscheiden sich die Wildbienen jedoch noch in einigen weiteren Aspekten von der Honigbiene. Welche das sind, erfahrt ihr in diesem Beitrag

Aussehen

Honigbienen sind in der Regel braunschwarz und nicht, wie fälschlicherweise häufig angenommen, gelbschwarz. Bei gelbschwarzen Insekten handelt es sich in unseren Breiten stattdessen meist um Wespen.

Das Aussehen der Wildbienen ist dagegen von Art zu Art unterschiedlich und variiert von rein schwarz √ľber gelbschwarz bis hin zu einer r√∂tlichen F√§rbung. Ebenfalls unterschiedlich ausgepr√§gt sind ihre Pelzkleider. Einige weisen eine dichte Behaarung auf, andere sind nur sp√§rlich oder fast gar nicht behaart. Auch bei ihrer K√∂rpergr√∂√üe weisen sie Unterschiede auf. So ist eine der kleinsten in Deutschland heimischen Wildbienenarten, die Steppenbiene, nur 4 mm gro√ü, w√§hrend die blaue Holzbiene eine K√∂rpergr√∂√üe von bis zu 3 cm erreicht.

Lebensraum

Wildbienen und Honigbienen k√∂nnten in ihren Lebensweisen und bei der Wahl ihrer Nistpl√§tze unterschiedlicher kaum sein. W√§hrend Honigbienen als V√∂lker mit bis zu 50.000 Mitgliedern in Bienenst√∂cken leben, bevorzugen Wildbienen meist das solit√§re Einsiedlerleben. Etwa 50 % der Wildbienenarten nisten unter der Erde. F√ľr ihre Bruth√∂hlen suchen sie sich entweder bereits von anderen Insekten angelegte G√§nge oder graben sich ihre Nistr√∂hren selbst. Hierbei bevorzugen sie meistens Sand- oder Lehmfl√§chen.

Wenn die Nistplätze nicht unterirdisch angelegt werden, nutzen Wildbienen Totholz, Pflanzenstängel oder sogar leere Schneckenhäuser, um ihre Jungen aufzuziehen.

Kurzer Exkurs in die Aufgabenverteilung innerhalb des Bienenstocks

In den Völkern der Honigbienen hat jede ihre spezielle Aufgabe.

Die weiblichen Arbeiterinnen k√ľmmern sich um den Nachwuchs und um die Bienenk√∂nigin, bauen Waben, bewachen den Bienenstock oder sammeln Pollen und Nektar. Sie sterben nach etwa 45 Lebenstagen.

Drohnen sind m√§nnliche Bienen und f√ľr die Befruchtung der Bienenk√∂nigin zust√§ndig. Davon abgesehen erw√§rmen sie den Bienenstock und verdauen den Nektar zu Honig. Zum Herbst werden sie von den Arbeiterinnen jedoch aus dem Bienenstock vertrieben und verenden. Diesen Vorgang nennt man auch ‚ÄěDrohnenschlacht‚Äú.

Die Bienenk√∂nigin sorgt f√ľr den Nachwuchs, indem sie ihre Eier in den Wabenzellen ablegt. Hierbei kann sie entscheiden, ob sie ein unbefruchtetes oder ein befruchtetes Ei ablegt. Erstere werden in die kleineren Wabenzellen gelegt und es entstehen Arbeiterinnen. Zweitere werden in dementsprechend gr√∂√üere Wabenzellen gelegt, aus welchen dann die Drohnen entstehen.

Nahrung

Zun√§chst ben√∂tigen sowohl die Honigbienen als auch die Wildbienen, genau wie wir Menschen, Wasser, um¬†zu √ľberleben. Hier reicht oft der morgendliche Tau aus, um ihren Wasserbedarf zu decken. Bei langanhaltenden hohen Temperaturen wird die Wassersuche f√ľr Bienen h√§ufig zu einem Problem, weshalb es sinnvoll ist an solchen Tagen eine kleine Insektentr√§nke aufzustellen.

Zur weiteren Nahrungsaufnahme dienen sowohl f√ľr die Honigbienen als auch f√ľr die Wildbienen Nektar und Pollen. Nektar ist ein von Pflanzen produzierter zuckerhaltiger Saft, der dazu dient Insekten anzulocken. Aus ihm entsteht der Honig. Pollen enthalten essenzielle Aminos√§uren, weshalb sie vor allem f√ľr die Aufzucht der Brut von den Bl√ľten der Pflanzen gesammelt werden. Von den Honigbienen wird zus√§tzlich auch Honigtau gesammelt. Honigtau sind zuckerhaltige Ausscheidungsprodukte von anderen Insekten, wie z.B. L√§usen, die sich von Pflanzens√§ften ern√§hren. Aus dem Honigtau wird ebenfalls Honig hergestellt, welcher von den Imkern h√§ufig als Waldhonig deklariert wird.

Honigbienen sind √ľbrigens bl√ľtensteht. Das bedeutet, dass sie w√§hrend ihres Ausflugs immer zur selben Pflanzenart fliegen, bis diese verbraucht oder verbl√ľht ist.

Einige Wildbienenarten sind auf einzelne Pflanzenfamilien (‚ÄěOligolektie‚Äú) oder sogar nur auf eine einzige Pflanzengattung spezialisiert (‚ÄěMonolektie‚Äú). Diese Arten sind daher noch st√§rker gef√§hrdet, wenn der R√ľckgang der Pflanzenvielfalt weiter anh√§lt.

Bl√ľhwiese mit Mohn von Artengl√ľck

Bestäubung

Die Honigbiene √ľbernimmt die wichtige Aufgabe der Best√§ubung nicht allein. Wildbienen und auch einige andere best√§ubende Insektenarten wie z.B. M√ľcken, Wespen oder Schmetterlinge unterst√ľtzen sie dabei.

Insgesamt beginnen Wildbienen fr√ľher mit der Best√§ubung als Honigbienen, da sie weniger k√§lte- und n√§sseempfindlich sind. So fangen sie bereits Fr√ľhjahr an, Obstb√§ume zu best√§uben, w√§hrend die Honigbiene sich wegen der geringen Temperaturen noch im Ruhezustand befindet.

Eine Honigbiene erreicht auf ihrer t√§glichen Tour etwa 300 Bl√ľten. Unter den Wildbienen gibt es einige Arten, die vergleichsweise effektiver unterwegs sind. So schafft eine Hummel sogar rund 1000 Bl√ľten am Tag. Langr√ľsslige Hummelarten sind au√üerdem wichtig f√ľr die Best√§ubung bestimmter Pflanzenarten, an die die Honigbiene nicht herankommt. Dies ist zum Beispiel der Fall bei Pflanzen mit kompliziertem Bl√ľtenaufbau (z.B. L√§usekraut) oder Pflanzen, bei denen der Nektar in tiefen Kornr√∂hren vorliegt (z.B. Rotklee oder Eisenhut).

Flei√üige Bienen in unseren Bl√ľhwiesen.

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